10 Fragen an Freestyle Windsurfer Adrian Beholz:

Beim 25. Windsurf Worldcup auf Fuerteventura hat der 20-jährige Newcomer Adrian Beholz eine gute Leistung gezeigt. Der Konstanzer erzählte uns im Interview von den, für ihn neuen, Herausforderungen im Profisport.

Adrian Beholz Beach.  Foto: Kerstin ReigerWas wärst Du heute, wenn nicht Windsurfer?

Adrian: Das kann ich so jetzt gar nicht sagen. Ich bin erst 20 und habe mich nun erst einmal entschieden, mich voll aufs Freestylen zu konzentrieren. Würde ich jetzt zur Uni gehen, hätte ich wahrscheinlich Soziologie oder einen anderen geisteswissenschaftlichen Studiengang gewählt.

Was ist das Beste am Beruf Windsurfer?

Adrian: Ich bin ja noch neu bei den Professionals und so ist es ist wie ein großes, allumfassendes Projekt für mich. Durch das Windsurfen bieten sich mir zahlreiche Möglichkeiten auf den unterschiedlichsten Ebenen. Natürlich ist es das Größte, auf der Welt rum zu kommen, so viele schöne Spots zu sehen und andere Länder und Kulturen kennen zu lernen. Aber auch dadurch, dass ich mich nun sehr organisieren und mich selbst managen muss, hab ich die Chance viel zu lernen.

Hast Du Vorbilder?

Adrian: Von Steven van Broeckhoven und André Paskowsky hab ich mich am meisten inspirieren lassen.

Adrian Beholz Action.  Foto: Kerstin ReigerWelche Ziele hast du für die Zukunft, bald oder irgendwann einmal?

Adrian: Ich habe mir nicht das eine konkrete Ziel gesetzt. Aber vor allem möchte ich jetzt so viele Contests wie möglich mitfahren, um dann eben generell besser gesetzt zu sein. Hier auf Fuerteventura musste ich direkt zum Einstieg gegen José „Gollito“ Estredo fahren... da geht man dann einfach raus und der einzige Gedanke ist: „Ich habe ja eh nichts zu verlieren“... ;)

Wo siehst Du den Windsurfsport in 10 Jahren? Und wo siehst Du dich persönlich?

Adrian: Ich denke, es wäre wichtig, dass sich der Freestyle innerhalb des allgemeinen Windsurfsports noch selbstständiger macht. Zum Beispiel haben wir ja mit den Jungs der Sofa Movielab Crew den German Freestyle Battle ins Leben gerufen, weil es vorher noch gar keinen eigenständigen Event nur für diese Disziplin gab.

Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor?

Adrian: Tja... ich versuche schon, noch einmal in mich zu gehen vor einem Heat und vor allem, das ganze Drumherum, die Medien etc. auszuschalten. Sobald du anfängst, für irgendwen anderes als für dich selbst zu fahren, funktioniert das Ding nicht.

Was ist „wahrer Luxus“ für dich?

Adrian: Wahrer Luxus ist für mich, wenn du wirklich frei von Zwängen und gesellschaftlichen Konventionen einfach das machen kannst, wofür du brennst und was du wirklich willst!

Adrian Beholz Action.  Foto: Kerstin ReigerWelches ist für dich das Urlaubsziel schlechthin?

Adrian: Ganz klar, Brasilien!

Welches ist das letzte Buch oder das letzte Album, für das du dich begeistern konntest?

Adrian: Ich lese gerne Hermann Hesse, der Steppenwolf ist DAS Buch. Ansonsten mag ich Hip Hop, am liebsten guten Deutschen...

Wie sieht ein Wochenende ohne Sport aus?

Adrian: Sonst war ich viel klettern und im Winter auf dem Snowboard. Aber wenn ich jetzt zwischendurch mal nach Hause komme, liebe ich es, einfach nur zu relaxen und sich ein bisschen betüdeln zu lassen ;)...

Das war's auch schon. Vielen Dank!

Interview: Pauline Geyer

veröffentlicht am 02.08.2010

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