Steffi Wahl triumphiert beim Surf Worldcup auf Sylt:

Das Los meinte es nicht gut mit der Deutschen Steffi Wahl. Sie musste im Waveriding gegen die wohl beste Windsurferin der Welt Daida Moreno antreten. Doch dann passierte das Unerwartete.

Durch tosende Wellenberge hörte Steffi Wahl immer wieder diese Flüche. Flüche gegen den Wettergott. Ein gutes Zeichen, denn die Verunglimpfungen stammten von ihrer Gegnerin. Wahl erzielte beim Colgate World Cup Sylt den größten Erfolg ihrer Karriere. Dabei meinte es das Los eigentlich nicht gut mit ihr: Im Halbfinale der Waveriding-Konkurrenz traf sie auf die wohl beste Windsurferin der Welt: Daida Moreno aus Spanien – die in der Nordseebrandung über die Wellenbedingungen schimpfte.

Wahl besiegte die Weltranglistenerste und fuhr im anschließenden Finale auf Platz drei – das beste Resultat einer deutschen Windsurferin seit acht Jahren. „Ein geniales Ergebnis, vor allem, dass ich gegen Daida gewonnen habe, ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Wahl. Dabei überwog Hochachtung die Schadenfreude, denn Daida Moreno ist eine Ausnahmekönnerin.

Steffi Wahl triumphiert beim Surf World Cup auf Sylt Foto: VeranstalterWahl spielt eigentlich in einer anderen Liga als die Profis, betreibt Windsurfen aus Leidenschaft und verdient ihr Geld als selbstständige Mediendesignerin in Kiel. Im Gegensatz zu den Führenden der Weltrangliste reist sie nicht um den Globus, um an jedem World Cup teilzunehmen. Doch Sylt sei speziell, findet die gebürtige Württembergerin aus Bad Laupheim: „Die Zuschauer sind unglaublich sympathisch und bei jedem Wetter am Strand.“ Ein besonderer Ansporn für die Windsurfer, die selten vor ähnlicher Kulisse fahren.

Und es war Steffi-Wahl-Wetter. Vor dem Wettkampf wünschte sie sich Südwestwind – er kam. Die beste deutsche Windsurferin packte die Chance beim Schopf, suchte sich mit der nötigen Gelassenheit die besten Wellen aus. Dabei ist ihr das Windsurfen bei starkem Wellengang nicht in die Wiege gelegt. Ihre ersten Versuche unternahm die zwölfjährige Steffi auf kleinen Allgäu-Seen. Bei den Deutschen Meisterschaften belegte sie dieses Jahr Rang 22. Vor ihr platziert: 21 Herren – 51 ließ sie hinter sich. Deutsche Windsurferinnen sind im Hochleistungsbereich eine Seltenheit, also ging Wahl mit Männern ins Wasser. Der bedingungslose Hunger auf Titel und Siege ist nicht Antrieb der 29-Jährigen, es sind der Sport und dessen faszinierende Kraft, „Natur, Freiheit und Entspannung zu vereinen“, erzählt Wahl.

Nach ihrem Erfolg und den Interviews beschäftigte sie, was ihr Hund Inja währenddessen im Auto veranstaltet hat. Unberechenbar und verspielt – genauso wie der Wind vor Sylt. Der schlug sich auf ihre Seite. Darüber freut sie sich, weiß aber auch: „Wenn der Wind von der anderen Seite kommt: Adios.“ Dann spräche alles für die Profis aus Spanien – doch das liegt in der Zukunft. Steffi Wahl will erstmal nur eines: genießen.

veröffentlicht am 26.09.2007

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