Chill and Destroy:
Freeskier trotzen der Kälte im Kaunertal

Am kältesten Tag des Winters trotzen die strahlenden Sieger Elisabeth Gram, Gottfried Gram und Markus Oberwaller den widrigen Wetterverhältnissen und zeigen mit Talent und Können, dass sie keine „Schönwetter-Rider“ sind.

Freeskier beim Frontflip.  Foto: VeranstalterStolze -20,4° C zeigte das Thermometer am Samstag Morgen am Parkplatz des Kaunertaler Gletschers. Statt des gewohnten „bluebird“-Wetters, hatte das Chill and Destroy-Team am vergangenen Samstag zu beweisen, dass es möglich ist, auch bei schwierigsten Wetterverhältnissen einen chilligen Freeski-Contest zu organisieren.

Denn obwohl es überall im Alpenraum bis zu 50 Zentimeter Neuschnee dumpte, die Anreise ins Kaunertal für viele nicht die nächste ist und dazu auch noch die ungewisse Wetterprognose kam, ließen es sich knapp 35 Freeskier nicht nehmen, beim ChillandDestroy Contest auf 2.750 Meter dabei zu sein. Belohnt wurden die Teilnehmer mit einem gutgelaunten und glänzend aufgelegten ChillandDestroy Team, welches versuchte, es den Ridern so angenehm wie möglich an diesem Tag zu machen.

Das bedeutete vor allem: kurze Wartezeiten, komprimierter Zeitplan, heißer Tee und längere Ruhepausen zum Aufwärmen. Der Slopestyle-Park am Kaunertaler Gletscher zeigte sich, was die Obstacles und den Shape betraf, auf jeden Fall von seiner besten Seite. Das Schneestern Team war extra am Donnerstag und Freitag noch einmal mit vier Mann ins Kaunertal gereist, um den Park für den Contest am Samstag perfekt herzurichten. Leider konnte am Samstag die „große“ Kickerline wegen des sehr „stumpfen“ Schnees und teilweise starken Gegenwindes nicht gefahren werden.

Bei den Freeski „men“ über 15 Jahren, dominierte ein Rider den kompletten Contest: Gottfried Gram aus Fliess/AUT konnte auch die beißende Kälte nicht davon abhalten, ein Freeski-Feuerwerk nach dem anderen zu zünden. Nicht auszudenken, was er gezeigt hätte, wenn die Umstände etwas günstiger gewesen wären. Jedenfalls beherzigte er den guten Ratschlag vom Tour-Organisator Facy, der nach „Goffies“ Aussage: „...mal sehen ob heute back to back 7er gehen...?“, meinte, dass es heute wohl besser wäre, auf Sicherheit zu fahren.

Somit zeigte Gottfried bei der Quali am Rail besagte 270on 360 270 off an der Straightbox mit anschließendem Blindslide exchange to fakie an der Step-Down-Box und schönem Slide to fakie an der Curved. Bei den Kickern fuhr er auf Sicherheit und zeigte eine hohe und stylische 5er to sw 3er Kombo. Mit dieser Performance zog er als Erstplatzierter ins Finale der besten Vier ein. Weitere Finalisten bei den Männern waren Johannes Drexl, Christoph Kranebitter aus Tux/AUT und Daniel Tschutschenreuther aus Sexten/ITA.

Die Wertung der "Freeski-Kids" unter 15 Jahren, wurde erwartungsgemäß wieder vom amtierenden internationalen deutschen Jugendmeister Markus Oberwaller aus Fieberbrunn, dominiert. Aber auch sein mit ihm „sehr spät“ angereister Kollege Maximilian Kogler aus Itter/AUT wusste in der Qualifikation zu überzeugen. Markus Oberwaller beeindruckte in der Quali vor allem mit einer 3er Truckdriver to Superman-Frontflip Kombination, die für einige „Shoutouts“ bei den Kollegen sorgte.

Auch Maximilian Noppeney aus See/AUT überzeugte die Judges mit sicheren Slides und Sprüngen und wurde Erstplatzierter der Quali. Thomas Trifonitcher aus Garmisch/GER überraschte mit einer sehenswerten Frontflip to Flatspin 7er Darbietung, als dritter der Quali. Außerdem zogen Andreas und Peter Kindl aus Neustift/AUT, Christoph Kofler aus Prutz/AUT, Stefan Tipotsch aus Tux/AUT, Fabian Bruger aus Zams/AUT und zu guter Letzt Christian Beiser aus Lech vom „Skiclub Arlberg Newschool Team“ allesamt ins Finale ein.

Im Fahrerfeld der Freeski-Girls rockte wieder einmal die deutsche Freeski-Hoffnung Jule Seifert aus Herbolzheim/GER. Auf Rails scheint sie momentan eine der besten Freeski-Nachwuchs-Girls zu sein.

Lediglich Elisabeth Gram aus Fliess/AUT war an diesem Tag einfach auch aufgrund der Kicker-Performance (3er to 5er Kombo) einen Tick besser. Zur Belohnung gab es für „Lizzi“ die verdiente Chill and Destroy-Glastrophäe für den ersten Platz. Jule Seifert wurde Zweite und Nicole Scheichl aus Götzis/AUT wurde nur knapp dahinter Dritte.

Nach der Qualifikation wurden alle Rider erst einmal zum Aufwärmen und Essen ins Restaurant geschickt. Moderator Basti Schröder verkündete die Finalisten und nach 30 Minuten „Akklimatisierung“ wurden die Finalisten und auch alle anderen zur lautstarken Unterstützung wieder in die Kälte geschickt.

Den Sieg bei den Kids sicherte sich im Finale erwartungsgemäß Markus Oberwaller. Zweiter wurde Maximilian Noppeney und Dritter Maximilian Kogler. Somit erstrahlte das Podium der Freeski-Kids erneut gänzlich in rot-weiss-roter Flagge. Stefan Tipotsch verpasste als Vierter diesmal nur mit einem hauchdünnen Rückstand das Stockerl.

Gottfried Gram ließ sich die Wurst nicht mehr vom Brot nehmen und holte unangefochten Platz eins vor dem Österreicher Christoph Kranebitter. Johannes Drexel holt als einziger Deutscher im Finale Platz drei. Bei der anschließenden Siegerehrung, wieder im „Warmen“, ließen sich alle Gewinner entsprechend Feiern und nahmen neben der obligatorischen CAD-Glas-Trophäe weitere zahlreiche Sachpreise entgegen.

Alles in allem war die Stimmung an diesem Tag trotzdem super. Das CAD-Team war wie immer gut gelaunt und die Rider gaben ihr Bestes im Park. Wer einen perfekten Slopestyle-Park zum trainieren sucht, lange Wartezeiten an den Liften scheut und auf atemberaubende Bergpanoramen steht, der sollte sich auf den Weg zum Kaunertaler Gletscher machen.

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veröffentlicht am 20.02.2009

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