Sweet´n Salty:
Rückblick auf den Nord-Trip

Raue Bedingungen gab es zum Start des Surf Roadtrips Sweet'n Salty Anfang dieser Woche. Acht Windstärken und drei Meter hohe Wellen an der Nordsee waren fast mehr als Team Sweet und auch Team Salty erhofft hatten.

Flori Kummer auf Sylt.  Foto: Andy Foxx/ www.pureframes.com/ Red Bull PhotofilesSamstag, 8. November

Die Meteorologen hatten perfekten Wind und Wellen für Sylt, den ersten Stopp des Surf Roadtrips, vorausgesagt. Damit war der Startschuss gefallen. Die sechs Surfer aus dem Süden, unter anderem der Münchner Flori Kummer bepackten ihre Wohnmobile mit dem Nötigsten und die Reise gen Norden konnte beginnen. Um Mitternacht traf man sich mit dem Team Salty an der Fähre, die sie am nächsten Morgen nach Sylt bringen sollte.

Sonntag, 9. November

10 Grad, Regen und Sturm auf der Insel mögen jedem unbehaglich erscheinen. Es waren aber gleichzeitig die besten Surf-Bedingungen mit Wind aus Südwest. Die Müdigkeit der zwölf Mann starken Crew – inklusive der zwei Frauen Janni Höhnscheid aus Sylt und Sarah Czepluch aus München – war dabei sofort vergessen. Nach einer kurzen Einweisung durch das Team Salty, die sich als Locals mit den Gefahren der bei Hochwasser versteckten Buhnen auskennen, schmissen sich beide Crews in kopfhohe Wellen an der Beachbox in Westerland. Die starken Strömungen waren für das Team aus dem Süden ungewohnt und schwer zu bezwingen. Bis zum Sonnenuntergang war aber dennoch von beiden Teams hochkarätige Surfaction im Shorebreak zu sehen.

Simon Strangenfeld und Fin Erik Christensen.  Andy Foxx/ www.pureframes.com/ Red Bull PhotofilesMontag, 10. November

Der Montagmorgen wartete mit noch unwirklicheren Bedingungen auf. Am Brandenburger Strand auf Sylt stürmten knappe acht Windstärken und Orkanböen. Die Wellen bäumten sich bis zu drei Metern auf. Nur einige der sechs Surfer aus dem Süden trauten sich noch in die Wellen. Touristen, die sich trotz Sturm zu einem Strandspaziergang aufgemacht hatten, trauten ihren Augen nicht, als sie die Surfer in den Wellen sahen. Sie bewunderten Sportler in dicken Neoprenanzügen, die aufgrund der starken Strömung in unglaublicher Geschwindigkeit an ihnen vorbei rauschten.

Dienstag, 11. November

Nach vier Stunden Fahrt am Montagabend war die Wohnmobil Karavane in Aggar (Dänemark) angekommen. Man war den Wettervorhersagen gefolgt, die zwei Meter hohe Offshore-Wellen vorausgesagten und dies bei einem freundlichen Sonnen- und Regenmix. Trotz eiskaltem Wasser konnten beide Teams nicht genug bekommen. In einer vierstündigen Session zeigten alle, was sie drauf haben: Von „Backside 180 Airs“ bis „Barrels“ wurden verschiedenste Tricks geboten.

Ab in Richtung München.  Foto: Andy Foxx/ www.pureframes.com/ Red Bull PhotofilesNachmittags auf der Rückfahrt nach Hamburg war man sich bereits einig, dass sich das Team Sweet in dem Northshore Break gut geschlagen hatte und das Team Salty jetzt erst zu beweisen hat, ob es auch auf der stehenden Welle am Eisbach in München eine ähnlich gute Figur macht. Nach einem kurzen Zwischenstopp des Roadtrips für einen Kiezbesuch am Abend und einem Reisetag quer durch die Republik, erwartet man nun beide Teams am Donnerstag und Freitag auf der Welle am Eisbach: Northshore Break gegen Riversurfen. Am Ende der Reise werden die Teams für sich beurteilen können, welches die anspruchsvollere Session war.

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veröffentlicht am 13.11.2008

Sweet ´n Salty.  Foto: Veranstalter
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