Oliver-Tom Schliemann:
Weitgereister Windsurf-Nachwuchs

Am Anfang ließ ihn sein Vater noch nicht von der Leine. Ein Seil verband Oliver-Tom mit dem Ufer und sorgte dafür, dass die Strömung ihn nicht aufs Meer hinaus zog. Vier Jahre alt war Oliver-Tom Schliemann, als er das erste Mal auf dem Surfbrett stand.

Oliver Tom Schliemann Foto: 9pm mediaMit einem Segel, das sein Vater so klein schnitt, dass sein Sohn es halten konnte. Heute ist Schliemann jr. 16 Jahre alt und misst sich mit Legenden des Surfsports wie Björn Dunkerbeck, der schon Weltmeisterschaften feierte, als Oliver-Tom noch gar nicht geboren war. Bei den Junioren zählt Schliemann mittlerweile zu den Besten: Er errang sechs Weltmeistertitel und will sich nun für Olympia in Peking qualifizieren.

Der Surf World Cup auf Sylt steht in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal in seinem Terminkalender. Daher ist Westerland für ihn eine Art sportlicher Heimat, denn lange lebte er nie am selben Ort. Sein Vater betrieb Surfschulen in der Türkei, in Griechenland, Schweden, Spanien und auf den Malediven. Oliver-Tom war überall dabei, aber Sylt blieb eine Konstante. Früh hat er die Welt gesehen und vor allem ihre Strände, bis es die Familie ins brandenburgische Brück verschlug. 3800 Einwohner statt weiter Welt: „OTS“, wie er auch genannt wird, ging morgens in ein Gymnasium, nicht in die Surfschule und war bei der freiwilligen Feuerwehr, anstatt vor Peru mit Delfinen zu surfen.

Die vielen Fahrten zu den Regatten sind zwar aufregend, haben aber auch ihre Nachteile: „Für eine Freundin fehlt mir die Zeit“, muss der Schüler zugeben, der vier Sprachen spricht und später gerne im Auswärtigen Dienst arbeiten würde. Bereits sein prominenter Ururgroßvater schweifte in die Ferne: Heinrich Schliemann, der Troja-Entdecker. Ausbildung und Sport stehen für ihn auf einer Stufe, aber die Momente auf dem Wasser sind doch die schöneren: „Da spürst du diese Freiheit, die Unabhängigkeit und die endlosen Weiten.“

Sein großer Traum bleibt, einmal auf Sylt zu gewinnen. „Nur wer das schafft, ist ein richtig Großer“, sagt der 1,75-Meter-Athlet. Chancenlos ist er nicht mehr ganz. Als er das erste Mal auf Sylt war, musste ihm noch ein Kollege das Brett ins Wasser tragen. Langsam wird Oliver-Tom kräftiger und kann auch bei starkem Wind besser mit den Erwachsenen mithalten. Eine Leine benötigt er schon lange nicht mehr.

veröffentlicht am 05.09.2007

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