Martin Fiala und das Projekt Freeride Hornbachkette:
Teil Drei

Beim dritten Teil des Projekts Freeride Hornbachkette zog es den Skifahrer Martin Fiala trotz erhöhter Lawinengefahr an den Krottenkopf. Um fünf Uhr morgens ging´s los. Belohnt wurde der Rider dafür nicht nur mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang.

Martin Fiala und das Projekt Hornbachkette.  Foto: Toni BreyDie Wettervorhersage und auch der Lawinenlagebericht waren nicht ganz optimal. Der Wetterdienst hatte einige Zentimeter Schnee und Bewölkung angekündigt, der Lawinenwarndienst Tirol sagte:

Die Lawinengefahr ist leicht angestiegen und oberhalb etwa 2.000 Meter verbreitet als mäßig einzustufen. Zu beachten sind dabei vor allem frische Triebschneeansammlungen. Diese haben sich gestern in hochalpinen Kammlagen und Triebschneehängen aller Expositionen gebildet.

Diese Triebschneepakete sind zwar meist klein, aber relativ leicht auslösbar. Zum Teil reicht dazu schon geringe Zusatzbelastung! Aus steilen, sonnseitigen Hängen ist auch heute vereinzelt mit Selbstauslösungen oberflächlicher Rutsche zu rechnen.

Ich entschied mich, durch das Bernhardstal anzusteigen und dann je nach Verhältnissen zu entscheiden, wohin es geht. Im Hinterkopf hatte ich die Nordostrinne vom Großen Krottenkopf. Toni Brey hatte auch Zeit und wir verabredeten uns gegen 5:00 Uhr in Weissenbach. Um 5:30 gingen wir in Elbigenalp los.

Martin Fiala und das Projekt Hornbachkette.  Foto: Toni BreyDie ersten 200 Höhenmeter bis zur Gilberalm mussten wir tragen, der Sternenhimmel stimmte uns beide zuversichtlich. Gottseidank waren in den letzten Wochen einige wenige Tourengeher durch das Bernhardstal unterwegs, es war bis zu Karalm gespurt. Kurz vor der Karalm durften wir ein echtes Spektakel erleben, einer dieser Augenblicke, die einem ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubern.

Spätestens jetzt wußte ich, warum ich so früh aufgestanden war. Der ganze Himmel leuchtete rot im Sonnenaufgang, einfach atemberaubend.

Toni und ich sprachen uns kurz ab, verließen die vor einigen Tagen gelegte Spur und beschlossen, die Krottenkopfscharte anzusteuern. Ich wußte, dass die kommenden 200 Höhenmeter kein Spaß sein würden. Latschengelände, teilweise Schnee ohne Grund und bis zu 40° Gelände machten den Aufstieg recht mühevoll.

An der östlichen Schulter des Ochsenkopfes angekommen öffnete sich die Sicht in das Hermannskar. Die Marchspitze, die Fäulewandspitzen und der Große Krottenkopf sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Es wurde trüb, der Wind wurde heftiger.

Martin Fiala und das Projekt Hornbachkette.  Foto: Toni BreyWir querten in nördliche Richtung über einige Lawinenkegel,  östliche Exposition, ca. 40°. Rechts von uns exponiertes Gelände. Toni ließ automatisch einen vernünftigen Abstand. Nach weiteren 30 Minuten standen wir im Boden unterhalb der Krottenkopfscharte. Am südlichen Ausläufer der Ramstallspitze war vor kurzem ein Schneebrett abgegangen, wir konnten genau die Abrisskante sehen. Keine guten Zeichen.

Wir stiegen in den Südhang des Krottenkopfs und hofften, hier evtl. einen Durchstieg in Richtung Krottenkopfscharte zu finden. Die Scharte war nun voll einsehbar, der Hang darunter voll eingeweht. Eine ordentliche Wechte ermunterte nicht gerade zu einem Durchstieg. Wir sprachen kurz und kamen ziemlich schnell zu dem Entschluss, dass ein Versuch absoluter Blödsinn wäre.

Martin Fiala und das Projekt Hornbachkette.  Foto: Toni BreyIch versuchte noch, um den östlichen Ausläufer des Krottenkopfs zu gehen, um in das Hermannskar zu kommen. 40° - 45°, solange ich in der südlichen Exposition blieb, war es machbar, weil es einen guten Deckel gab. Weiter östlich kommend wurde es tief und eingeweht. Ein Weitergehen wäre russisches Roulette gewesen, ich kehrte um, wir zogen uns um und aßen einiges.

Es folgte eine wunderschöne Abfahrt in den unteren Bereich des Hermannskars. Von hier stiegen wir 
zurück zu der östlichen Schulter des Ochsenkopfes. Nach einer weiteren Stunde - insgesamt 7,5 Stunden - standen wir am Auto. Keine große Line, aber ein saugeiler Tag in einsamer Gegend.

Text: Martin Fiala

veröffentlicht am 17.02.2011

 Freeride-Action beim Nebelhorn Classics.  Foto: Florian Schindler
Freeski

Nebelhorn Classics 2011: Jetzt zum Freeride-Event in Oberstdorf anmelden

Skifahrer, Snowboarder und Telemarker kämpfen im März um den Titel der Nebelhorn Classics 2011. Im Oberstdorfer Backcountry geht´s vom 2.224 Meter hoch gelegenen Nebelhorngipfel bis zur Mittelstation Seealpe auf 1.280 Metern.

Big Mountain in Fieberbrunn.  Foto: Toni Niederwieser
Snow

Big Mountain Fieberbrunn 2011: Quali für das Finale der Freeride World Tour

Mit dem Big Mountain 2011 in Fieberbrunn reiht sich auch Österreich in die Olympiaorte der World Tour ein. Hier entscheidet sich auch welche Rider beim Finale der Freeride World Tour in Verbier an den Start gehen werden.

Snow

Freeski Videos

Du bevorzugst zwei Bretter statt einem? Kein Problem! Unser Freeski-Video Channel bringt Dir immer frische Filme von Events und Trailer.

Schon gesehen? :
Aus unserem Shop: und vieles mehr...

Funsport auf Pinterest

Die krassesten MTB Crashes

Skiurlaub

Jetzt eine unvergessliche Skireise buchen:
Günstiger Winterurlaub in den Alpen!!

Schneehöhen Ticker

powered by

Offizieller Partner

Snowboard Specials

Snowboard Videos
Videos und Clips

Snowboard Shop
Snowboards, Boots, Bindungen, Brillen, Bekleidung

Snowboard RSS Feed
Immer auf dem Laufenden!

Skiurlaub & Snowboard Urlaub
Jetzt buchen!

Newsletter
Jetzt anmelden!

Snowboardjacken

SnowboardjackenDer richtige Look für die Piste! Stöber jetzt in den aktuellen Snowboardjacken von Burton, Analog, Billabong, Horsefeathers, Nitro, Oakley und anderen in unserem Snowboard Shop!
Zu den Snowboardjacken...

Content End
 
 
 
Newsletter Eintragen - Werben - Impressum - Kontakt - Partner - Sitemap - Datenschutz