Faire Arbeitsbedingungen:
Szene-Marken hinken hinterher

Die Clean Clothing Campaign hat in den letzten beiden Jahren dutzende Textilhersteller zum Thema gerechte Arbeitsbedingungen befragt. Nun konfrontierte das Magazin "Stern" diese Unternehmen mit dem Urteil: Ein ernüchterndes Ergebnis für Quiksilver und Co.

 25. November 2012, Bangladesch: Eine ganze Textilfabrik geht in Dhaka, der Hauptstadt des Landes, in Flammen auf. Mehr als 100 Mitarbeiter sterben bei dem Brand, über 200 werden verletzt, als sie in Panik aus dem Fenster springen. In der Fabrik wurde unter anderem für große europäische Hersteller wie C&A, aber auch für amerikanische Handelsketten wie Walmart Kleidung produziert.

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie: CCC mahnt

Durch den verheerenden Brand in der Textilfabrik in Bangladesch ist nicht nur in Deutschland die Diskussion zum Thema Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern neu entfacht worden. Die Organisation Clean Clothes Campaign (CCC) hat in den letzten Jahren bekannte Hersteller befragt, wie sie sich für gerechte Arbeitsbedingungen engagieren. Das Urteil lässt besonders szeneaffine Marken wie Billabong, Burton, Carhartt und Quiksilver in einem schlechten Licht erscheinen.

Streetwear-Marken in der Kritik

Bei der Auswertung dieser Untersuchung wurden die Unternehmen von der CCC in fünf Kategorien unterteilt:  Von "Fortgeschritten" für voll engagierte Hersteller, bis "Verweigerer", welche die Nachfrage vollständig ignorierten.

Während die Bergsportausrüster Vaude und Mammut als "Fortgeschritten", also sehr engagiert eingestuft wurden, sieht es für die restliche Streetwear-Industrie eher düster aus. Von den bekannten Surf- und Snowboardfirmen wurde lediglich Billabong als "Einsteiger" eingestuft und liegt somit in der Mitte.

Deutlich schlechter präsentieren sich DC Shoes und Quiksilver. Beide Hersteller wurden als "Nachlässig" eingestuft, was bedeutet, dass sie sich nicht für das Thema interessieren.

Das ist jedoch lediglich die Spitze des Eisbergs. Mit Burton, Nitro, Etnies, Carhartt und Rip Curl wurden gleich fünf der größten Funsport-Ausrüster in die Kategorie "Verweigerer" eingeordnet: Sie haben jegliche Aussage zu den Themen faires Lohnniveau und Unternehmens-Transparenz verweigert.

Kommentar: "Eine Kollegin ist da jetzt dran"

Das Magazin "Stern" hat die Firmen mit den Ergebnissen konfrontiert und ihnen Gelegenheit zum Kommentar geboten. Auch hier präsentierte sich das Ergebnis ernüchternt: Viele kommentierten ausschließlich durch einen Verweis auf den firmeninternen Verhaltenskodex (unter anderem auch Burton und Billabong). Die Antwort von O´Neill bestand in dem Kommentar, dass eine Kollegin "da jetzt dran" sei.

Ein Hersteller hat bereits gehandelt: Als Konsequenz aus seiner schlechten Bewertung durch die CCC kontrolliert nun die Firma Icebreaker regelmäßig ihre Lieferanten.

Für weitere Informationen zu diesem Thema klickt einfach auf die Homepage der Clean Clothing Campaign.

veröffentlicht am 11.12.2012

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