Big Mountain Pro:
Judging Session als Event-Abschluss

Die Judging Session in Saalbach-Hinterglemm bedeutetete den endgültigen Abschluss des diesjährigen Big Mountain Pro. Für FUNSPORTING war Freeskier Bastian Bäumer live vor Ort.

Cody Townsend beim Cliffjump.  Foto: oneilleurope.comNach Backcountry Kickern in St. Anton, langen Hikes in Innsbruck, Pillowlines in St. Jakob und extrem steilen Rinnen in St. Leonard fand der diesjährige Big Mountain Pro seinen Abschluss in Saalbach Hinterglemm, um im riderinternen Judging den Best Freerider Overall zu küren. Der Weg zum Titel führte über die konstanteste Leistung mit dem höchsten Niveau im Big Mountain Riding und beim Backcountry Freestyle.

Nachdem sieben anstrengende Tage in den Knochen der Rider des diesjährigen Big Mountain Pro steckten, sollte sich die Gruppe der zwölf Freerider am 10. Februar 2009 in Saalbach zur großen Judging Session versammeln. Weltweit sucht das Fomat des Big Mountain Pro einen Vergleich. Nicht das riderinterne Judging oder das Betrachten von Videos als Material der Woche macht diesen Contest so progressiv, sondern die Kombination aus beidem. Die vier Lines der Fahrer wurden dafür ohne Schnitt oder sonstige Bearbeitung auf die Leinwand geworfen und die Fahrer gaben danach ihr persönliches Ranking ab. Nur wer auf der gesamten Tour die konstanteste Leistung mit dem höchsten Niveau sowohl im Big Mountain Riding als auch beim Backcountry Freestyle zeigte, sollte würdig sein, auf den obersten Platz des Stockerls zu klettern und sich damit Best Freerider Overall nennen dürfen.

Aber zunächst zu den einzelnen Disziplinen Freeski und Snowboard. Hier wurden jeweils die drei Besten mit stattlichen Preisgeldern von 3.000 US Dollar (2. und 3. Platz) und 10.000 US Dollar (1. Platz) ausgestattet. In der Kategorie der Freerider auf zwei Brettern war es ein knappes Ergebnis, bei dem sich Cody Townsend vor Thomas Diet und Richard Permin durchsetzte. Er überzeugte auf den vier Linien mit exzellentem Big Mountain Riding. Besonders am letzten Hang ragte er im extrem schwierigen Gelände mit drei sicheren Cliff-Drops und einer trotzdem schnellen Linie heraus. In St. Anton bewies er seine Vielseitigkeit, als er auf den beiden Backcountry Kickern nacheinander einen sauberen 7er safety und Superman Frontflip stickte. Einen besonderen Wert bekommen die Sprünge, wenn man bedenkt, dass sie im First Try sitzen mussten.

Mitch Toelderer als Jury.  Foto: Bastian BäumerEbenso spektakulär schloss auch der Zweitplatzierte Thomas Diet die Kickerline mit einem Double Backflip ab. Für den obersten Podestplatz reichte es aber nicht, da er am ersten Face nach einem Drop stürzte. Der vielleicht eher als Freestyler bekannte Richard Permin machte diesem Ruf in St. Anton alle Ehre als er einem sauberen 3er Truetail einen 7er Tail folgen ließ. Diesen bailte er aber durch seine hohe Geschwindigkeit tief im Flat. Seinen dritten Platz sicherte er sich aber mehr als verdient, als er am Fuß des letzten Faces den weitesten Drop zeigte und damit seine Ambitionen auch im Big Mountain Segment unterstrich.

Bei den Snowboardern konnte sich nach dem Sieg bei der Jungfernfahrt des Big Mountain Pro im Jahr 2007 Xavier de le Rue vor dem Vorjahresgewinner Jeremy Jones durchsetzten. Jeremy Jones zeigte durch seine jahrelange Erfahrung auf großen Big Mountain Contests besonders sichere Läufe und eine extrem schnelle letzte Line, nachdem er ein Schneebrett ausgelöst hatte. An die Aggressivität in der Linienwahl des Xavier de le Rue konnte er aber nicht heranreichen. Zudem bewies er ebenso sein Können auf den Backcountry Kickern mit den sichersten Sprüngen der Snowboarder. Einem bs 3er ließ er einen weiten fs 3er folgen.

Über den dritten Platz konnte sich der österreichische Lokalmatador Mitch Toelderer freuen, der besonders am Face seiner Heimatstadt Innsbruck große Varianz und über die enorme Länge einen dennoch flüssigen Lauf zeigte. Dass im Big Mountain Segment die Geschwindigkeit der Läufe immer noch einen sehr hohen Stellenwert besitzt, war deutlich an der Platzierung des Freestylers Fredrik Evensen zu beobachten. Trotz der kreativsten Linienwahl mit 3er und 1er gefolgt von ein paar Switchturns an Wechten vom Brandjoch sowie 180° to Nosepress 180° an einer Kuppe am ersten Wettkampftag blieb für ihn nur der geteilte vierte Platz. Verletzungsbedingt musste der zweite österreichische Teilnehmer Thomas Eberharter leider schon nach dem Wettkampftag in St. Anton aufgeben.

Schließlich stand nur noch die Wahl des Best Freeriders Overall 2009 aus. Und nach den teilweise knappen Ergebnissen in den einzelnen Kategorien hätte diese abschließende Entscheidung nicht deutlicher ausfallen können. Mit vollen 10 von 10 Stimmen wurde Xavier de le Rue zum König der Tour 2009 erkoren. Damit gebührt der Titel demjenigen, der zurzeit durch Erfolge im Boarder-Cross, Freestyle und eben auch Big Mountain Riding der wohl vielseitigste Snowboarder ist.

Seinen spektakulären Ausklang fand der Big Mountain Pro 2009 im sagenumwogenden „Gosstall“ von Saalbach-Hinterglemm. Nachdem der Local Guide der Tour Martin „Mc Fly“ Winkler seine Qualitäten an der Gitarre und den Stimmbändern unter Beweis stellte, wurde er durch DJ Gitta Saxx abgelöst. Gegen Mitternacht traten dann die Urban Knights aus London an die Turntables und ließen die Beats durch die Almhütte schallen. Um die weitere Entwicklung der Party bis tief in die frühen Morgenstunden hinein werden sich wohl nur die Mythen ranken. Sicher ist nur, dass am nächsten Morgen neben der Müdigkeit schon die Vorfreude auf den Big Mountain Pro 2010 in die Gesichter geschrieben war.

Text: Bastian Bäumer

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veröffentlicht am 16.02.2009

Xavier de la Rue beim Big Mountain Pro.  Foto: oneilleurope.com
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