XXL Global Big Wave:
Gewinnt erstmals ein Deutscher den Award?

Bei den XXL Global Big Wave Awards wird am 23. April in Los Angeles der Oscar der Surfszene verliehen. Erstmal ist ein deutscher Surfer für die Kategorie Biggest Wave nominiert.

Sebastian Steudtner surft am Big Wave Spot Jaws auf Hawaii.  Foto: Eric Aeder.com/BillabongXXL Am kommenden Freitag, 23. April, werden im Grove Theater in Los Angeles die Billabong XXL Global Big Wave Awards verliehen. Bereits zum 10. Mal werden die Surferinnen und Surfer geehrt, die in den vergangenen zwölf Monaten die größten, gefährlichsten und spektakulärsten Wellen geritten sind. In insgesamt sieben verschiedenen Kategorien werden die Gewinner vor rund 2.000 geladenen VIPS aus der Surfindustrie bekannt gegeben und mit Prämien in einem Gesamtwert von 130.000 US Dollar belohnt.

Neben den Nominierten aus typischen Surfnationen wie Südafrika, Tahiti, Hawaii oder Australien hat in diesem Jahr erstmals auch ein deutscher Big Wave Surfer die Chance einen der begehrten Awards zu gewinnen. Der 25-jährige Sebastian Steudtner aus Nürnberg hat es mit einer gigantischen Welle an einem Spot namens Jaws auf der hawaiianischen Insel Maui aus über 1.000 Fotos und Videos unter die fünf Nominierten für die Kategorie „Biggest Wave“ geschafft.

„Jaws hat in den letzten fünf bis sechs Jahren keine Beachtung in den Surf-Magazinen gefunden, auch weil es diese perfekten Tage nicht gab. Also diese sogenannten „Epic Days“ hatten wir einfach nicht. Und deshalb freue ich mich natürlich um so mehr, nicht nur über die Nominierung, sondern auch dass es seit 1969 der beste Winter war und ich zu dieser Zeit auf Hawaii sein konnte und keinen einzigen Swell verpasst habe. Das ist super!“

In der Kategorie „Biggest Wave“ sind neben Steudtner noch der Australier Ross Clarke-Jones, der Brasilianer Danilo Couto sowie die beiden Hawaiianer Makua Rothman und Ian Walsh nominiert. Alle fünf Surfer haben sich mit riesigen Wellen in Jaws für diese Kategorie qualifiziert. Auf den Sieger warten insgesamt 15.000 US Dollar sowie ein neuer Jetski. Die monetäre und materielle Honorierung der Leistung steht für Steudtner allerdings nicht im Vordergrund.

„Jeder Tag auf der Welle würde den Wert des Geldes aufwiegen. Auch wenn ich Millionär wäre, würde ich dafür zahlen, dass ich diese Wellen surfen dürfte. Also das Geld ist kein besonderer Reiz, schon mehr aber die Möglichkeiten, die sich damit für mich eröffnen. Da ich den Sport als Leistungssport sehe und ihn auch als Hauptberuf machen will bzw. jetzt auch mache, sind die Billabong XXL Global Big Wave Awards genauso viel wert wie die Welle.“

veröffentlicht am 22.04.2010

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