Chill and Destroy:
Thomas Fimmel gewinnt in Heubach

Am vergangenen Samstag war die Chill and Destroy Tour mit einem Snowboard-Tourstopp in Heubach im Thüringer Wald zu Gast.

Chill and Destroy Tour in Heubach.  Foto: benjaminwiedenhofer.comDie Stimmung am Samstag Morgen im „Spielplatz OST“-Funpark direkt neben dem Lift in Heubach, hätte nicht besser sein können. Am Morgen zog der Parkbulli noch einmal den gesamten Slopestyle-Park ab.

Der angekündigte Regen blieb aus, dafür zeigte sich zeitweise die Sonne mit einigen dünnen Strahlen. Zumindest so, dass sich an diesem Samstag zeitweise mehr als 600 Leute gleichzeitig das rege Treiben im Slopestylepark vom Rande aus anschauten. „Im Durchlauf waren heute knapp 1.300 Leute den ganzen Tag über gesehen am Lift im Heidental. Wir können stolz darauf sein, dass die Chill and Destroy Tour immer wieder hier nach Heubach kommt!“, so der Liftbetreiber Denis Wagner.

Besonders laut wurde es immer, wenn z.B. Local Andreas Altmann sein Können zum Besten gab, stellte er doch so schöne Trickkombinationen wie 50/50 am Kinked-Rail, einen schönen hohen Fs 3er am ersten Kicker sowie eine Fs 180 to Bs 360off-Kombo am Step up-step down-Obstacle in den Schnee. Leider vergeigte er in seinem zweiten Run beide Fs 540’s, sonst hätte es an diesem Tag locker bis zum Finale gereicht.

Ins Finale schafften es schließlich zehn der über 40 Starter in der Kategorie Snowboard Jungen über 15 Jahren. Unter ihnen auch die beiden Bayerwäldler Richard Enzmann und Gerhard Kirsch, der Evergreen aus Düsseldorf Gianni Baggenstoss, die Oberwiesenthaler Fraktion Martin Simon, Marian Schmidt und Toni Kurschat, aber auch Henning Rabe aus Chemnitz und Thomas Fimmel aus Dresden drehten mächtig auf. Letztendlich komplettierte Kai Schüssel aus Bayreuth das illustre Teilnehmerfeld im Finale.

Die Wertung der "Mini-Shreds" - genau genommen den Jungs unter 16 Jahren, wurde von drei Boardern dominiert. Zum einen gab Julian Bochmann aus Chemnitz in der Qualifikation mächtig Gas (Fs 360 Tailgrab am ersten und auch an den anderen Kickern), aber auch die angereisten Südbayern Moritz Birkendahl aus Berg und Maximilian Öttl aus Gmund ließen es an den Obstacles ganz schön krachen.

Letztendlich ging der Sieg in den Süden nach Gmund an Maximilian Öttl (50/50 fs180 off, Fs360 am Kicker, Crooked Slide an der Kinked-Box Fs Boardslide am Rainbow). Platz zwei ging an Julian Bochmann und der dritte Platz ging an Moritz Birkendahl (schöne Bs Shifty’s und Rock to fakie an der Wall).

Der Dresdner Thomas Fimmel schaffte es gerade noch so ins Starterfeld, da er sich an diesem Tag „etwas“ verspätet hatte. Er ließ bei den netten Damen an der Anmeldung seinen Charme spielen und verschaffte sich so noch Zugang zum Sarterfeld. Er belohnte diese Geste mit einem astreinen ersten Run, bei dem er Fs Lipslide 270 off am Kinked-T-Profil zeigte, sw bs mute 180 am ersten Kicker und „back to back“ bs 540 hinterher zauberte. An der Wall gab es dann noch einen 50/50 stall hinterher und letztendlich den höchsten Score des ersten Runs. Auch im zweiten Run zündete Mr. Fimmel eine Trick-Rakete nach der anderen und schaffte es sogar noch seinen Score aus dem ersten Run zu toppen.

Bei den Snowboard–Girls rockte Jana Eichhorn aus Reilingen den Park. Sie holte sich in der Qualifikation schon den Sieg vor Sandra Hinnobert aus Jena (2. Platz) und der Mainzerin Johanna Blum.

Im Finale waren die Rider dann wohl schon etwas außer Atem, denn nur wenige standen ihre hochkarätigen Tricks, dass selbst die Judges, rund um Headjudge Matty Meier, Alex Projer und Stefan Vögerl – allesamt aus dem
Bayerischen Wald angereist, öfters beim Kopfschütteln zu beobachten waren.

Den Sieg sicherte sich im Finale Thomas Fimmel letztendlich mit seinem ersten Run. Hier zeigte er folgende Tricks: Bs Boardskide270 off (Kinked-Rail), sw BS 360 indy (1. Kicker) to cab 720 indy und ein grandioser rock 270 off an der Wall. Highscore!

Obwohl auch die anderen Finalisten wie Henning Rabe (Bs Rodeo 540 und cab 540 an den Kickern und slide to fakie an der Wall), oder Toni Kurschat (‚Gap Fs Lipslide am Kinked-Rail, BS 720, Bs 360 melon an den Kickern und eine stylische Bs180 to 180off–Kombo an der Wall) im Finale zauberten, fuhr keiner so konstant wie Thomas Fimmel. Somit geht der erste Platz auch verdient nach Dresden.

Platz 2 geht nach Chemnitz an Henning Rabe und der dritte Platz geht nach Oberwiesenthal an Toni Kurschat. Letztendlich macht es die Mischung aus dem Flair, der im Thüringer Wald herrscht, der guten Laune der Liftbetreiber, sowie der feine Slopestylepark, der den Tourstopp in Heubach immer wieder zu einem besonderen Erlebnis werden lässt.

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veröffentlicht am 20.02.2009

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