Zwei unglückliche Tage für das deutsche Surfteam:

Der 4. und 5. Wettkampftag der World Junior Surfing Championships 2008 im französischen Seignosse waren keine glücklichenTage für das deutsche Team. Leider konnte sich keiner des DWV-Teams gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Teammitglied  des DWV Diogo Rosner Fragoso.  Foto: Meike ReijermanBereits am vierten Wettkampftag der ISA World Junior Surfing Championships 2008 mussten sich Moritz Ott und Diogo Fragoso bei schwierigen Bedingungen ihren Gegnern geschlagen geben. Auch am fünften Tag lief es leider nicht viel besser: Nico von Rupp, Steve Ratzisberger, Philipp Hilgeland und Janni Hönscheid konnten sich nicht gegen ihre Konkurrenz durchsetzen. Nico startet nun am Freitag, den 30. Mai in der Repercharge, d.h. in der Hoffungsrunde.

Am vergangenen Mittwoch, den 28. Mai startete Moritz Ott bereits für die U16 des deutschen Teams. Im zweiten Heat seiner noch jungen Surfkarriere war er seinen Konkurrenten in einer schönen Shorebreak-Welle klar unterlegen und belegte in Abwesenheit vom jamaikanischen Mitkonkurrenten den 3. Platz.

Danach sank die ansonsten konstante Hochstimmung im deutschen Team rapide. Nach zahlreichen Verzögerungen im Wettkampf wegen Wellenmangels durch Hightide, Gewitter und einem nassgeregneten Team am Strand, konnte sich auch der ansonsten stark surfende und motivierte Diogo Rosner Fragoso nicht durchsetzen.

Nationalcoach Arnd Wiener: "Dieser Tag war der mit Abstand schwierigste Contest-Tag, den ich je erlebt habe. Es gab ständig Delays, sogar Restarts einiger Heats, kombiniert mit andauerndem Wetterwechsel. In so einer Situation die Spannung und Einstellung zu halten, war auch für Diogo sehr schwer. Schade, dass er am Ende trotz guten Surfens den zweiten Platz ganz knapp verpasst hat." Danach dauerte das Warten für die Junioren noch einige Zeit an, bis ein weiteres Gewitter den Contestdirector veranlasste, den Wettkampftag zu beenden.

Hoffnungsträgerin Janni Hönscheid.  Foto: Meike ReijermanAuch am Freitagmorgen, den 30. Mai, hieß es wieder: The heat is on! Diesmal startete Nico von Rupp in kopfhohen Offshore-Wellen gegen starke Gegner aus Brasilien, Südafrika und Hawaii im ersten Heat des Tages. Trotz gewohnt kraftvoller Snaps musste er sich aufgrund einer fehlenden guten zweiten Welle mit dem dritten Platz begnügen. Jetzt heißt es Daumen drücken für Nico, der am Samstag, den 31. Mai in der Hoffnungsrunde zeigen muss, dass er nicht nur Deutschlands bester Junior ist, sondern auch in der Weltspitze mitsurfen kann.

Der Münchener Riversurfer Steve Ratzisberger zeigte engagiertes Surfen, verpasste trotzdessen aber knapp den dritten Platz. „Steve ist einer der Surfer, die am Eisbach gelernt haben und braucht jetzt viel Zeit und Training im Meer, um seinen vom Homespot gewohnten Stand zu verändern und so seine guten Ansätze zu einem kraftvollen Surfstil auszubauen" erklärte der deutsche Teamcoach Arnd Wiener. Auch Philipp Hilgeland aus Sylt konnte sich leider nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen. "Von ihm erwarten wir, dass er, der von Haus aus einen guten Blick für Wellen hat, seinen Surfstil radikalisiert und weiter ausbaut“, so Wiener.

Bei strahlendem Sonnenschein hielt sich Janni Hönscheid in ihrem Heat lange auf dem zweiten Platz und sorgte im DWV-Team für Jubelausbrüche und Stoßgebete, dass sie nicht von der Portugiesin im letzten Moment überholt wird. „Wie Janni sich hier verhalten hat, hat mich stark beeindruckt. Sie hat viel Potenzial, leider ist sie nächstes Jahr nicht mehr in der Juniorenklasse vertreten", lobte Teamcoach Arnd Wiener.

veröffentlicht am 30.05.2008

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