Railtrip im 3-Stunden-Takt durch NRW:

Eine kleine Gruppe Snowboarder und Freeskier machte sich auf den Weg, um im häufig vom Winter verschmähten Nordrhein-Westfalen die verschiedensten Rails zu testen. FUNSPORTING-Autor Bastian Bäumer berichtet über den Roadtrip.

Marcel Zalewski.  Foto: Paul MasukowitzNeun Uhr in der Früh schlug die Uhr, als ich mich in den Wagen setzte, um die Fahrt vom Münsterland nach Bochum aufzunehmen, um dort unseren Fotografen Paul Masukowitz zu treffen. Die Planung unseres Trips fiel recht spartanisch aus. Was soviel bedeuten soll, dass unser Konzept aus einem Trip ins Blaue bestand. Nicht zu vergessen mit offenem Auge für fahrbare Rails, von denen wir möglichst viele an diesem Sonntag jibben wollten. Mit zwischenzeitlichen Wechseln bestand unsere Gruppe schließlich aus den Snowboardern Marcel Zalewski, Jens Herlitz sowie den Freeskiern Chris Neumann und meiner Wenigkeit.

Wohl kaum ein anderer Baustoff als Beton wird mit dem Ruhrgebiet derart in Verbindung gebracht. So fiel die Wahl unseres ersten Spots recht leicht. Ein Rail in dieser kalten unwirtlichen Landschaft musste her. Nach einer Stunde Arbeit an der Schaufel standen der erste Anlauf und die dazugehörige Landung. Nur die nicht vorhandene Steigung in der Anfahrt bereitete ein wenig Schwierigkeiten. Doch mit Kletterseil und einem kurzen Sprint bekamen wir dennoch den nötigen Speed. Unter den Augen einiger verwunderter Passanten ließen dann die ersten guten Shots auf dem Doppelrohr nicht lange auf sich warten. So konnten wir unseren engen 3-Stunden-Rhythmus halten.

Um 13 Uhr wechselten wir die Location. Und dafür suchten wir das andere Gesicht der Industrieregion. Unter dem blauen Winterhimmel fanden wir ein Rail inmitten der Natur, wo sich die Betonbauten fern im Hintergrund scheinbar verstecken wollten. Die Schneemengen erleichterten uns die Präparation des Absprungs und schnell konnten wir beginnen, weitere Footage zu sammeln, wobei wir ausschließlich von ein paar verwirrten Hunden abgelenkt wurden. Langsam aber sicher senkte sich die Sonne am Horizont, was für uns als Zeichen zum erneuten Standortwechsel galt. Weitere drei Stunden später rollte unser Zug also weiter.

Bastian in Aktion.  Foto: Paul MasukowitzNicht viel Zeit blieb, um das letzte Tageslicht einzufangen. Also entschieden wir uns eine nahe gelegene Tiefgarage anzusteuern, dessen Leitplanke nicht besser in einem Park der Alpen stehen könnte. Zu unserer Freude stellten wir fest, dass mit ein paar Strahlern an der Hausfassade auch unser Lichtproblem gelöst war. Kein spektakuläres Rail lag vor uns, aber das Ambiente der Tiefgarage und des modernen biomedizinischen Gebäudes darüber sorgte für den speziellen Charme der Abendstunde. So zuckte der letzte Blitz erst nachdem jegliches Licht der Dämmerung verschwunden war und wir brachen zum letzten Spot unseres Tagestrips auf.

Im von uns circa anderthalb Stunden entfernten Sauerland hat sich mittlerweile ein kleiner Ort namens Neuastenberg zum Freestyle-Mekka von NRW entwickelt. Nach dem Aufbau unserer viermal 500 Watt geballter Lichtenergie, erstrahlte der kleine Rail-Park an der Postwiese zu unseren Füßen in einem sanften gelben Licht. Paul richtete nur kurz seine Blitze aus und wir konnten an diesem Tag mal ganz ohne eigenen Shapeaufwand das genießen, warum wir eigentlich unterwegs waren: Die Freude am Sport im Schnee.

Tief in der Nacht kehrte ich zurück ins heimische Münsterland mit schweren Beinen, aber Eindrücken, die die Schmerzen schnell vergessen ließen. Hoffen wir, dass noch viele Winter folgen werden, in denen auch Nordrhein-Westfalen beweisen kann, wieviel Freestyle-Potential in dieser alpenfernen Region steckt.

von Bastian Bäumer

 

veröffentlicht am 20.01.2009
Bildergalerie

Der Freeskier des Jahres 2008 Bene Mayr.  Foto: Tom Bause
Freeski

Elias Ambühl gewinnt Austrian Freeski Open

Dem Schweizer Newcomer Elias Ambühl gelingt ein perfekter Run, sein Bruder Andri Ambühl wird Zweiter vor dem Freeskier des Jahres 2008 Bene Mayr. Patrick Hollaus ist Österreichischer Meister.

Shaun White.  Foto: Lämmerhirt
Snow

Burton European Open: Kelly Clark und Kevin Pearce rocken die Halfpipe

Bei den Burton European Open 2009 gewinnen Kelly Clark (USA) und Kevin Pearce (USA) das Halfpipe-Finale jeweils zum zweiten Mal in Folge. Beide nehmen 15.000 USD mit nach Hause.

Snow

Sicherheit: Neue Trends bei Snowboardhelmen

Das Thema Sicherheit im Wintersport hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Protektoren und vor allem Helme sind besonders im Freeride-Bereich und in den Fun Parks mittlerweile zu einem festen Ausrüstungsbestandteil geworden.

Schon gesehen? :
Aus unserem Shop: und vieles mehr...

Funsport auf Pinterest

Die krassesten MTB Crashes

Skiurlaub

Jetzt eine unvergessliche Skireise buchen:
Günstiger Winterurlaub in den Alpen!!

Schneehöhen Ticker

powered by

Offizieller Partner

Snowboard Specials

Snowboard Videos
Videos und Clips

Snowboard Shop
Snowboards, Boots, Bindungen, Brillen, Bekleidung

Snowboard RSS Feed
Immer auf dem Laufenden!

Skiurlaub & Snowboard Urlaub
Jetzt buchen!

Newsletter
Jetzt anmelden!

Snowboardjacken

SnowboardjackenDer richtige Look für die Piste! Stöber jetzt in den aktuellen Snowboardjacken von Burton, Analog, Billabong, Horsefeathers, Nitro, Oakley und anderen in unserem Snowboard Shop!
Zu den Snowboardjacken...

Content End
 
 
 
Newsletter Eintragen - Werben - Impressum - Kontakt - Partner - Sitemap - Datenschutz