Reisebericht von Serge Linnekuhl:
Ich sag nur Full Maniac!

Serge Linnekuhl berichtet exklusiv für FUNSPORTING von seinem Surftrip ins sonnige Alacati. Aus dem Surf-Paradies in der Türkei hat er jede Menge Eindrücke mitgebracht, von denen er jetzt noch schwärmt.

Serge Linnekuhl G-97 - Switch Stance Chachoo.  Foto: privatEine große Halle türmt sich über mir auf, der Boden wird im 15-Minuten-Takt von einer Servicekraft auf Hochglanz poliert und der sehr fotogene Flughafen-Neubau spiegelt sich im Glanz des polierten Bodens. Mit dem Rückblick auf die vergangenen 28 Tage bin ich froh, den Moment der Ruhe zu finden und die Eindrücke der letzten Wochen verarbeiten zu können…

Es fing alles mit gemischten Gefühlen für mich an – mein erster Trip, bei dem das Ziel nicht Teneriffa ist, sondern Alacati in der Türkei.

Alacati empfing mich mit Hitze und nur ganz leichtem Wind. Die letzten Freestyle Cracks die zum EFPT – King of the Bay angereist waren, packten ihr Equipment und verabschiedeten sich von dem Team meiner neuen Arbeitsstelle der ASPC (Alacati Surf Paradise Club) Station, in der ich mein VDWS-Windsurfing-Instructor-Praktikum machte.

Die ersten Wochen waren vollgepackt mit Surfkursen, VIP-Betreuung und Stationsservice, wie z.B. Kundenberatung, beziehungsweise die Kunst des richtigen Segeltrimms den Kunden näher zu bringen. Ein sehr netter Job in der Sonne!

Doch was kann es Härteres für einen Surfer geben, als jeden Tag den Wind um die Ohren zu haben und die anderen Surfen zu sehen und man selbst muss arbeiten… Ich sag’s euch: Es war verdammt hart!

Nach den ersten zwei Wochen kam dann die Erlösung. Ich bekam mehr Surfkurse und kam in meinen Pausen zumindest am Tag für ein bis anderthalb Stunden aufs Wasser und konnte mich in den perfekten Freestyle-Bedingungen voll auspowern! Yeahhhhh…

Abends nach Feierabend ging es dann mit dem ASPC Team aufs Wasser und die Stimmung war voll relaxt – was man allgemein von der Stimmung der einheimischen Türken sagen kann – selten wurde ich so herzlich empfangen. Dass man per Autostopp fast überall hinkommt (umsonst und ohne große Wartezeit), hat mich schon sehr gewundert. Leider zählt Englisch nicht immer zu den Stärken der Türken und man muss sich mit Händen und Füßen verständigen – Ich sag nur ‚Full Maniac!’ (Mein erstes türkisches Wort mit der Bedeutung ‚Voll verrückt’!)

Serge Linnekuhl G-97 - Spock. Foto: privatAn meinen Off Days genoss ich die Zeit auf dem Wasser oder setzte mich mit meinem Arbeitskollegen und Freund Gorden in den Bus in Richtung Izmir, der nächsten Hauptstadt ca. eine Stunde Fahrt von Alacati entfernt, um auch ein wenig von der Kultur und dem Leben in der Türkei mitzubekommen.

Ich wurde nicht enttäuscht. Gorden konnte mich als Halbtürke mit Familie in Izmir sehr gut über die Geschichte und das Leben in der Stadt und in der Türkei mit seinem harten englischem Akzent lehren.

Zur selben Zeit wie ich waren auch einige Jungs vom Surftoday.de Forum für zwei bis drei Wochen in Alacati um ihre Anzahl der Manöver zu vervielfachen oder zu verfeinern. Man muss echt sagen, dass die Jungs in den Tagen gute Fortschritte gemacht haben und es war immer sehr geil, wenn es hieß: ‚Sergio es geht ab! Fotosession an der Orsa Station! – Bist du dabei?!’ So kamen auch die geilen Surfbilder zustande! Danke Jungs und danke Sebastian von ASPC für die Kamera.

Um ein kleines Fazit zu ziehen: Alacati ist wirklich ein Surf-Paradies. Wir hatten in den 28 Tagen mindestens 22 Tage Gleitwind von immer vier bis sechst Beaufort und eine Woche Wind um die zwei bis drei Bft. Also das perfekte Revier für Anfänger, Aufsteiger, Freerider, Freestyler und Race-Piloten.
Leider wird dem einen oder anderen ein richtiges Nachtleben in Alacati fehlen. Der Ort wirkt auf den ersten Blick sehr verschlafen, doch erst wenn man die Fußgängerzone entdeckt, entfaltet sich das Leben in Alacati mit vielen Bars, Restaurants und türkischen Cafes - allerdings sind die Preise sehr gehoben, da Alacati für die Türken wie für uns Sylt ist.

Serge Linnekuhl G-97 - Ladydown 360.  Foto: privatWer nichtsdestotrotz gern von allem abschalten möchte und nur ans Surfen denkt, ist in Alacati und in der ASPC Station an der richtigen Stelle.

Zudem kann man von Cesme mit einer Fähre in ca. 45 Minuten auf die griechische Insel Chios übersetzen und dort auch sehr entspannte, nette Leute und eine schöne Ortschaft finden. Ich hatte dort einen super Abend mit einem Teil des ASPC Teams. Vor allem die Partys sind super!

Bis zum nächsten Trip! Hang Loose!

Serge Linnekuhl G-97

veröffentlicht am 13.08.2008
Bildergalerie

Aufgrund einer Rückenverletzung musste Führender Vincent Langer das Racing aufgeben.  Foto: Veranstalter
Surf

Pech für Vincent Langer beim DWC am Dümmer See

Großes Pech musste Vincent Langer beim Deutschen Windsurf Cup am Dümmer See über sich ergehen lassen. Nach seiner Führung im Racing musste er verletzungsbedingt aufgeben und sichtlich enttäuscht sein sensationelles Rennen beenden.

Surf

Windsurf Videos

Auf dieser Seite präsentieren wir Euch Videoclips von vergangenen Windsurf-Veranstaltungen, Previews und Trailer und jede Menge andere Videos mehr - das alles natürlich kostenlos.

Schon gesehen? :
Aus unserem Shop: und vieles mehr...

Funsport auf Pinterest

Die krassesten MTB Crashes

Surf Specials

Surf News
Aktuelle Berichte und News vom Wellenreiten

Surf Videos
Surf Videos und Clips

Surf RSS Feed
Immer auf dem Laufenden!

Newsletter
Bestellen/Abbestellen...

Surfurlaub - Surfcamps
Buche jetzt Deine nächste Surfreise!

Content End
 
 
 
Newsletter Eintragen - Werben - Impressum - Kontakt - Partner - Sitemap - Datenschutz