Iron Night 2009:
Slopestyle im Flutlicht

126 Starter gingen im Crystal Ground – Snowpark Kleinwalsertal höchst motiviert ans Werk und boten den etwa 2.000 Zuschauern und Fans einen spannenden Wettbewerb.

Wettkampf um den Best Trick.  Foto: Stefan EignerNach den starken Schneefällen der Vortage stellte Frau Holle am Samstag zumindest zeitweise ihre Arbeit ein. Das Team der Parkmanager hatte in den Tagen vor der Iron Night allerhand zu tun, die Schneemassen in den Griff zu bekommen und gute Bedingungen für den Wettkampf zu schaffen. Zum Contest präsentierte sich der Snowpark am Fuße der Kanzelwand im Kleinwalsertal jedoch in optimalem Zustand und die Fahrer kamen mit dem anspruchsvollen Setup super zurecht.

Bereits am Freitagnachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Obstacles in allen Variationen anzufreunden und sich für den Contest am Samstag vorzubereiten. Freitagabend traf man sich bei der Playboard Party zu einem gemütlichen Warm up mit Gleichgesinnten.

Samstagmorgen war bei der Anmeldung für Fahrer ein reges Treiben zu beobachten. Aufgrund des starken Andrangs auf die Startplätze wurde das Starterfeld kurzerhand von 100 auf insgesamt 126 Starter in den Kategorien Ski und Snowboard Kids, Girls und Men erweitert.

Gegen 11 Uhr ging es dann mit dem Kids Contest los. Auch bei der Iron Night zeigten die jungen Wilden für ihr Alter wieder hochkarätiges Freeskiing und Snowboarding mit anspruchsvollen Tricks und viel Style. Bei den Skifahrern dominierte Lukas Joas aus Oberstdorf mit routiniertem, sicherem Fahren. Felix Georgii aus Sterklis war bei den Snowboardern derjenige, der am besten überzeugen konnte und wurde verdient Erster.

Für die Kategorien Snowboard und Freeski Girls und Men wurde es am Nachmittag ernst. In der Qualifikation hatten die Fahrer zwei Runs, um die erfahrenen und kompetenten Judges mit ihrem Können zu beeindrucken. In jeder Kategorie kamen die jeweils besten acht Teilnehmer weiter in das begehrte Halbfinale.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurde das Flutlicht eingeschaltet, welches den Snowpark in gleißendes Licht tauchte. Auch die Stimmung unter den immer zahlreicheren Zuschauern wurde nun von Minute zu Minute ausgelassener und man war gespannt auf die anstehenden Finals, die aus Halbfinale, Finale und Superfinale bestanden.

In den Girls Kategorien ging es richtig zur Sache. Sowohl die Snowboarderinnen als auch die Skifahrerinnen packten teilweise extrem harte Tricks aus und nutzten den gesamten Snowpark für ihre Runs.

Boarder auf der Rail.  Foto: Stefan EignerBei den Herren war das fahrerische Niveau so hoch wie noch nie. In spannenden Final-Battles wurden anspruchsvollste Trick-Kombinationen gezeigt, die das Publikum gebührend zu huldigen wusste. Der Snowboarder Paul Dreher aus Dornbirn sicherte sich letztendlich verdient den ersten Platz vor dem Lokalmatador Dominik Schuster aus Mittelberg und dem Drittplatzierten Michael Öfner aus Sellrain. Bei den Freeskiern schaffte es Flo Geyer aus Pfronten mit einer tollen Perfomance auf den ersten Platz. Roy Kittler aus Dresden belegte den zweiten Platz. Der Oberstdorfer und Crystal Ground Local Thadde Joas wurde Dritter.

Im Anschluss an den regulären Contest strömten die Zuschauer in den Innenbereich des Snowparks und versammelten sich für den anstehenden Best Trick Contest, um das hierfür errichtete Multifunktions-Obstacle. Neben einer Furcht einflößenden Upbox to Drop standen den Fahrern hier auch eine Gapbox, ein Kinkrail sowie ein Picknicktable zur Verfügung. Das Publikum motivierte die Fahrer mit einer tollen Stimmung und viel Applaus zu Tricks der harten Sorte. Bei der Jamsession übernahm das Publikum sogar die Funktion der Jury und die Bewertung erfolgte in Form von Applaus. Bei den Skifahrern konnte sich letztendlich Thadde Joas mit einem 450 on 270 off an der Gapbox vor seinen Kontrahenten durchsetzen und bei den Snowboardern war es Sascha Vossen aus Neuss, bei dem das Publikum am lautesten applaudierte, nachdem er einen switch one footed 50/50 to drop an der Upbox sauber landete.

Nach der anschließenden Siegerehrung bewegte sich die Menschenmenge in Richtung Casino, wo zum Ausklang der Iron Night 2009 die legendäre Funk Food Aftershowparty ihre Pforten öffnete. Hier feierten etwa 1.300 Partyjünger die ganze Nacht zu treibenden Sounds von Dieter Funk, DJ Enne, DJ Karel sowie vom Famous Deck Team. Visuelle Unterstützung kam vom VJ-Team „Onkel Tuca“, die in der oberen Area ein abgefahrenes Ambiente schafften.

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veröffentlicht am 17.02.2009
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