Größter Parkour-Workshop aller Zeiten in Berlin

Nicht nur der hohe Frauenanteil war beim Parkour Workshop in Berlin außergewöhnlich. Das Niveau der Sportler war faszinierend, die spontanen Zaungäste spiegelten Berlins bunten Charakter perfekt wider und die Stimmung war bombastisch.

Parkour-Workshop in Berlin.  Foto: VeranstalterBereits um acht Uhr morgens fanden sich die ersten unermüdlichen Traceure aus ganz Deutschland und den Nachbarländern erwartungsvoll vor den Toren der Skatehalle Berlin ein, um die nächsten Stunden körperliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Unterstützt wurden sie von 20 hochkarätigen Parkour-Trainern aus Deutschland und der Schweiz (Parkour One), England (Saiyan Clan und Trace) und aus Serbien. Gleichermaßen Anfänger wie auch erfahrene Bewegungsathleten  versuchten, alle Verbesserungsvorschläge an den 19 verschiedenen Hindernissen in die Tat umzusetzen.

Die aus Berlin nicht wegzudenkene Skatehalle in der Revaler Strasse öffnete der ungeduldigen Teilnehmerflut an dem kalten Novembermorgen seine Tore und bot mit einem abwechslungsreichen und vor allem trockenen Übungsarsenal ideale Trainingsmöglichkeiten für jedes Level. Die der urbanen Realität nachempfundenen Hindernisse schufen erstklassige Bedingungen für diese frostige Jahreszeit und ließen die Workshopteilnehmer ordentlich ins Schwitzen kommen.

Parkour-Workshop in Berlin.  Foto: VeranstalterAusgediente Autowracks, Container, Fässer, Häuserfassaden und als Highlight ein spektakuläres sechs Meter hohes, verwinkeltes Baugerüst motivierten die Teilnehmer zu athletischen Höchstleistungen. Die unerschöpfliche Ausdauer wurde von Eltern, Freunden und Zaungästen gleichermaßen bewundert. Fortwährend wurden die Bewegungsabläufe von den Trainern analysiert und optimiert, bis jeder mit seiner Leistung zufrieden war.

Um 13.45 Uhr präsentierten die Profis ihr Können in einer 15-minütigen Trainersession und entließen die hungrigen Traceure hoch motiviert in die Mittagspause. 60 kg Obst und 900 Liter Wasser und Säfte wurden neben Salaten und Sandwiches ausgeteilt.

Parkour-Workshop in Berlin.  Foto: VeranstalterDas Nachmittagsprogramm startete mit einer ausgedehnten Aufwärmphase in neuen Gruppen, die nach Trainingsniveau eingeteilt wurden. Nach den am Vormittag erlernten Grundbewegungen wurden fortgeschrittene Techniken und Sprünge geübt. Besonders das Baugerüst fand begeisterten Anklang bei allen Workshopteilnehmern und wurde in den unterschiedlichsten Kombinationen, ganz in Parkour-Manier, ausgereizt. Die aus dem Filmstudio Babelsberg ausgeliehenen Stuntautos hielten sowohl Sportler als auch Beobachter in Atem. Es wurde von Dach zu Dach gesprungen, geschmeidig durch Autofenster gehangelt und das Ganze mit graziler Leichtigkeit und zentimetergenau.
 
Bis zur letzten Minute wurde der Workshop von jedem einzelnen Traceur ausgenutzt, um das persönliche Trainingsniveau zu steigern und so viel an Erfahrungen wie nur möglich über den Winter mitzunehmen. In der PlayStation Best Solution, in der ausgewählte Teilnehmer abwechselnd mit den Profis den Zuschauern zeigten, was sie gelernt hatten, wurden die vielen persönlichen Erfolge sichtbar.

Die „Question and Answer“-Runde wurde beim diesjährigen Finale von ausgewählten Coaches erst in Deutsch und danach in Englisch im angrenzenden Club „Cassiopeia“ durchgeführt. In diesem Trainer/Teilnehmer-Treffen wurden in gemütlicher Runde Fragen rund um Parkour gestellt und noch einmal mit alten und neu gewonnenen Freunden diskutiert und gefeiert.
 
Der letzte Parkour Workshop für 2008 war rundum ein voller Erfolg. Die Messlatte für das nächste Jahr ist also hoch gelegt!

veröffentlicht am 10.11.2008
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