Pia Widmesser:
Freeski-Paradies ohne Schnee

Pia Widmesser ist eine der besten deutschen Freeskierinnen. Im Interview spricht sie mit Johanna Stöckl über das Leben einer Freeriderin.

Pia auf der Suche nach der  Foto: MICHAEL NEUMANNDie freie Journalistin Johanna Stöckl traf sich im vergangenen Sommer mit einer der besten deutschen Freeskierinnen: Pia Widmesser hat bereits zweimal an der Freeride World Tour teilgenommen und kann auch sonst einige Erfolge aufweisen. Im zweiten Teil erfahrt ihr mehr über das Leben einer professionellen Freeriderin.

Die besten Kommentare

35 Grad im Schatten. Wandernde Touris schauen irritiert, als sie Pias Ski sehen. „Best of“ der Kommentare: „Ihr seid’s definitiv zu früh dran!“ „Ihr wisst aber schon, dass es oben keinen Gletscher gibt?“ Konter: „Es ist nie zu früh.“ „Wir wollen garantiert die Ersten sein!“ Eine Einheimische kopfschüttelnd zu ihrem Mann: „De Preißn wida. Wia in da Piefke Saga.“  Mooooment! Wir sind aus Bayern!

Winter wie Sommer: Pia zieht es das ganze Jahr in die Berge.  Foto: http://www.thomasstraub.de/Materialseilbahn beladen. Zu Fuß weiter Richtung Wildseeloderhütte. Jetzt sieht man sie, die Wildseeloder-Nordwand. Pia studiert den Steilhang sehr genau: „Hat was im Sommer hier zu sein. Der Hang sieht jetzt ganz anders aus!“ Da, wo man im Winter ins Zielgelände fährt, blüht der Almrausch. Fast schon lieblich. Das Face selbst ist ohne Schneekleid viel beeindruckender. Finde ich. Extrem felsig und verflucht steil. Halleluja! Und da fahren die im Winter runter!

Das Face

Pia allerdings sieht das ganz anders: „Im Winter erscheint mir die Wand viel abweisender, schroffer, exponierter.“ Der Männerstart direkt am Gipfelkreuz. Die Mädels starten etwas tiefer von der Schulter. Schade eigentlich. Denn noch in der Saison 2010/2011 gingen Männlein wie Weiblein ganz oben an den Start. Pia ist bereits ein paar Mal die Steilwand abgefahren. From the Top. Auch außerhalb der FWT.

Bei der diesjährigen Freeride World Tour ist Pia nicht dabei. Nächstes Jahr möchte sie unbedingt wieder in dieser Serie starten Foto: http://www.thomasstraub.de/Nur während der letzten vier Wochen vor dem Wettbewerb bleibt das Face gesperrt. Letztes Jahr, so Pia, waren die Bedingungen fantastisch. Zum Teil lag richtig Tiefschnee in der Wand. Ein Vergnügen war es hier zu fahren. Dem ist nicht immer so. Die Wand sei ziemlich windanfällig. Nicht selten fährt man auch auf Eis, im Bruchharsch oder windgepresstem Schnee. Die Wahl der Linie ist daher, wie bei jedem Run, auch hier in Fieberbrunn entscheidend.

Der Abstieg

In der Dämmerung steigen wir von der Wildseeloderhütte auf den Gipfel. Wir sind alleine. Berge soweit das Auge reicht. Bestes Licht. Absolute Stille. Hier erzählt Pia, dass sie diesen Winter nicht bei der Freeride World Tour an den Start gehen kann.

Pia beim Sprung über Felsen, was in der Freeride-Sprache Cliffdrop heißt.  Foto: MICHAEL NEUMANNDer Grund: Eine Fusion der Freeride World Tour mit der Freeskiing World Tour. Im kommenden Winter dürfen die sechs bestplatzierten Damen aus der FWT in der neuen, vereinigten World Tour ran. Da Pia 2012 „nur“ den siebten Platz im Gesamtweltcup belegte, verpasste sie den Startplatz denkbar knapp. Was für sie bedeutet, in der kommenden Saison über Qualifier Wettbewerbe zu versuchen, sich zumindest für den Winter 2013/2014 wieder einen Startplatz zu sichern. So bedauerlich die Situation auch ist, sie hat einen kleinen Vorteil: Pia wird diesen Winter ein paar coole Filmprojekte verfolgen.

Fieberbrunn: Die Freeride-Heimat von Pia Widmesser

Im Winter kommt Pia gelegentlich zum Freeriden nach Fieberbrunn. Zum einen, weil das Tiroler Örtchen für sie, die in Kiefersfelden lebt, schnell zu erreichen ist. Aber auch, weil sie das kleine, feine Skigebiet sehr mag, seine Off-Piste Möglichkeiten schätzt und ihr die familiäre Stimmung hier gefällt.

Pia ist Profifreeriderin. Sponsoren kooperieren mit der sympathischen Sportlerin.  Foto: http://www.thomasstraub.de/Am nächsten Morgen auf der Hütte. Wildseeblick. Frühstück in der Sonne. Und Pia schwärmt vom Winter: „Auf der FWT ist Fieberbrunn ein besonders toller Tourstopp. Nicht nur für uns Athleten, auch für die vielen Zuschauer. Die Organisation ist außergewöhnlich gut. Der ganze Ort steht hinter der Veranstaltung. Das Flair hier ist schon sehr besonders. Ich wär’ so gern dabei!“ Dann verrät sie, dass sie noch vage Hoffnung hat, wenigstens für den einen Tourstopp in Fieberbrunn eine Wildcard zu ergattern. „Schön wär’s schon. Vielleicht klappt es ja.“

Weitere Infos bekommt ihr auf der Website von Pia Widmesser.

veröffentlicht am 19.03.2013
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