Interview mit Julius Brink und Jonas Reckermann - das deutsche Beachvolleyball-Nationalteam:

FUNSPORTING Redakteur Daniel Gerlach besuchte das deutsche Beachvolleyball-Nationalteam im Trainingscamp auf Fuerteventura: Die Welt- und Europameister Julius Brink und Jonas Reckermann sprechen im Interview mit FUNSPORTING über Motivation, Träume und Olympia 2012!

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  Foto: rutgerpauw.com/ Red Bull Content PoolDeutscher Meister im Beachvolleyball, Weltmeister und Europameister: Was Julius Brink und Jonas Reckermann erreicht haben, ist einfach unglaublich! Ihre Sternstunde zeigte sich insbesondere beim Sieg der Weltmeisterschaft im norwegischen Stavanger 2009, denn hierbei handelt es sich um den größtmöglichsten Erfolg, den ein Duo im Beachvolleyball erzielen kann. Nun geht der Kurs auf Olympia 2012: FUNSPORTING hatte die beiden Top-Athleten im Interview!

FUNSPORTING im Interview mit Julius Brink und Jonas Reckermann im Trainings-Camp auf Fuerteventura

Vielen Dank vorab, dass ihr euch die Zeit für das Interview genommen habt. Erstmal eine generelle Frage: Wann kam für euch der Moment der Entscheidung zum Profisport?

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  Foto: rutgerpauw.com/ Red Bull Content PoolJonas: Bei mir war es so, dass ich zuerst Hallenvolleyball gespielt habe, so wie fast jeder Beachvolleyballer. Irgendwann kam ich dann nach Wuppertal zur Erstliga-Mannschaft und da war dann zum ersten Mal Profi-Sport angesagt. Im gleichen Winter musste ich mich dann noch entscheiden, ob ich nun Beach- oder Hallenvolleyball (professionell) spielen würde. Dann hat mich Markus Dietmann angesprochen, gefragt ob ich mich ihm spielen will - er war schon jahrelang auf der Beachvolleyball-Tour als Profi unterwegs gewesen - und da habe ich mich für Beachvolleyball entschieden.

Julius: Ich habe ich meine ersten internationalen Turniere gespielt, also im Juniorenbereich in Deutschland im Beachvolleyball. Dann sind die Trainingsumfänge gestiegen, alles ist immer höher geworden. Und es hat sich immer weiter entwickelt, also auch von den Trainingszeiten und der Herangehensweise. Ab dem Jahr 2005 stand dann das Ziel Olympia so langsam fest, und der Profisport hat sich dann sehr stark mit Olympia entwickelt. Es wurde dann relativ schnell klar, dass man sehr viel Zeit investieren muss, und es schwierig wird, noch etwas nebenher zu machen.

Gibt es igendwas, was ihr an der Entscheidung bereut, oder negative Komponenten im Bereich Volleyball Leistungssport?

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  Foto: rutgerpauw.com/ Red Bull Content PoolJulius: Ne, ich würde nahezu jede Entscheidung, die ich in den letzten Jahren getroffen habe wieder so treffen. Es hat eben alles - trotz der positiven Entwicklung die es in den letzten Jahren genommen hat und auch trotz aller Vorzüge - Nachteile: Dass man beispielsweise private Dinge hinten anstellen muss. (lacht) Man kann schlechter in den Skiurlaub fahren, man hat keinen Sommerurlaub, und das sind halt so Sachen, nach denen man sich irgendwann sehnt.

Wie ist für euch die Erwartungen an die nächsten Jahre, speziell in Hinblick auf Olympia 2012? Rechnet ihr euch Siegchancen aus, und wen seht ihr als ärgsten Konkurrenten?

Julius: So direkt denkt man jetzt auch nicht immer an die olympischen Spiele. Natürlich ist es unser übergeordnetes Ziel, warum wir uns zusammengefunden haben und unser endgültiges Ziel, aber man geht nicht jeden Tag zum Training weil man an London denkt. Da sind andere Beweggründe und auch andere Ziele im Training wichtiger, man versucht sich zu verbessern.(...) Zu London: Ich glaube schon, dass wir eine sehr gute Form haben, haben auch unseren Turnierplan sehr stark darauf ausgerichtet. Jedoch wie es bei den Turnieren nun mal so ist, muss man in den seltensten Fällen jemals in den Top 10 jedes Team schlagen. Wir schauen jedoch weniger auf die anderen Teams - wen wir alles besiegen müssen - sondern mehr darauf, unsere beste Leistung zu erbringen.

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  Foto: rutgerpauw.com/ Red Bull Content PoolNach wie vor sind die beiden brasilianischen Teams und auch die beiden amerikanischen Teams unsere ärgsten Konkurrenten, die Spanier, Holländer...es ist bei uns sehr eng: Teams, die in der Weltrangliste vier oder fünf Plätze hinter uns platziert sind, sind immer noch Teams, gegen die wir verlieren können. Was auch definitiv schon vorgekommen ist im letzten Jahr.

Abschließend noch eine Frage zu dem Leben nach der Profikarriere: Wie habt ihr euch das so vorgestellt? Was kommt für euch danach?

Jonas: Mal gucken. Ich hab mich da nicht festgelegt und will mich da auch nicht festlegen. Ich mach jetzt im Winter mein Lehramts-Staatsexamen zu Ende. Mein zweites Staatsexamen werde ich aber wohl nicht machen, da ich nicht vor habe Lehrer zu werden. Ich könnte mir vorstellen im Sport irgendwie verwurzelt/beschäftigt zu bleiben. Nicht unbedingt wie einige es so machen; das Gleiche wie jetzt nur als Trainer. Aber den Bereich Sportmarketing, Sportmanagement und -Kommunikation könnte ich mir schon vorstellen, möchte mich aber auch nicht festlegen.

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  Julius: Ich sehe das ähnlich, zum einen freue ich mich dann mal auf die Dinge, die während der Profikarriere so auf der Strecke geblieben sind, wie Familie, Sommerurlaube, Winterurlaube - viele Sachen, die in der Zeit nicht mögliche gewesen sind. Ich studiere ja Sportökonomie und es interessiert mich schon sehr, sodass ich mir vorstellen kann in der Richtung später nochmal zu bleiben. Trainer zu sein interessiert mich insofern, dass ich in den Jahren Profisportkarriere sehr viel erlebt habe und der Sport an sich mir viel mitgegeben hat, ich viele Personen kennengelernt habe, die mir persönlich sehr viel beigebracht haben.

Von daher spüre ich da so eine Bringschuld, ein bisschen was zurück zu geben von der Erfahrung. Gar nicht so direkt im täglichen Training, sonder eher als Berater, wenn Bedarf ist. Das ist dann aber nicht profitorientiert, sondern einfach nur weil ich glaube, dass Leistungssport gerade auch bei Jugendlichen einen sehr positiven Einfluss haben kann, zumindest hatte er das bei mir. Ob man dann nochmal wirklich vier Jahre miteinander spielt steht noch in den Sternen und auch noch nicht zur Diskussion. Ich bin ja nun nochmal deutlich jünger und man wird dann nochmal hinterfragen müssen, ob man das denn nochmal will auch mit Familienplanung in dem Zeitraum. Da kommen viele Dinge dann zusammen. Das hängt ja auch davon ab, wie man sich körperlich fühlt und welche Ziele man hat.

Deutsches Beachvolleyball Nationalteam auf Fuerteventura.  FUNSPORTING dankt Julius Brink & Jonas Reckermann für das Interview und wünscht ihnen viel Glück für Olympia 2012!

Hier findet ihr das vollständige Interview mit Julius Brink und Jonas Reckermann.

Checkt die fette Fotogalerie des deutschen Beachvolleyball Nationalteams auf Fuerteventura!

Weitere Informationen sind auf der Homepage von Julius Brink und Jonas Reckermann zu finden.

 

veröffentlicht am 27.04.2012
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