Chill and Destroy:
Matze Vogt holt zweiten Sieg am Feldberg

Trotz Schneestürmen fanden die 56 Rider der ChillAndDestroy Tour den Weg zum Feldberg. Belohnt wurden sie mit einem perfekt geshapten Funpark und der einzigartigen Stimmung, die so nur am Feldberg existiert.

Chill and Destroy am Feldberg.  Foto: chris2rock.deJedenfalls herrschte am vergangenen Samstag Morgen reges Treiben im Funpark am Seebuck. Es wurde emsig nachgeshaped, da es über Nacht noch einmal knapp zehn Zentimeter geschneit hatte. Der Parkbulli zog noch einmal den gesamten Slopestyle Park ab und das ChillAndDestroy-Team dekorierte Selbigen mit Fahnen, Bannern und Zelten.

Geboten wurde allerhand an diesem Tag. Los ging es mit den Snowboard Girls. Lokalmatadorin und "Boardshop-Freiburg Teamfahrerin" Sonkoy Mamani-Bath hätte an diesem Tag alles klar machen können, wenn sie ihre Bs 360er sicher gestanden hätte. Hat sie jedoch nicht und somit wurde die Konstanz der belgischen Freestyle-Waffe Elke Cogghe belohnt. Sie holte sich mit Fs 180er am großen Kicker und Fs Shifty am Zweiten, sowie 50/50 am Up-Rail - alles sicher gestanden und in sauberer Ausführung, den Tagessieg. Sonkoy freute sich aber auch über den zweiten Platz. Der dritte Platz ging an Pia Gärtner aus Grefrath. Anna Kniesbach aus Feldberg wurde Vierte.

Bei den "Mini-Shreds" - genau genommen den Jungs unter 16 Jahren, zeigte der jüngste Teilnehmer wie es geht. Luis Eckert, zwölf Jahre alt und ebenfalls Boardshop Teamfahrer gab gehörig Gas und stellte gleich nach seinem ersten Run klar, dass es nicht so leicht für seine Konkurrenz sein würde, heute an ihm vorbei zu ziehen. Er zeigte Straight-Airs mit Nosegrab und Fs Shifty über den ersten Kicker, außerdem einen bs 720 und bs 3er am Roller-Kicker auch die Rails bearbeitete er mit spielerischer Sicherheit.

Schöner Grab über den Kicker.  Foto: chris2rock.deFür den Zweitplatzierten Clemens Simon (Bs 180 Tailgrab, Shifty's und 50/50's am Up-Rail) war Luis einfach zu stark. Platz drei ging an Jonas Hammerschmidt, der sich über seinen dritten Platz scheinbar so gefreut hat, dass er am Abend auf der Party in Freiburg bereits zu früher Stunde mit spektakulären "Breakdance-Einlagen" am Boden den Weg zum Ausgang freimachte.

Die ChillAndDestroy Qualifikation der "Jungs" über 16 Jahren startete mit vielen alten Bekannten. Unter anderem gaben sich die ehemaligen Feldberg Tourstopp-Gewinner Lukas Wolfer (2005), Mathias Vogt (2007) und Malte "Mucki" Musik (2008) die Ehre. Die Locals Philipp Scherzinger, Markus Scheele und Kristoffer Thoma starteten als alte "CAD-Hasen" entsprechend selbstsicher durch.

Auch weitere ehemalige CAD-Tourstopp Gewinner witterten Ihre Chance und gingen am Feldberg an den Start. So reiste aus Düsseldorf mit Gianni Baggenstos ein CAD-Rider und Tourstopp-Gewinner der "ersten Stunde" an. Auch Richard Enzmann aus dem „Bayerwald“, Gewinner des ChillAndDestroy Tourstopps Heubach 2008 wollte zeigen, dass er es immer noch drauf hat.

Wie erwartet zeigte der Freiburger Mathias Vogt bereits in der Qualifikation, dass an diesem Tag auf jeden Fall mit ihm zu rechnen ist. Zusammen mit Bastian Jauslin aus Basel, dem Freiburger Lukas Wolfer und dem Halbschweizer Gianni Baggenstos bildete er die Speerspitze der Quali. Dabei war auch schnell klar, dass der Sieg an diesem Tag, unter diesen Vier ausgemacht wird.

Leider verletzte sich der Vorjahrsgewinner aus Freiburg, Malte Musik beim zweiten Run der Quali, an seiner sowieso schon angeschlagenen Schulter. Wahrscheinlich hätte er sonst sicherlich auch noch ein Wörtchen über den Sieg mitgesprochen.

v.l.n.r.: Pia Gärtner, Elke Cogghe, Sonkoy Mamani Bath.  Foto: VeranstalterDass es am Samstag ein Hammer-Tag für das Boardshop-Freiburg-Team wurde, lag nicht zuletzt auch am glänzend aufgelegten Contest-Speaker Flo Duse, den auch ein Ausfall der Sound-Anlage nicht davon abhielt, für Stimmung zu sorgen. Dabei erklärte er auch noch fachkundig die gezeigten Tricks und fand sogar noch Gelegenheit die defekte Soundanlage zusammen mit den Chill and Destroy-Technikern zum Laufen zu bringen. Die ca. 300-400 Zuschauer dankten dies mit Szenen-Applaus und die Rider mit allgegenwärtigen "Shake-Fives".

Matze Vogt legte mit Cab 720 to inverted 540 und fs Boardslide am Downrail vor. Bastian Jauslin legte mit einer sagenhaften Cab 720 to sw bs 720 Combo und ebenfalls fs Boardslide am Downrail nach. Das brachte dem Schweizer den höchsten Score des Tages ein. Dann kam Lukas Wolfer. Der Wahl-Züricher zauberte einen wunderschönen fs Rodeo 720 to bs 540 und 270 fs Boardslide am Downrail aus dem Hut. Wahrlich nicht von schlechten Eltern. Auch Gianni Baggenstos wollte sich hier nicht lumpen lassen und switchte Cab 3er to Cab 5er im ersten Run.

Wenn Philip Scherzinger seinen fs Rodeo Seven sicher gestanden hätte, dann wäre er mit der Folgekombo fs 360 und 270 fs Boardslide noch in die Reichweite des "Stockerls" gekommen. So reichte es letztendlich "nur" zum fünften Platz. Das Stockerl fuhren die besten Vier aus der Qualifikation aus. Gianni Baggenstos eröffnete die Entscheidung mit fs 540 mute to sw bs 540 und fs Boardslide am Downrail. Das reichte am Ende für einen sehr guten vierten Platz im Endergebnis.

Lukas Wolfer verdiente sich den dritten Platz, indem er wiederum eine sw bs inverted 540 to bs 540 Rodeo mit 50/50 am Downrail zeigte. Die Spannung stieg bis zum Schluss an, da jetzt nur noch die beiden Führenden aus der Qualifikation am Start übrig waren. Bastian Jauslin eröffnete den Zweikampf mit einer sw bs 720 to Cab 900 Kombination, die er leider nicht ganz so sauber in den Schnee stellen konnte. Somit konnte der letzte Starter an diesem Tag, Matze Vogt auf Sicherheit fahren. Der Boardshop-Teamrider stylte sich mit einem Cab Shifty 3er und einen Double Shifty 180 mit anschließenden bs Lipslide am Down-Rail, verdient zum Tagessieg.

veröffentlicht am 27.01.2009

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