Der 18-jährige Jeremy Flores schlägt Kelly Slater:

Blauer Himmel, knapp 30 Grad und saubere Wellen in der 3 bis 4 Fuss Kategorie, so präsentierte sich Teahupoo am Sonntag. Der Billabong Pro Tahiti am Riff vor Teahupoo im Süden des Landes, wurde mit der dritten und vierten Runde fortgesetzt.

„Die Wellen sind heute nicht so groß wie wir sie uns wünschen, aber das Meer ist spiegelglatt und wir sehen saubere Sets. Im Verlauf des Tages und morgen sollen sich die Bedingungen weiter vebessern“, kommentierte Manoa Drollet die Situation am frühen Sonntag Morgen. Drollet hatte nach seiner Niederlage in Runde 2 gegen Taj Burrow, wieder seinen Platz auf dem Jetski bei der Water Patrol eingenommen.

Andy Irons. Foto: ASP Covered Images/Tostee

Im ersten Heat des Tages konnte sich Kelly Slater (USA) gegen seinen Landsmann Gabe Kling durchsetzen. Der achtfache Weltmeister setzte den Rookie schwer unter Druck, so das Kling fast den gesamten Heat einer Kombination von zwei Wellen hinterher lief, die ihm die Bedingungen und Slaters Erfahrung allerdings nicht gestatteten. „Wir hatten einen langsamen Start. Ich würde aber sagen, dass Gabe die beste, wenn nicht sogar die zwei besten Wellen des Heats hatte. Ich weiss nicht, was er dort genau gemacht hat, aber ich habe mein Ergebnis bekommen und freue mich nun auf Jeremy in Runde 4. Wir hatten schon ein paar Heats gegeneinander und, er hat immer gezeigt, was für ein exzellenter Wettkampfsurfer er ist“, sagte Slater anschliessend.

Auch der aktuell Führende in der Gesamtwertung, Mick Fanning aus Tweed Heads, Australien, hatte keine Probleme seinen Weg in die vierte Runde mit einem Sieg über Troy Brooks (AUS) zu meistern. Zwar hatte Brooks mit seiner vorletzten Welle die Chance die nötigen 7 Punkte für den Sieg einzufahren, verpasst die Gelegenheit aber als er sich zu tief in die Tube ziehen liess und es nicht wieder raus schaffte. „Ich schaue nicht wirklich auf die Punkte, und wieviele Heats ich vor irgendwem landen muss, um in Führung zu gehen. Ich cruise und surfe und wenn du der Sieger sein willst, dann musst du alle schlagen. So sehe ich das. Ich bin kein Zahlentyp“, so Fanning.

Tom Whitaker (AUS) musste in seinem Heat gegen Bernardo Miranda (BRA) lange einer 14,83 Punkte Kombination für den Sieg hinterher laufen. Bis zum Ende des 35-minütigen Aufeinandertreffens mit dem Brasilianer konnte Whitaker den Vorsprung des Südamerikaners nicht mehr einholen und muss sich somit mit dem 17. Platz und US$ 4.800,-- an Preisgeld zufrieden geben. „Ich wusste, dass Tom sehr viel Erfahrung in dieser Welle hat, daher war ich umso glücklicher, dass ich von Beginn an zwei gute Wellen scoren konnte und diesen Vorsprung habe ich dann mit etwas Glück halten können. Die vierte Runde hier in Tahiti ist mein bestes WCT Ergebnis bisher und ich bin daher sehr zufrieden“, kommentierte der 23-jährige Brasilianer anschliessend.

Ebenfalls mit Platz 17 muss sich der Titelverteidiger des Vorjahres, Bobby Martinez (USA), zufrieden geben. Der Australier Luke Stedman nutzte die sauberen 3 Fuss Bedingungen hier heute in Teahupoo in diesem Aufeinandertreffen am besten. Mit einem 9,33 Punkte Score setzte er bis dato die Bestmarke des Tages und das auf einem geliehenen Surfboard von Tom Whitaker. „Leider ist mein Lieblingsboard gebrochen, und so musste ich mir eins von Tommy (Tom Whitaker) leihen“, sagte der 30-jährige nach seinem Erfolg. „Ich habe mich gar nicht erst darauf eingestellt eine Barrel zu erwischen, da ich wusste, dass es die Bedingungen heute nicht unbedingt hergeben. Ich habe mich auf die Turns konzentriert und damit offensichtlich die richtige Entscheidung getroffen.“

Zusammen mit Mick Fanning steht Taj Burrow aktuell an vorderster Position des ASP-Rankings. In seinem Heat gegen den Brasilianer Victor Ribas hatte Taj wenig Probleme sich seinen Weg in die vierte Runde zu bahnen. Burrow konnte sich einen komfortable Vorsprung heausarbeiten, der Ribas immer mit einer Kombination aus zwei Wellen hinterher hinken liess. „Ich hatte einen langsamen Start, aber dann konnte ich eine Neun und eine Acht einstellen“, sagte Burrow anschliessend. „Erst gestern hatte ich mein Board zerbrochen und heute trägt es dich soweit aufs Riff, dass da auch schnell mal eine Finne verloren geht. Selbst bei den größeren Sets sind mehr als drei Turns bei diesen Bedingungen gerade nicht drin. Sich auf Barrels zu verlassen ist sicher die falsche Entscheidung.“

Wie in den Heats zuvor konnte auch Cory Lopez (USA) schnell einen beruhigenden Vorsprung gegen den Amerikaner Taylor Knox herausfahren. Knox war danach nicht mehr in der Lage die größeren Wellen für sich zu sichern und musste folglich Lopez den Weg in Runde 4 antreten lassen. Im Gegensatz zu den Heats zuvor konnte Cory Lopez allerdings einige kleine Barrels erwischen und so in Kombination mit kraftvollen Cutbacks die notwendigen Punkte gegen Knox einstreichen.

Knapp hinter Burrow und Fanning in der Gesamtwertung steht Bede Durbidge (AUS), der den starken Brasilianer Rodrigo Dornelles besiegen konnte und so in die vierte Runde einzog. Dort trifft der 24-jährige Australier auf seinen Landsmann Kai Otton, der sich gegen Daniel Wills (AUS) behaupten konnte. Durbidge und Otton sind in Bells Beach ebenfalls in Runde vier aufeinander getroffen. Damals mit dem besseren Ende für Durbidge. Grund genug für den WCT-Rookie Otton eine Revanche zu fordern.
Mit dem Ausscheiden von Adriano de Souza und Rodrigo Dornelles in der dritten Runde, verbleibt Bernardo Miranda vor Beginn von Runde 4 als letzter Brasilianer im Feld neben acht Australiern, sechs Amerikanern und, mit Jeremy Flores, einem Franzosen.

 Joel Parkinson. Foto: Michael KahlIn Runde vier konnte sich Joel Parkinson (AUS) mit seinem Sieg über Michael Campbell (AUS) sein Ticket fürs Viertelfinale sichern. Besser hat Parko hier in Tahiti noch nie abgeschnitten und er scheint bereit für ein noch besseres Ergebnis in diesem Jahr. „Egal wie die Wellen sind, man muss das beste drauss machen und sie so eben zu guten Wellen machen. Ich habe einen Vorsprung rausfahren können und hatte dann sicherlich ein wenig Glück, dass danach so gut wie keine Sets mehr reingekommen sind.“

Im Duell gegen sein Idol hatte der dreifache Weltmeister Andy Irons (HAW) die besseren Karten auf der Hand. Auch wenn es gegen Pancho Sullivan (HAW) am Ende für Irons nochmal ganz knapp wurde. 30 Sekunden vor Schluss nahm Sullivan eine sehr vielversprechende Welle mit harten Turns und ritt sie bis auf das Riff. Mit einer 6,60 fehlten dem Hawaiianer am Ende nur 0,61 Punkte, um Irons im letzten Moment noch zu schlagen. „Pancho ist ein recht kräftiger Kerl und in solch kleinen Wellen hat er es sicherlich etwas schwerer. So oder so, Pancho ist ein toller Surfer, und er ist immer gefährlich“, sagte Irons nach dem Heat.
Im Viertelfinale trifft Irons nun auf seinen Teamkollegen Joel Parkinson, mit dem er sich in der vierten Runde noch ein Board geteilt hatte. „Ja, es ist mehr oder wenige Parkos Board. Es ist der Nachbau von einem Board, das unser Shaper mal für mich gebaut hatte, daher weiss ich nicht genau, wie die rechtliche Situation in so einem Fall ist. Am besten ist es wohl, wenn ich das Brett einfach verstecke“, scherzte Irons.

Der erst 18-jährige Jeremy Flores (FRA) hatte es in der vierten Runde mit dem achtfachen Weltmeister Kelly Slater (USA) zu tun. Der junge Franzose hatte am heutigen Tag die Bedingungen und die Zuschauer im Channel auf seiner Seite und konnte so seinen ersten Sieg über Slater verbuchen. „Wenn ich Kelly schlagen kann, dann heute hier in diesen Wellen. Das war mir von Beginn an klar“, sagte ein glücklicher Flores nach seinem Erfolg. „Dort wo ich aufgewachsen bin, haben wir fast ausschliesslich solche Wellen, daher kenne ich die in- und auswendig und fühle mich in solchen Wellen sehr wohl. Ausserdem war ich sehr geduldig heute und bin gegen einen Mann wie Slater nicht nervös geworden. Für mich ist das ein Traum, der gerade wahr geworden ist. Wahnsinn!“
Im Viertelfinale geht es für Jeremy Flores nun gegen Damien Hobgood, der sich in Runde 4 gegen den Australier Adrian Buchan durchsetzen konnte.

Mick Fanning hatte es in seinem zweiten Heat des Tages mit dem Amerikaner Chris Ward zu tun, der sich am Vormittag gegen Dean Morrison durchsetzen konnte. „Das war sicher kein toller Heat, aber ich bin froh, es trotzdem ins Viertelfinale geschafft zu haben. Ich habe 8 Punkte scoren können und damit Chris etwas unter Druck setzen können. Er hat dann nicht mehr viel zustande gebracht im Rest des Heats. Letztes Jahr hat er mich in Mexiko geschlagen, daher bin ich froh, dass ich heute siegen konnte“, so Fanning. Das Ausscheiden von Kelly Slater hilft Fanning zudem seinen Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber dem Rekordweltmeister weiter auszubauen.
Im Viertelfinale trifft Fanning dann auf seinen Landsmann Luke Stedman, der den letzten Brasilianer im Feld, Bernardo Miranda, ausschalten konnte. „Das mit den Boards von Tom (Whitaker) scheint für mich wirklich gut zu funktionieren. Es macht so einen Sieg sogar noch etwas schöner, wenn man weiss, dass man es auf fremden Equipment geschafft hat. Morgen gegen Mick wird es sicher spannend. Ich muss angreifen und darf mich nicht drauf konzentrieren, was die anderen eventuell machen. Mal sehen wie weit ich damit auf dem „neuen“ Material noch kommen kann“, fragte der Australier anschliessend.

Im vorletzten Heat des Tages musste der aktuell führende des ASP-Rankings, Taj Burrow, einen Rückschlag für seinen Titelambitionen in diesem Jahr hinnehmen. Nach einem furiosen Start mit einem 9 und einem 8 Punkte Score, konnte Burrow die Führung nicht halten und musste den Weg ins Viertelfinale für den 30-jährigen Cory Lopez frei machen. „Ja, Taj hat gleich mit einer 9 gestartet und mit der zweiten Welle in dem Set habe ich mit einer 8 gekontert. Kurz darauf hat Taj auch eine 8 nachgelegt und damit war der Druck für mich da“, fasste Lopez den Beginn des Heats zusammen. „Ich habe den Event hier schon so oft gesurft, dass ich mir sicher war, das die richtigen Wellen kommen würden. Als dann die passende kam, habe ich so hart gepaddelt, da Taj eigentlich Priority hatte, und ich habe die Barrel bekommen und konnte das nötige Ergebnis einfahren. Danach kamen noch ein paar Wellen, aber Taj konnte keine davon für sich nutzen. Jetzt freue ich mich auf das Viertelfinale!“

Für Lopez geht es in der nächsten Runde gegen Kai Otten (AUS), dem die Revanche gegen Durbidge geglückt ist. In einem engen Heat mit wenigen Scores und einem späten Start hatten Otten die besseren Wellen knapp für sich und liess den aktuell an Rang 3 stehenden Durbidge mit einem 9. Platz zurück.

Am morgigen letzten Tag der Waiting Period des Billabong Pro Tahiti 2007 geht es dann um 7Uhr Ortszeit mit dem ersten Call und einem möglichen Start um 7.30Uhr (19.30Uhr MEZ) weiter. Für den Vormittag sind ähnliche Bedingungen wie am heutigen Sonntag vorhergesagt, wobei der Swell dann gegen Nachmittag eher sogar noch abnehmen soll. Man darf gespannt sein wie es weitergeht. Nana aus Tahiti!

veröffentlicht am 14.05.2007

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