FIS Snowboard Weltcup:
Stefan Gimpls Triumph in Moskau

Dass Stefan Gimpl in Sachen Big Air ein Stylemaster ist, hat er schon mehr als ein Mal bewiesen. In Moskau gewann er nun nicht nur den FIS Weltcup, sondern auch den Gesamtsieg in der Weltcup-Wertung.

Stefan Gimpl holte sich in Moskau vorzeitig den Gesamtsieg im Big Air.  Foto: Oliver Kraus, FISDer 28-jährigen Österreicher dominierte nicht nur in eindrucksvoller Weise den Wettkampf in Moskau, sondern sicherte sich dank des dritten Saisonerfolges in Folge auch vorzeitig den Sieg in der Weltcup-Wertung. Zweiter wurde der erst 15-jährige Roope Tonteri (FIN), der bei seiner zweiten Weltcup-Teilnahme gleich ins große Finale einziehen konnte. Als Dritter stieg Sindre Iversen aus Norwegen auf das Podium, der sich im kleinen Finale gegen den Belgier Seppe Smits durchsetzen konnte. 25.000 Zuschauer vor dem Hauptgebäude der Staatsuniversität von Moskau verfolgten den Contest.

Dass Gimpl sich jetzt schon über den Weltcup-Sieg freuen durfte, war während der Qualifikation noch nicht absehbar: „Da hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Ich musste ein bisschen um das Finale schwitzen“, so der Salzburger. Dort schaltete er im Achtelfinale erst seinen Landsmann Stefan Falkeis aus, ehe der Vorjahresdritte von Moskau Matevz Petek (SLO) und wenig später Seppe Smits im Halbfinale das Nachsehen hatten. Dort zeigte das Snowboard-Urgestein mit einem perfekt ausgeführten „Cab 9“ den bestbewerteten Trick des Abends.

Das Finale gegen das Talent Tonteri geriet dann zu einem Duell der Generationen, da der junge Finne beinahe halb so alt wie sein Kontrahent war. Tonteri riskierte alles und versuchte sich zwei Mal an einem „Cab 12“, verpatzte aber beide Male die Landung, so dass Gimpl nach einem gelungenen „Cab 9“ im ersten Run den Zuschauern noch zum Abschluss des Finales einen stylishen „Backside 5“ präsentieren konnte. „Es war ein super Wettkampf heute. Mein Vorteil heute war, dass ich hoch springen konnte“, freute sich der frisch gebackene Weltcup-Sieger.

Für Gimpl ist es nach 2006 bereits die zweite Kristallkugel. Doch trotz des Triumphs klang doch ein wenig Bedauern durch: „Es ist nur schade, dass Janne Korpi nicht mitmachen konnte“, da der bis zum heutigen Bewerb einzige Konkurrent aufgrund einer Knieverletzung vom letzten Halfpipe-Wettbewerb in Bardonecchia zu einer Regenerationspause gezwungen war. „Aber es taugt mir natürlich, dass ich den Weltcup schon heute eingefahren habe. Allerdings hat man heute erneut sehen können, dass viele gute junge Fahrer nachkommen. Es wird in den nächsten Jahren nicht leichter für mich“, stellte Gimpl fest.

Eine Kostprobe von eben diesem Können zeigte Iversen. Der der 17-jährige Norweger, der sich heute über sein bislang bestes Resultat freuen durfte, stellte im Kampf um Platz drei einen beeindruckenden „Backside 9 indy nosebone“ in den Schnee.

veröffentlicht am 11.02.2008

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