Franzosen führen beim PWA Slalom World Cup:

Als es an der Costa Brava endlich genug Wind gab, fuhr der britische Titelfavoriten Ross Williams wieder nur auf Platz 2 - überholt vom Franzosen Antoine Albeau der sich freut, den zweiten Sieg in Folge zu erringen.

PWA World Tour Costa Brava.  Foto: John Carter Der letzte Tag des PWA Costa Brava World Cups 2009 im Slalom krönte eine Woche mit viel Warten auf ausreichend starke Windbedingungen. Eine solide Wettervorhersage weckte große Hoffnung auf eine letzte große Ladung Windsurf-Action, um den Event mit einer gehörigen Portion Drama zu beenden. Im Grunde waren auch alle Zutaten vorhanden, um ein Grand Finale fahren zu können. Doch als der Wind endlich kam, brachte er auch einige dicken Wolken mit sich, die die Brise sofort wieder abflauen ließen.

Der britsiche Windsurfer Ross Williams bangte dem Tag entgegen, denn er befand sich in der unbequemen Lage, alles verlieren, aber nichts gewinnen zu können. Der letzte Wettkampf konnte nur eins für den englischen Überflieger bedeuten: Er hatte seinen Halbfinallauf am vorigen Tag bereits verloren, das heißt ein weiterer Lauf würde ihn vom zweiten auf den achten Platz zurückwerfen. Glücklicherweise für Ross war Renndirektor Juan Antonio Aragon dann schließlich gezwungen, windbedingt den Feierabend einzuläuten.

Ross Williams: „Das waren zwölf sehr stressige Stunden, aber jetzt wo alles vorbei ist, fühlt es sich wirklich unglaublich gut an. Am Morgen dachte ich noch, wir würden Rennen fahren und damit hatte ich mich geistig schon auseinandergesetzt. Aber im Laufe des Tages, als die Chancen wuchsen, dass nichts mehr passieren würde, wurde es wirklich hart. Die letzte Stunde des Wartens war eine echte Tortur!“

PWA World Tour Costa Brava.  Foto: John Carter Antoine Albeau wirkte cool, ruhig und in sich gekehrt als er auf den letzten Startaufruf wartete. Durch diesen Eventsieg - als zweiten in Folge - bringt er sich früh ins Spiel als Anwärter auf den Gesamttitel der Windsurf-Saison. Wie immer gibt er sich gewohnt philosophisch: „Es war für alle schwer. Bei dieser Art des Rennens kann man leicht Fehler machen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich die erste Runde gewonnen habe".

Der australische Racing-Spezialist Steve Allen vervollständigte die Aufstellung der Podiumsplätze der Männer mit einer beeindruckenden Leistung und setzte so sein klares Statement gegenüber der Windsurfindustrie-Bosse, denn Steve Allen startet bewusst ohne Brettsponsor. Allen war begeistert über sein Ergebnis, aber auch ein wenig enttäuscht, dass das zweite Rennen nicht beendet werden konnte.

Steve Allen: „Ich fühle mich fantastisch, aber auch ein klein wenig enttäuscht, dass sie das zweite Rennen nicht zu Ende gefahren haben. Ich hätte sogar ohne aufs Wasser gehen zu müssen, auf den zweiten Platz kommen können, wenn sie das zweite Halbfinale bis zum Ende hätten austragen können. Mit meiner Geschwindigkeit in diesem Leichtwind bin ich wirklich zufrieden. Nun werden wir sehen, wie es bei stärkeren Bedingungen auf den Kanaren läuft.“

PWA World Tour Costa Brava.  Foto: John Carter Valerie Ghibaudo verschaffte sich großen Respekt im Feld der Windsurferinnen, indem sie bemerkenswert in die Saison startete. Wie auch bei Antoine Albeau bringt sie ihre Folgesiege in eine starke Ausgangsposition für das Rennen um den Gesamtsieg in diesem Jahr. Als sie gefragt wurde, wie sie sich fühlt, war ihre Antwort typisch für die junge französische Speed-Königin: „‘appy, ‘appy, ‘appy. Das ist mein zweiter Titel, der mich in eine gute Position bringt für die weitere Tour. Im letzten Jahr bin ich sehr schlecht gesurft hier an der Costa Brava, daher ist es jetzt besonders schön, nochmal wieder zu kommen und zu gewinnen.“

Die Weltmeisterin Karin Jaggi musste einen massiven Rückschlag für ihre Titelansprüche hinnehmen. Mit zwei ersten Plätzen für Valerie muss Karin nun alle Tourstops für sich entscheiden, um am Ende die Nase vorn zu haben. „Ich bin etwas enttäuscht. Wir sind nur ein Rennen gefahren und ich habe beim Start des Finallaufs nur einen kleinen Fehler gemacht. Mein Material fühlte sich sehr schnell an, aber bei nur einem Lauf gab es keine Chance für mich, nochmal ins Rennen zurückzufinden. Jetzt wird es wirklich schwer für mich für den Gesamtsieg. Valerie müsste schon ziemlich pfuschen, aber Zweite ist auch nicht so schlecht.“

Die Polin Marta Hlavaty stand sehr stolz bei der Siegerehrung, sie feierte ihren ersten PWA Podiumsplatz. Marta Hlavaty: „Natürlich bin ich ein wenig überrascht, aber in diesem Jahr kam ich auch sehr viel besser vorbereitet zu diesem Event. Mein Equipment und auch mein Training waren besser, daher fühlte ich mich sehr gut auf dem Wasser.“

Ergebnis Männer
1. Antoine Albeau (FRA)
2. Ross Williams (GB)
3 Steve Allen (AUS)

 Ergebnis Damen
1 Valerie Ghibaudo (FRA)
2 Karin Jaggi (SUI)
3 Marta Hlavaty (POL)

veröffentlicht am 18.06.2009

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