Super Leistung des Deutschen Surf Nationalteams in Portugal:

Der deutsche Nationalkader um Nico von Rupp, Thomas Schmidt und Sonja Hönscheid holte in Portugal den 17. Platz und damit die bisher beste Teamplatzierung der deutschen Surfer bei den ISA World Surfing Games.

Sonja Hönscheid in Portugal.  Foto: Hannibal“Wenige gehen heute mit einer Medaille nach Hause. Die meisten gehen mit einem glücklichen Herz nach Hause. So sind wir alle Gewinner!”, das waren die Worte von ISA Präsident Fernando Aguirre bei der Eröffnung der World Surfing Games, und mit diesem Leitspruch im Ohr feiern Surfer, Coaches und Teamassistenten die letzten drei deutschen Krieger Sonja Hönscheid, Nico von Rupp und Ruhrpottlongboarder Thomas Schmidt.

Thomas Schmidt steht heute Morgen wie auf Kohlen am Conteststrand. Mehrere Male wird sein Heat verschoben und Thomas wird immer hibbeliger: „Ich hatte eine richtig geile Einsurfsession gerade und bin nur raus gegangen, damit ich nicht noch vor dem Heat mein Brett zerhacke.“ Um 12 Uhr wird Tomy erlöst und legt einen raketenmäßigen Start im Heat gegen den Spanier Ricardo Fernandez und den Kanadier Glan MacDuff hin.

Der Rote Baron, so wird Tomy heute dank gleichfarbigem Wetsuite und Lycra genannt, legt los, als ob es kein Morgen gäbe. Direkt zu Anfang erwischt er hintereinander drei Wellen und der Baron spielt aus, was er gelernt hat. Mit jeder Menge Crossteps und Hang Fives tänzelt er sich auf seinem Brett über die Schulter, surft in einer Welle gleich zwei Barrels und schließt seine Fahrten mit souveränen Floatern ab.

Das Team an der Wasserkante dotiert jede Fahrt mit frenetischem Jubel und outet sich mit aufgeklebten T-O-M-Y Buchstaben auf dem Rücken als größter Fanclub am Strand. Dass der Spanier Ricardo Fernandez kurz vor Schluss noch an Tomy vorbeizieht und ihn auf den zweiten Platz setzt, tut der Stimmung keinen Abbruch. Auf den Schultern von Teamcoach Uli Scherb und Jan Groenendijk, dem Präsidenten des deutschen Wellenreitverbandes, wird Tomy zu Lande getragen und von Medienvertretern wie Teamkollegen umringt.

20 Minuten später geht Tomy schon für die nächste Runde ins Wasser. Sehr selbstsicher startet er gleich zu Beginn zwei Wellen an. Die sind aber mittlerweile sehr klein geworden und vom Wind zerweht. Tomy gelingen einige Hang Fives und Floater, aber der Mexikaner Pablo Bonila stiehlt unserem Helden mit einer brillanten Welleneinschätzung die Show.

Für die übrigen Starter bleibt die Auswahl ein Pokerspiel, denn der starke Onshore macht fast unmöglich vorherzusagen, welche Welle offen bleibt und welche zumacht. Aber Pablo packt sich die richtigen Dinger und fährt pro Welle zwei bis drei steile Manöver. Auch der Italiener Marco Pistidda legt eine begnadete Show hin und setzt sich auf den zweiten Platz. Für Tomy und die Teamkollegen an der Wasserkante ist klar: Das Tor zu den vorderen zwei Plätzen wird verschlossen bleiben, aber Tomy gibt noch mal alles und verfehlt mit einer 6er Wertung nur knapp Rang 3.

Thomas Schmidt.  Foto: Hannibal Sonja Hönscheid wird ebenfalls von Portugal, Italien und Spanien rausgekickt. Sie hat Probleme, gute Wellen zu erwischen und kann in der Radikalität der Manöver, die die Portugiesin Agostina Pellizari vorlegt, nicht mithalten. Sie beißt trotzdem die Zähne zusammen und fährt solide Cutbacks und Reverses, muss sich dann aber mit Platz vier begnügen. „Es wäre natürlich schön gewesen, noch ein paar Runden weiterzukommen und dem deutschen Team noch mehr Punkte zu verschaffen. Aber soweit bin ich echt zufrieden mit meiner Leistung“, so Sonja.

Auch für Nico von Rupp wird die Luft in der Repercharge 4 zu dünn. Frankreich, Mexiko und Portugal sind seine Gegner und die Profiwellenreiter aus den großen Surfnationen packen aus. Besonders Diego Cadena aus Mexiko schindet gehörig Eindruck und springt nach einem Floater einen Big Air. Nico surft gut und fährt seine radikalen Backsidesnaps. Aber ihm fehlt die entscheidende große Welle für eine 8er Wertung. „Ich hab echt alles gegeben, aber die kleinen Wellen bei Low Tide haben mir zu schaffen gemacht und die anderen Jungs waren eben auch verdammt gut. Das ist halt Contestsurfen, manchmal kann man`s nicht beeinflussen.“

Nico nimmt sein Aus relativ gelassen und wird in den nächsten Monaten den Fokus auf seine Abiturvorbereitung legen. Der Rest des Teams entspannt im Camp. Die einen spielen Tennis, die andern gönnen sich noch eine Freesurfeinheit. Am Abend füttert Teamkoch Basti Copien die hungrige Meute mit Spaghetti Carbonara und Zimt Parfait mit einer feurigen Blaubeersoße. Die Stärkung brauchen auch alle, denn die Nacht wird lang. Nach einer Woche Dauerconteststress feiern Surfer, Coaches und Co. in Costa de Caparica so richtig ab und das nicht ohne Grund.

 

veröffentlicht am 20.10.2008

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