Keine Einreise nach USA für Windsurfer aus Venezuela:

Stell Dir vor, es ist WM und die Favoriten dürfen nicht einreisen. Im Windsurfen könnte dieser Fall leicht eintreten. Würden die Weltmeistertitel z.B. auf Maui vergeben, also auf amerikanischem Territorium. Und hätten die Favoriten einen venezolanischen Pass.

Jose Estredo aus Venezuela.  Foto: Archiv PWA, John Carter In zwei Wochen ist Saisonfinale mit Vergabe der Weltmeisterschaft im internationalen Windsurf-Profizirkus, der Colgate Super Grand Slam auf Sylt. Die gesamte Elite des Sports kommt nach Deutschland. Ein Glück, dass die Entscheidung nicht in Amerika fällt. Denn dann würden die venezolanischen Windsurfer kein Einreisevisum bekommen. Die Rangliste würde gehörig durcheinander gewirbelt.

Wäre das der Fall, könnte zum Beispiel der 19-Jährige Top-Favorit Jose „Gollito“ Estredo nicht teilnehmen. Er wurde 2006 der jüngste Weltmeister der PWA Windsurf-Geschichte, er ist amtierender Freestyle Vizeweltmeister und führt die Tour 2008 an. In zwei Wochen wird er beim Saisonfinale beim Super Grand Slam auf Sylt versuchen, die Freestyle Krone 2008 zu holen.

Durch die Tatsache, dass einige Top-Windsurfer wie die US-Amerikaner Kevin Pritchard, Micah Buzianis oder Josh Stone El Yaque als Trainingsrevier auserkoren hatten, stieg das Niveau auf dem Wasser enorm und Windsurfen wurde auch für die Dorfjugend immer attraktiver. Gerade die neu aufkommende Disziplin Freestyle hatte es den Jugendlichen, egal ob Fischersohn oder Wohlstandskind, angetan.

Als erster wagte im Jahr 2002 Diony Guadagnino schließlich den Sprung auf die internationale Bühne. Guadagnino reiste an den italienischen Gardasee zum prestigeträchtigen Freestyle Event „King of the Lake“ und gewann diesen nicht nur, sondern setzte zudem neue Maßstäbe. Schnell avancierte Guadagnino zum Vorbild und bevor man sich versah, tauchten Guadagnino´s Schwester Colette, welche im Anschluss Freestyle-Weltmeisterin bei den Damen wurde, Ricardo Campello, Douglas „Cheo“ Diaz, Alexis Zabala und auch Jose „Gollito“ Estredo auf den Events der Worldtour der Profisurfer (PWA) auf.

Dreimal in Folge gewann Ricardo Campello den Titel (2003, 2004, 2005), gefolgt vom jüngsten PWA Weltmeister der Windsurfgeschichte, Jose „Gollito“ Estredo (2006). Im Jahr 2005 stiegen mit Ricardo Campello, Douglas „Cheo“ Diaz und Jose „Gollito“ Estredo sogar ausschließlich Windsurfer aus El Yaque auf das Podium der PWA Jahresrangliste.

Gollito als amtierender Weltmeister (2006) und Cheo als Top 10 Platzierten war es bisher unmöglich, an Events im Windsurf-Mekka Hawaii teilzunehmen. Auch die Teilnahme an wichtigen Foto-Shootings für ihre internationalen Sponsoren auf Maui oder das Wellentraining auf der pazifischen Inselgruppe ist für die beiden ein unerreichbares Ziel. Während sich Ricardo Campello und die Guadagninos in der glücklichen Lage befinden, im Besitz einer doppelten Staatsbürgerschaft zu sein, werden die neuen Nachwuchstalente vor stetig wachsende Probleme gestellt.

So gibt es Bestrebungen der Regierung ihrerseits die Reisefreiheit ihrer Landsleute einzuschränken. Betroffen sind einige junge Nachwuchstalente, welche bereits hoffen und bangen jemals an der Worldtour teilnehmen zu können. Auf ihre Pässe warten sie bisher vergebens.

Die Enttäuschung über die Reisebeschränkungen kommen bei Jose „Gollito“ Estredo bei der Betrachtung der neuesten Windsurf-Videos zum Vorschein. Da sieht er dann, wie das komplette Team seines Sponsors vor der Kamera brilliert, und er als einer der Stars des Teams wieder einmal nicht dabei sein konnte. An weitere Beschränkungen glaube er aber nicht.

Was das genau für Venezuela und seine Windsurf-Profis bedeutet, steht noch in den Sternen. Die Top-Windsurfer und die Nachwuchstalente aus dem Fischerdörfchen El Yaque, werden weiterhin hart für ihre Erfolge trainieren, mit immer neuen, extremen Manövern auftrumpfen, und vielleicht auch eines Tages in Windsurf-Mekka Hawaii der Welt zeigen können, was sie auf der Isla Margarita trainiert haben.

veröffentlicht am 16.09.2008

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