Billabong Pro Tahiti 2011:
Kelly Slater übernimmt Führung

Beim Billabong Pro Tahiti 2011 sicherte sich Kelly Slater erneut den Sieg. Außerdem wurde in diesem Jahr zum ersten Mal der Andy Irons Commitment Award verliehen.

 Billabong Pro Tahiti 2011.  Foto: Michael KahlKelly Slater aus den USA, der zehnfache Weltmeister im Wellenreiten, hat in der vergangenen Nacht den Billabong Pro Tahiti gewonnen. Der 39-Jährige besiegte in den sechs Fuß hohen Wellen im Finale den jungen Australier Owen Wright. Slater erreichte im letzten Heat des Events mit seinen zwei besten Wellen 18.43 Punkte (maximal 20 Punkte) und behauptete sich so knapp gegen Owens Ergebnis von 17.10 Punkten.

„Ich denke, dass ich seit dem Halbfinale auf dem richtigen Weg war“, sagte Slater. „Ich bin im Finale bei einigen Wellen gestürzt, die mir vielleicht sogar noch mehr Punkte eingebracht hätten. Damit hatte sich der Druck für mich erhöht und Owen konnte vielleicht etwas befreiter surfen.

Er erwischte dann diese eine richtig große Welle, die ihn vermutlich ziemlich nah an die benötigte Punktzahl brachte, um noch zu gewinnen. Die Bedingungen waren die besten, in denen dieser Event jemals stattgefunden hat. Es war eine phänomenale Woche.“

Slater übernimmt mit seinem Sieg in Tahiti die Führung in der Gesamtwertung im Rennen um die Weltmeisterschaft. Seine engsten Verfolger sind der Südafrikaner Jordy Smith und der Australier Joel Parkinson auf den Plätzen Zwei und Drei.

 Billabong Pro Tahiti 2011.  Foto: Michael KahlDie Bedingungen an den vier Wettkampftagen des diesjährigen Billabong Pro Tahiti hätten unterschiedlicher nicht sein können. Nachdem die erste Runde vor zehn Tagen in perfekten 1,5m bis 2m Wellen gesurft wurde, warteten die Verantwortlichen fast eine ganze Woche auf das Eintreffen einer lange angekündigten Dünung aus den Tiefen
des Pazifischen Ozeans.

Am vergangenen Freitag wurde dann die zweite und dritte Runde in den Vorboten dieses Swells in 2,5m bis 3m Wellen gesurft. Am vergangenen Samstag musste dann aus Sicherheitsgründen der Contest ausgesetzt werden und die Big
Wave Experten ließen sich mit Hilfe von Jetskis in die 5m bis 7m Brecher ziehen (Tow-In). Sonntag konnte der Wettkampf mit der abnehmenden Dünung (2,5m bis 3m Wellen) fortgesetzt und am gestrigen Montag abgeschlossen werden.

Eine besondere Ehrung erfuhr der Franzose Jeremy Flores, der mit dem erstmals verliehenen „Andy Irons Commitment Award“ ausgezeichnet wurde. Flores zeigte während des gesamten Events die konstanteste Leistung und erreichte in der fünften Runde einen perfekten Heatscore von 20 Punkten. Die Auszeichnung wird in Erinnerung an den im vergangenen November verstorbenen Vorjahressieger des Billabong Pro Tahiti und dreimaligen Surfweltmeister, Andy Irons (HAW), verliehen.

„Andy (Irons) bedeutete alles für mich“, sagte Flores. „Er war die Person, zu der ich mein ganzes Leben lang aufschauen werde. In großen Wellen, in allen Wellen, er war immer der Beste, und heute diese Auszeichnung zu erhalten bedeutet mir sehr viel. Er hat alle Surfer auf der Tour inspiriert und hier in Tahiti war er für mich eine ganz besondere Inspirationsquelle. Ich bin mir sicher, dass ihm dieser Event sehr gefallen hat. Danke, Andy.“

Der Billabong Pro Tahiti ist die fünfte von insgesamt elf Veranstaltungen im Rahmen der Weltmeisterschaft im Wellenreiten der ASP (Association of Surfing Professionals). Die Welle von Teahupoo bricht über einem messerscharfen, tropischen Riff, das durch Süßwasser aus den Bergen im Zentrum der Insel gespeist wird.

Die Welle zeigt ihre Perfektion bei einer West- bis Südost-Dünung mit einem Wind aus Nordost. Sie kann leicht bis 18 Fuss (ca. 5,5m) erreichen und bricht dann nach links über dem knietiefen Wasser auf das Riff. Jeder Sturz und jede falsche Entscheidung beim Surfen dieser Welle kann fatale Folgen haben.

veröffentlicht am 31.08.2011

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