Erasmus was a surfer!:

Es gibt viele Arten, einen Surftrip oder längeren Aufenthalt am Meer zu planen. Aber die einfachste ist wahrscheinlich, Student zu sein und eine Partnerschaft mit einer Uni am Meer zu haben. Wenn Ihr mehr zum bezahlten Surftrip erfahren möchtet, hier kommt die Anleitung!

Spot: San Jorge, Galizien.  Foto: Ingo HelmichErasmus
Viele Studenten nutzen heute die Möglichkeit des Austauschprogramms „Erasmus“ als längeren Surftrip in Europa. Die Destinationen sind vielfältig und mit relativ wenig Aufwand kann man sich mit ordentlich Taschengeld für ein oder zwei Semester an einem Strand mit Wellen breit machen. Im Hochschuljahr 2006/2007 konnten 23.884 Studierende aus Deutschland mit dem ERASMUS-Programm der Europäischen Union in 30 anderen europäischen Ländern einen Teil ihres Studiums absolvieren Die Ziele reichen von Plymouth in England über Bordeaux in Frankreich bis nach Lissabon in Portugal. Die Hauptsache ist eine Universitätsstadt, die in Reichweite von Wellen gelegen ist. Selbst in den französischen Antillen gibt es eine Universität, die man im Rahmen des europäischen Austauschprogramms besuchen kann.

Spanien
Die gefragtesten Zielländer für deutsche ERASMUS-Studierende waren 2007 Spanien (21,4%), Frankreich (18,1%) und Großbritannien (12,6%). Eine sehr beliebte Surfdestination ist Spanien. Mit Temperaturen, die es selbst im Winter erträglich machen sich in einen nassen Anzug zu pressen, belegt die iberische Halbinsel in der Gunst der Studenten einen der vorderen Plätze. Sich spanisch als eine weitere Sprache anzueignen nimmt man auch gerne mit, wobei man in Spanien außer in Madrid wohl schwer mit den Dialekten zu kämpfen haben wird. Sei es baskisch, katalanisch oder galizisch, teilweise hat man mit spanischen Anfängerkenntnissen nur wenig Chancen etwas zu verstehen und sollte sich daher mit mehr als nur einem Anfängerkurs auf das Land und die Uni vorbereiten. Die Mieten und Lebensunterhaltkosten sind in Spanien auch mit dem Erasmuspackage nahezu zu finanzieren, wobei San Sebastian als eher teure Surfdestination die Ausnahme macht.

Galizien
Wer den Crowds entfliehen möchte und mit regenreichem Wetter kein Problem hat, kann sich bis in die letzte Ecke der Halbinsel entlang des Jakobswegs aufmachen, um sich entweder in La Coruna, Vigo, Santiago de Compostela oder Ferrol für das Austauschprogramm einzuschreiben. Die Vielfalt an Surfspots ist dort enorm und es lassen sich bei jeder Wind- und Swellrichtung surfbare Wellen finden. Vorausgesetzt man ist mobil. Ohne Auto ist man in Galizien am besten in La Coruna aufgehoben.

Spot: Orzan, La Coruna.  Foto: Ingo HelmichLa Coruna
La Coruna ist die einzige dieser Städte, die direkt am Meer mit Wellen gelegen ist. LC liegt auf einer Halbinsel mit zwei surfbaren Spots im Stadtgebiet. Eine Welle ist der Stadtstrand Orzan mit konstanten Rechts- und Linkswellen, die man sich aber natürlich so gut wie immer mit anderen teilen muss. Ein zweiter Spot liegt in einem kleinen Vorort und ist der Hausstrand des örtlichen Sportinstituts. Dass damit dort einige gute Leute im Wasser sind, ist auch klar. Außerdem liegt dieser Strand gegenüber des Hafens und ist somit einer der meist verschmutzten Surfstrände, die man in Europa finden kann.

Wohnen
Am besten man nimmt sich ein Zimmer an einem der beiden Strände, um sich an den kalten Tagen im Januar oder Februar mit verfrorener Nase aus dem Wasser direkt in die heiße Dusche begeben zu können. Denn diese beiden Monate können sehr unangenehm werden. Hinzu kommt der meist mit Wolken behangene Himmel, der entsprechende Regen (an den man sich gewöhnen sollte) und die eisigen Wassertemperaturen im Winter (um die 13 Grad). Doch der Plan eines Aufenthalts in Galizien ist nicht an den mittelklassigen Stadtstränden rumzuhängen, der Plan ist gute Wellen zu surfen. Und die gibt’s in Galizien zahlreich. Allerdings außerhalb von La Coruna.

Spot: Doninos, Galizien.  Foto: Ingo HelmichDer Surf
Was Galizien ausmacht sind seine Rias (Buchten) und die Vielfalt an Wellen. Die Strände nördlich von Ferrol sind die bekanntesten Spots im Nordwesten Spaniens. Hier trifft man auf verstärkten Localism, da hier auch mehr Surftouristen unterwegs sind. Doninos ist der von Ferrol aus am schnellsten zu erreichende Spot und aufgrund qualitativ sehr guten und konstanten Wellen der am meist lokalisierte. Weiter im Norden gelegen findet man einen sehr schönen Strand namens Pantin, der auch jährlicher Austragungsort für den WQS-Contest "Pantin Classics" ist.

Wenn man sich in den Westen von La Coruna aufmacht, sind einige teils menschenleere Schätze zu entdecken. Mit Sabon ist ein konstanter Spot von La Coruna aus sehr schnell zu erreichen. Doch der rötlich schimmernde Bach, der aus der anliegenden Fabrik direkt an den Peak plätschert, lässt einen so manche Session nochmals überdenken. Nach 20 Minuten Autofahrt ist man in Razo, einem sehr guten Beachbreak mit mehreren Peaks. Umso weiter man in den Westen von Galizien vorstößt, umso weniger Surfer werden es. Doch die Qualität, die dort vorzufinden ist, nimmt nicht ab und verspricht am richtigen Tag perfekte Sessions mit nur wenigen Leuten im Wasser.

Spot: einsame Perfektion im Westen von Galizien.  Foto: Ingo HelmichUm die besten Spots zu finden eignet sich ein spanischer Surfguide – „Guia del surf en Espana“ heißt ein spanischer Wellenführer. Der ist weitaus detaillierter als der Stormrider Guide und die Karten sind um einiges besser.

Die größte Herausforderung ist es nun, möglichst viele gute Tage im Wasser mitzunehmen ohne mit zu wenigen Scheinen nach Hause zu kommen. Doch die Spanier sind von Austauschstudenten bereits einige Ausreden gewohnt und drücken bei Erasmusstudenten oft beide Augen zu. Ob die Scheine an der Heimatuniversität anerkannt werden, solltet ihr vorab mit eurem Erasmuskoordinator klären.

Spot: San Jorge, Galizien.  Foto: Ingo HelmichLinks zum intellektuellen Surftrip:

www.fmh.utl.pt - Lissabon, Portugal
www.univ-nantes.fr - Nantes, Frankreich
www.u-bordeaux.fr - Bordeaux, Frankreich
www.univ-ag.fr - Point-à-Pitre – Guadeloupe, Frankreich
www.gipuzkoa.ehu.es - Pais Vasco, Spanien
www.ull.es - Teneriffa, Spanien
www.udc.es - La Coruna, Spanien
www.swansea.ac.uk - Swansea, Wales
www.plymouth.ac.uk - Plymouth, England
www.daad.de - Deutscher Akademischer Austauschdienst – viele Infos, Fördermittel


Deshalb nutzt die Gelegenheit und die Kontakte, die euch eure Uni bietet. Es warten perfekte Wellen auf euch!

veröffentlicht am 14.04.2008

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