White Sands Festival:
Windsurf und Volleyball-Action auf Norderney

Spannende Volleyball Spiele und acht actionreiche Windsurfrennen erlebten die Teilnehmer und Besucher auf der Nordseeinsel Noderney beim White Sands Festival 2010. Hier sind die Gewinner.

White Sands festival 2010 auf Norderney.  Foto: Bootz / HOCH ZWEIDrei tolle Tage haben die besten deutschen Beach-Volleyballer und Windsurfer über die Pfingstfeiertage auf der Nordseeinsel Norderney erlebt. Im Rahmen des White Sands Festival 2010 gastierten die beiden national höchsten Wettkampfformen im Beach-Volleyball und im Windsurfen auf Norderney.

Die smart beach tour bot tolle Spiele auf dem Center Court und den drei Nebencourts am Norderneyer Nordstrand. Auf der Nordsee begeisterte der Deutsche Windsurf Cup mit spektakulären Rennen und einer großen Überraschung. Die Partys des “Aperol Party Weekend“ komplettierten mit drei großen Eventpartys das umfangreiche Programm des White Sands Festivals 2010.

Auch das Wetter zeigte sich an diesem Wochenende recht freundlich. Freitag startete das Festival bei Sonnenschein und guten Windverhältnissen. Nach einem etwas kühlen Samstag konnten die Sportler und Festivalbesucher den Finaltag am Sonntag wieder bei strahlendem Sonnenschein genießen.

Nachdem am Freitag, 21. Mai, die Qualifikationsspiele auf dem Programm standen, folgten am Samstag und Sonntag spannende Spiele im Hauptfeld. Eine Attraktion des Turniers waren sicherlich die Australier Owen Boland und Damien Schumann. Auch wenn es zum ganz großen Coup nicht gereicht hat, waren die beiden sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden.

„Schade, dass wir es nicht bis ins Halbfinale geschafft haben, wir sind glücklich hier gespielt zu haben. In Münster greifen wir wieder an,“ versprachen die sympathischen Australier. In ihren Spielen überzeugten sie durch einen starken Willen, kämpften sich oft nach Rückständen wieder heran und kippten so manchen Spielverlauf zu ihren Gunsten.

Ihr Einsatz und ihr Siegeswille auf dem Spielfeld machten die beiden schnell zu den Publikumslieblingen auf Norderney. Souverän marschierten die Australier mit nur einem Satzverlust durch die Qualifikation am Freitag. Am Samstag folgte dann die große Überraschung. Mit einem Sieg der Australier gegen die an eins gesetzten Sebastian Dollinger (Hamburger SV) und Mischa Urbatzka (FC St. Pauli) hatte keiner gerechnet.

Nach Satzausgleich konnten die Australier den dritten Satz für sich entscheiden und schickte die Hamburger in die Loser-Runde. Im zweiten Spiel in der Hauptrunde mussten sich Boland/Schumann dann allerdings dem Duo Marvin Klass (TV Rottenburg) und Tim Wacker (Rhein-Main Volley) geschlagen geben und mussten nun versuchen sich über die Loser-Runde für das Halbfinale zu qualifizieren.

In zwei hartumkämpften Spielen gingen Sie zweimal siegreich hervor und standen kurz vor dem Halbfinaleinzug. Im entscheidenden dritten Spiel der Loser-Runde wartete das Duo Stefan Schmeckenbecher und Ray Wenning (beide TV Rottenburg). Die an Position sieben gesetzten Deutschen spielten allerdings sehr stark und ließen den Gästen von „Down Under“ keine Chance und siegten sicher in zwei Sätzen.

Somit mussten sich die Australier aus dem Turnier verabschieden und das Duo Schmeckenbecher/Wenning durfte gegen Stefan Köhler (VC Olympia Berlin) und Nils Rohde (FT Adler Kiel) im ersten Halbfinale spielen. In einem ausgeglichenen Spiel behielten die an Position vier gesetzten Köhler/Rohde die besseren Nerven und zogen verdient ins Finale (21:23, 21:19, 17:15) ein.

Das zweite Halbfinale bot den Zuschauern auf dem bis auf den Platz gefüllten Center Court ein packendes Spiel. Hier trafen die Teams Dollinger/Urbatzka und Tilo Backhaus (VC Olympia Berlin) und Alexander Walkenhaus (VC Bottrop 90) aufeinander. Der erste Satz elektrisierte die Zuschauer. Erst sah es so aus als ob Dollinger/Urbatzka klar davon ziehen würden aber Tilo Backhaus und Alexander Walkenhaus konnten sich zwei Mal nach hohem Rückstand (7 Punkte/5 Punkte) wieder rankämpfen.

Es folgten mehrere Satzbälle auf beiden Seiten. Dieser unglaubliche Satz endete 27:25 für Dollinger/Urbatzka. Es folgten zwei ausgeglichene Sätze, in denen die beiden Teams sich nichts schenkten. Schlussendlich hatten Tilo Backhaus und Alexander Walkenhaus die besseren Nerven und gewannen den dritten Satz mit 15:12 nachdem sie sich zuvor den zweiten Satz mit 21:19 sicherten.

Für Tilo Backhaus war es der erste Finaleinzug bei der smart beach tour seiner Beach-Volleyball Laufbahn. Zuvor scheiterte er mit seinen ehemaligen Partnern ganze sieben Mal in Halbfinal-Spielen der smart beach tour. Demnach war die Freude schon vor dem Finale bei ihm riesig.

Mit dem Sieg im Finale gegen die an Position vier gesetzten Stefan Köhler (VC Olympia Berlin) und Nils Rohde (FT Adler Kiel) wollte Tilo Backhaus seine tolle Leistung auf Norderney krönen. In einem nicht unbedingt einseitigen Finale ließen Backhaus/Walkenhaus aber keinen Zweifel aufkommen wer dieses Finale mehr gewinnen wollte. Sie gewannen den ersten Satz mit 21:17. Im zweiten Satz behielten Backhaus/Walkenhaus weiter die Oberhand und verwandelten den zweiten Matchball zum 21:14 und zum verdienten Sieg bei der smart beach tour Norderney 2010.

Bei den Damen wurde das Duo Melanie Gernert (Dresdner SC) und Hella Jurich (Marzahner VC) seiner Favoriten Rolle gerecht. Ohne Satzverlust zogen sie ins Halbfinale ein. Hier spielten Sie ebenfalls stark auf. Der erste Satz endete 21:09 für Gernert/Jurich. Der zweite Satz gestaltete sich ausgeglichener. Letztendlich spielte Hella Jurich ihre Erfahrung aus und führte zum verdienten 21:19.

Damit zogen Gernert/Jurich ohne Satzverlust in das Finale ein. Im zweiten Halbfinale spielten die an zwei gesetzten Stefanie Hüttermann und Anni Schumacher (beide Dresdner SC) gegen die an Position fünf gesetzten Victoria Bieneck und Marika Steinhauff (beide VC Berlin). Im Duell Dresden gegen Berlin spielten die Dresdnerinnen Hüttermann/Schumacher konsequenter.

Sie verloren zwar den ersten Satz mit 15:21, konnten sich aber steigern und gewannen Satz zwei (21:15) und den entscheidenden dritten Satz klar mit 15:8 und zogen in das Finale ein. Das Damenfinale war eine weitere Demonstration der Dominanz des Duos Gernert/Jurich. Auch wenn es für die Zuschauer nicht das spannendste Finale war, entschädigte das beeindruckende Spiel von Melanie Gernert und Hella Jurich dafür.

Tolle Kombinationen und nahezu blindes Verständnis führten dazu, dass sie das Finale deutlich in zwei Sätzen gewannen. In zwei Wochen findet die smart beach tour das erste Mal in Hamburg statt. Dann werden die besten deutschen Beach-Volleyballer in der HafenCity zu sehen sein.

Sieger des Deutschen Windsurf Cups 2010 auf Norderney Sebastian Kördel.  Foto: Stevie BootzGute Windverhältnisse boten die Möglichkeit für insgesamt acht Rennen in der Disziplin „Racing“ – Sebastian Kördel (GER 220) sorgt für die große Überraschung. Flessner fährt auf seiner Insel anfangs nur hinterher sichert sich aber am letzten Renntag Platz Zwei in der Gesamtwertung.

Am ersten Wettkampftag des Deutschen Windsurf Cups sorgte das erste Rennen in der Disziplin „Racing“ bereits für pure Spannung. Hier lieferte sich Lokalmatador und Topfavorit Bernd Flessner (GER16) mit dem erst 19-jährigen Nachwuchstalent Sebastian Kördel (GER 220)  packende Positionskämpfe.

Kördel konnte das erste Rennen des Tages schließlich für sich entscheiden und legte damit den Grundstein für seine Führung in der Disziplin „Racing“. In den folgenden drei Racing-Wettfahrten gab es spannende Führungswechsel unter den Topfavoriten, Fabian Mattes aus Kiel (GER-202), Vincent Langer (GER-122) und Gunnar Asmussen (GER-88) aus Flensburg und überraschend Sebastian Kördel, die jeweils den Sieger unter sich ausmachten.

Nachdem Fabian Mattes das zweite Rennen für sich entscheiden konnte, siegte Gunnar Asmussen in Rennen Nummer drei. Aufgrund einer starken Erkältung konnte

der 14-malige Deutsche Meister Bernd Flessner nicht aus dem Vollen schöpfen. Er belegte im ersten Rennen Patz 2 und im zweiten Platz 3. Beim dritten Start in der Disziplin „Racing“ musste der Norderneyer aufgeben und ging beim vierten und letzten Rennen gar nicht auf das Wasser.

Damit machte der Dominator der letzten Jahre den Weg für seine Konkurrenten frei. Der Sieg im vierten Racing des Tages ging schließlich an Vincent Langer. Somit führte Sebastian Kördel mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einem Punkt vor Vincent Langer den ersten Wettkampftag an. Der zweite Wettkampftag war geprägt von einigen Startversuchen. Die Rennen, die alle in der Disziplin Racing ausgetragen wurden, musste aber aufgrund von unkonstanten Windverhältnissen immer wieder abgebrochen werden.

Am finalen Sonntag bot das Wetter neben strahlendem Sonnenschein auch wieder bessere Windverhältnisse, so dass noch vier Rennen in der Disziplin Racing gefahren werden konnten. Lokalmatador Bernd Flessner war hier auch wieder mit von der Partie und wollte endlich den ersten Sieg an diesem Wochenende einfahren. Allerdings gelang ihm dies leider nicht. Im ersten Rennen hielt sich „Flessi“ bis zur ersten Luv-Tonne an Platz zwei hinter Vincent Langer.

Dann kam aber die Zeit des Hannoveraners Helge Wilkens und zog an den beiden vorbei, so dass der Hannoveraner an der zweiten Luv-Tonne die Führung übernahm. Die gab er bis zum Ende des Rennens auch nicht mehr ab. Er siegte vor Fabian Mattes (2) und Sebastian Kördel (3). Bernd Flessner steckte anscheinend noch seine Erkältung in den Knochen. Er baute vor der zweiten Luv-Tonne ab und konnte die Ziellinie nur als Fünfter hinter Vincent Langer überqueren.

Das zweite Rennen des Tages konnte wieder der Shootingstar des diesjährigen DWC auf Norderney für sich entscheiden. Sensationell fuhr Sebastian Kördel auf Platz eins. Der Mann vom Bodensee kam super mit den Bedingungen auf der Nordsee klar und verwies den lange in diesem Rennen führenden Bernd Flessner auf Platz drei. Zweiter wurde Helge Wilkens. Gleich im Anschluss an das zweite Rennen folgte bereits Rennen drei. Hier führte endlich einmal Bernd Flessner von Beginn an.

Diese Führung konnte der Norderneyer souverän bis ins Ziel halten und verwies diesmal Sebastian Kördel auf den zweiten Platz. Platz drei konnte sich Gunnar Asmussen sichern. Auch im achten und letzen Rennen des Deutschen Windsurf Cups auf Norderney präsentierte sich Bernd Flessner in alter Stärke. Zwar lag der deutsche Rekordmeister an der ersten Luv-Tonne noch an vierter Stelle.

Aber an der zweiten Luv sah „Flessi“ nur noch Helge Wilkens vor sich. An diesem zog der Norderneyer dann vorbei und sicherte sich den Sieg zum Abschluss der Regatta. Dies war ein versöhnlicher Abschluss für Bernd Flessner, der nach anfänglichen Schwierigkeiten am Freitag wieder zu alter Stärke fand und in der Gesamtwertung noch den zweiten Platz belegte.

Sensationeller Gesamtsieger des DWC Norderney wurde Sebastian Kördel. Er war der Windsurfer der über das Wochenende am konstantesten gefahren ist und verdient seinen ersten Gesamtsieg beim DWC sicherte. Dritter wurde Vincent Langer aus Schönenkirchen. Nun macht der Deutsche Windsurf Cup eine längere Pause. Zu sehen sind die besten Deutschen Windsurfer wieder am 02. Juli beim DWC in Boltenhagen.

veröffentlicht am 25.05.2010

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