Rossignol - Mit Gummi und Trompeten:

Die französische Skimarke erweckt alte Ideen wieder zum Leben. Doch haben sie auf ihrem ISPO 2011 Stand in München auch wirkliche Neuheiten?

Freeskier. RossignolZwei lange Bretter, die mit einer Technik jeweils an einem Fuß befestigt sind, mit denen man anschließend einen beschneiten Hügel runterrutschen kann. An dieser Grundidee rüttelt auch die französische Skimarke Rossignol nichts.

Nichtsdestotrotz setzen sich Jahr für Jahr Techniker, Designer und Teamfahrer zusammen, um die neue Kollektion besser, schöner, intelligenter dastehen zu lassen. Dass hier legendäre Innovationen eher eine Seltenheit sind, scheint nicht neu. So auch bei der aktuellen Rossignol Kollektion. Die Bretter werden immer leichter und fast vergessene Ideen wurden aus der Versenkung zurückgeholt.

„Fährt einer am Hang ganz toll, fährt er sicher Rossignol.“ Mit diesem Spruch und dem legendären französischen Holzkern bläst Rossignol seit dem Beginn 1907 zum Angriff auf die Skiinnovationen. Bis heute verbaut Rossignol ausschließlich Vollholzkerne in seinen Ski- und Snowboardprodukten, wobei für die Freestylekategorie speziell der "stehende Holzkern" entwickelt wurde. So soll dem Rider ein guter „Pop“ geboten werden. Viel Pop bedeutet höhere Sprünge und flexiblere Landungen.

Kevin Rolland. RossignolMit der "Springblade-Bauchtechnik" versucht Rossignol seine Freestyle- und Freerideski komfortabler zu gestalten. Dabei wurde der Holzkern in den Schaufeln vorne und hinten durch einen Gummikern ersetzt. Die Dicke des Holzkerns von der Bindung zu den beiden Schaufeln nimmt ab. Ein leichterer, flexiblerer und zuverlässigerer Ski soll das Endergebnis sein. Der Teamfahrer Kevin Rolland schätzt vor allem die Gummischaufeln. Sie sollen auch bei einer rückwärtigen Landung eine smoothe Landung ermöglichen.

Dass diese Technologie scheinbar aufgeht, zeigt er mit seinem Sieg bei den X-Games in der Superpipe, bei dem er den Rossignol "Scratch Pro Model" Ski fuhr.

Damit eine zuverlässige Verbindung zwischen Ski und Skischuh gewährleistet werden kann, sollte man sich über die passende Skibindung Gedanken machen. Die typische Backenbindung hat bei den Freeskiiern abgedankt. Die Kolben- und die FKS Drehgelenkbindung sind auf dem Vormarsch. Insbesondere hat sich die Kolbenbindung während der letzten Jahre in der Szene etabliert.

FSK Binding. RossignolDer Vorteil zu der Backenbindung ist die geringere Gefahr des ungewollten Öffnens der Bindung. Vor allem wenn die Rider rückwärts (Switch) landen, ist die Gefahr des Aufgehens sehr groß. Während die alte Bindung ein „Spiel“ von 1-1,5 cm hatte, schafft die Kolbenbindung 3-3,5 cm Spielraum. Einen weiteren Pluspunkt stellt der Kolben an sich dar. Durch die hierbei entstehende Hebelwirkung soll man den Ski bequem per Hand anschnallen können. Dies erweist sich insbesondere bei Tiefschnee im Backcountry als Vorteil.

Das aktuelle „Nonplusultra“ bietet allerdings die FKS Drehgelenkbindung. Prinzipiell gibt es diese Technik schon einige Jahrzehnte, doch durch die damals unausgereifte Qualität hat sie sich nicht durchgesetzt. Erst heute wurde die Stabilität so verbessert, dass sich das "innovative" drehbare Hinterteil der Bindung, die doppelte Drehachse, eine extreme Dämpfung und ein reduzierter Montagebereich bewährt machen. Bei der Zuverlässigkeit setzt sie sich sogar gegenüber der beliebten Kolbenbindung durch.

In dem Sortiment auf der ISPO 2011 bietet Rossignol das Freestyle-Einsteigermodelle ab 299 € inklusive Bindung an.  Die „Scratch Pro Model“ Serie ist ab 499€ erhältlich.

Auch Rossignol hat mit dieser Kollektion das Rad nicht neu erfunden. Trotzdem zeigt die Firma Engagement und Kreativität in Bezug auf Produktentwicklung.

veröffentlicht am 16.02.2011

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