Reine Barkered im FUNSPORTING Interview:

Besser hätte es in der vergangenen Saison für den schwedischen Freeskier Reine Barkered nicht laufen können. Er ist der Gesamtsieger der Freeride World Tour! Für uns Grund genug in näher kennen zu lernen. FUNSPORTING traf Reine beim Freeride World Tour Stop in Verbier.

 FUNSPORTING Redakteurin, Julia Völkerl traf Reine Burkered in Verbier, wo er nach seinem Sieg auch zum Gesamtsieger der Freeride World Tour gekrönt wurde.

Was bedeutet dieser Titel für dich?
Es bedeutet alles für mich. Ich nehme seit 2004  an Freeride Competitions teil und eine Steigerung hierzu ist nicht mehr möglich. Ich denke, es wäre ein Grund aufzuhören -  aber das werde ich nicht.

Warst du vor deinem Run heute sehr nervös?
Ich war diese Saison nervöser als die Jahre zuvor. Es ist ein verrücktes Gefühl auf dem Gipfel des Bec des Rosses zu stehen. Aber ich habe es geschafft mich gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

Wie waren die Schneeverhältnisse?
Wir wussten, dass die Schneeverhältnisse nicht optimal waren: Das erste Stück war sulzig, aber nicht so schwer. Und dann kam ich zu dem Couloir und ab da war jeder Turn anders. Vom lockeren Schnee bis zu Eisplatten und Hügeln war alles dabei. Es fühlte sich an, als fährt man in einer Buckelpiste ohne dass man die Unebenheiten sieht. Von daher war es sehr schwer.

Kannst du beschreiben was in deinem Kopf vorging, als du auf den Gipfel vom Bec des Rosses gestiegen bist?
Als ich hochgeklettert bin, kam und ging meine Nervösität.  Dann schaute ich auf meine Line, meinen obersten Cliff und ich fragte mich: Ok, will ich nur runterfahren oder einfach Alles geben? Ich gab mir einen Ruck und dachte:  „Ja, man …, ich werde Alles geben“ Eigentlich entschied ich alles erst auf dem Weg nach oben.

Was denkst du von dem letzten Gewinner Ducroz Aurelien der Freeride World Tour 2011? Und wie fühlt es sich an vor ihm zu sein?
Es ist ein verrücktes Gefühl und ich dachte zunächst, er hatte heute den besten Run. Für mich war es schwer zu sagen, wie meiner heute aussah, ich weiß eigentlich nur, wie er sich anfühlte… Ducroz Aurelien hatte meiner Meinung nach einen großartigen Run und ich dachte nicht, dass ich ihn schlagen könnte… Aber wir sind gute Freunde und wir teilen natürlich unsere Siege… Ich habe mich letztes Jahr für ihn gefreut und jetzt freut er sich sicherlich auch für mich. Auch er hat einen super Run hingelegt und wer weiss, nächstes Jahr wird er mich vielleicht wieder schlagen…

Wie sagst du zu dem Run von White Allen Oakley?
Der Lauf von Oakley war sehr flüssig und er hat sicher irgendwo da draussen die Schallmauer durchbrochen. Er fuhr mit einer mega Geschwindigkeit, es war echt sehr cool anzusehen.

Welches ist dein Lieblingsspot der Freeride World Tour?
Verbier, weil es einfach nicht zu toppen ist. Fieberbrunn gefällt mir auch gut, aber Bec des Rosses kann man einfach nicht schlagen. 

Letztes Jahr wurdest du Fünfter. Welche Pläne hattest du diese Saison?
Ich habe versucht, Stürze zu vermeiden. Im letzten Jahr war ich nicht so erfolgreich, weil ich am letzten Cliff gestürzt bin. Also habe ich dieses Jahr versucht, einen Sturz zu verhindern. Hierzu habe ich meine Line ein klein wenig geändert. Und im Nachhinein betrachtet war es die richtige Entscheidung, weil ich weichere Landungen hatte und so sicher gehen konnte, dass ich auch auf meinen Füssen bleibe.

Sehr viele Rider sind kein großer Fan von Freeride Competitions. Magst du den Wettbewerb?
Hm… es ist so…
Auf dem Weg nach oben habe ich mir gedacht: Was mache ich hier eigentlich? Kann ich nicht einfach heimgehen und irgendwas anderes tun. Jahr für Jahr das Gleiche. Dann steh ich auf dem Gipfel und fühle mich nicht unbedingt super wohl. Aber sobald ich den Start verlasse, weiß ich, warum ich das hier alles mache. Und da ist noch das Publikam.  Ich habe wirklich Spaß bei den Competitions.

Ist der Bec de Rosse die Art von Berg den du magst?
Ja, auf jeden Fall, weil er dir ziemlich viele Möglicheiten bietet. Man kann entweder schnell runter fahren, oder aber sehr technisch. Sehr viele Styles können hier aufeinander treffen, vielleicht nicht so viel Freestyle, aber sicher sehr extreme und schnelle Styles. Mir liegt dieser Berg sehr.

Kannst du deinen Style beschreiben?
Meinen Style… hmm… Ich war ein Skirennfahrer, von daher denke ich, dass ich einen Racestyle habe. Ich versuche schnell und flüssig zu fahren, nicht mit Drops zu zögern und meine Landungen sicher zu stehen.

Gehts du mit deinen Konkurrenten Ski fahren?
Ja sicher, es ergibt sich zwar nicht so oft die Möglichkeit, aber wenn es dazu kommt,  fahren wir in Gruppen und das macht riesig Spaß. Für mich die schönsten Tage im Jahr.

Was machst du wenn du nicht auf Skiern unterwegs bist?
Ich faulenze oder bin irgendwo auf der Welt zum Surfen.

Wie gehst du mit dem Risiko um, dich beim Freeriden lebensgefährlich zu verletzen?
Um ehrlich zu sein, denke ich nicht viel darüber nach und wenn man so lange auf Skiern steht wie ich, sollte man das Risiko einschätzen können. Ebenso wie ich sollten alle anderen Rider genug Erfahrung haben, um zu wissen, was sie tun. Wenn ich meine Linie festlege, dann schaue ich immer, dass im Falle eines Drops nichts unter mir ist. Ich entscheide mich damit  für “sichere Spots”. Ich mache keine super extremen Sachen und  mache meine Line von den eventuellen Stürzen abhängig. Aber ich treibe diesen Sport seit meinem 3. Lebensjahr und habe mir  bis jetzt noch keine Verletzungen zugefügt.


Wir beglückwünschen Reine Barkered zu seinem Sieg bei der Freeride World Tour und bedanken uns für dieses tolle Interview!

 

veröffentlicht am 28.03.2012

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