10 Fragen an Siggi Pranke
Der Titelgewinner der Deutschen Wakeboard Meisterschaft 2008, Siggi Pranke, erzählt, wer in bei Nervosität vor Wettkämpfen beruhigen kann, er spricht über den Style von Nick Davis und mit wem er gerne mal einen Tag lang tauschen würde.
Was machst du, wenn du nicht gerade wakeboardest?
Momentan hauptsächlich Unterricht vorbereiten, da ich im Referendariat bin. Was meine anderen „Freizeitaktivitäten“ angeht: Skateboarden, sowie auf Konzerte und andere kulturelle Events gehen. Viel Freizeit bleibt allerdings nicht.
Erzähl uns von Deinen Anfängen beim Wakeboarden! Wie bist Du dazu gekommen?
Die ganze Geschichte fing am Cable an. Ein Kumpel von mir sagte, ich solle mal mit zum Wakeboarden an eine Anlage kommen. Sein Motto: „Du bist jahrelang Skateboard gefahren, dann hast du daran bestimmt Spaß!“. Damals konnte ich mit dem Begriff Wakeboarden gar nichts anfangen, stellte aber nach den ersten Metern auf dem Wasser fest: Er hatte recht! Ich merkte sofort, dass es mein Ding ist. Ein paar Monate später fuhr ich dann das erste Mal hinter einem Boot. Cablefahren war dann erst mal nicht mehr so interessant für mich.
Hast Du Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ Wakeboarder aus?
Vorbilder im Sinne von „Genauso möchte ich auch wakeboarden“ habe ich nicht. Dennoch inspirieren mich bestimmte Eigenarten von Wakeboardern, wie z.B. der Style von Benny G, der Spaß am Wakeboarden von Nick Davis, die Aggressivität und Höhe von Randy Harris usw. Ein herausragender Wakeboarder ist für mich einer, der alles gut drauf hat. Also sowohl die Obstacles rockt, technisch gut ist, Style hat und BIG geht. Parks Bonifay war so einer. Nick Davis könnte eine solche Ausnahmeerscheinung werden, weil er sehr kreativ ist und sowohl am Cable, als auch am Boot einen Kanone ist.
Ziele für diese Saison? Ziele überhaupt?
Weiterhin Spaß am Wakeboarden und eine gute Zeit auf dem Wasser haben. Ist dies der Fall, kommt alles andere von ganz alleine.
Wo siehst Du das Wakeboarden in 10 Jahren? Und wo siehst Du dich persönlich?
Ich schätze, dass der Anteil urbanen Wakeboardens zunimmt. Wake the Line ist ein gutes Beispiel für diese Entwicklung. Was das Wakeboarden am Boot angeht, wird es wohl in Zukunft von den Preisen fossiler Brennstoffe und möglicher Alternativen abhängen. So genau lässt sich das nicht sagen.
Was mich persönlich angeht, bin ich froh, wenn ich in 10 Jahren noch immer auf dem Brett stehe, schließlich werde ich bald 34!
Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor?
Am Wettkampftag habe ich keine Rituale, aber ich wärme mich gut auf und konzentriere mich auf meinen Lauf. In den Wochen vor dem Wettkampf, stelle ich meinen Lauf zusammen und versuche einen Rhythmus in die Reihenfolge der Tricks zu bekommen. Außerdem ist meine Freundin bei den meisten meiner Wettkämpfe dabei, das hilft ebenso wie die Unterstützung von Freunden gegen Nervosität.
Was war –gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Mein größter Erfolg war mein Lauf bei der DM letztes Jahr. Der Titelgewinn war dann nur noch das „Sahnehäubchen“. Die größte Niederlage kann ich gar nicht benennen, da ich beim Wakeboarden nicht in dieser Dimension denke. Falls ich bei einem Wettkampf mal hinten lande oder ausscheide, dann denke ich mir: Nächstes Mal wieder!
Was ist „wahrer Luxus“?
Zeit! Und ausreichend Geld für Sprit bzw. Gas.
Ein Urlaubsziel?
Für mich ist ein Urlaubsziel immer dann interessant, wenn das Wetter gut ist, die Wassertemperatur hoch, gute Bedingungen -wenig Wind, glattes Wasser- herrschen und ein geiles Wakeboardboot zu bezahlbaren Konditionen vorhanden ist. In Dubai und Florida ist dies der Fall. Sri Lanka wäre auch richtig cool, wenn es dort ein Wakeboardboot mit fettem Ballast geben würde. In Zukunft möchte ich mal nach Südafrika.
Mit welcher Person würdest Du gern mal für einen Tag lang tauschen?
Barack Obama.
Vielen Dank für das Gespräch!
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