Elias Ambühl gewinnt Austrian Freeski Open:

Dem Schweizer Newcomer Elias Ambühl gelingt ein perfekter Run, sein Bruder Andri Ambühl wird Zweiter vor dem Freeskier des Jahres 2008 Bene Mayr. Patrick Hollaus ist Österreichischer Meister.

Der drittplatzierte Bene Mayr.  Foto: Tom BauseDie siebten Austrian Freeski Open erlebten einen würdigen Finaltag. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten die 30 Fahrer das höchste Niveau, das bisher bei einem Contest in Österreich zu sehen war. Einen perfekten Lauf erwischte dabei der erst 16-jährige Elias Ambühl, der vor allem mit einem unglaublich sicheren und stylischen Switch Double Corked 1080° Japan begeisterte.

Dazu Rafael Regazzoni, Head Judge aus Frankreich: „Das war wahrscheinlich der beste Double Cork 10, den ich bisher gesehen habe. Da gab es einfach nichts zu verbessern!“ Der Titel des Österreichischen Meisters ging an Patrick Hollaus, der wie gewohnt vor allem mit viel Style auf den Kickern überzeugte und im Gesamtklassement am Ende Fünfter wurde.

Das Finale der Herren begann am Vormittag mit zwei Läufen für 30 Starter, die besten 15 Fahrer aus der Qualifikation am Mittwoch und dazu 15 eingeladene Pros. Gleich zu Beginn war das Level der gezeigten Runs unglaublich hoch. Als zweiter Starter ging Elias Ambühl auf den Kurs aus zwei Rail-Set-ups und zwei Kickern und brannte eine Feuerwerk ab: 270° Out am Down-Rail, 450° Out an der Up-Box, Switch Leftside 720° Nose Grab am ersten Kicker und dann der schon angesprochene Double Cork in Perfektion am letzten Sprung.

Damit war ein Meilenstein gesetzt. Nur der Münchner Bene Mayr kam im ersten Durchgang dem führenden Schweizer nahe: 270° On 270° Out am Down-Rail, 270° On 630° Out an der Up-Box sowie Switch Rightside 720° Mute und Switch Leftside Misty 900° Tail Grab über die Kicker. Technischere Rail-Tricks, aber weniger Dominanz in der Luft.

Im zweiten Durchgang verbesserte sich Andri Ambühl, der ältere Bruder von Elias, auf Rang zwei. Sein Run mit 270° On Pretzel 270° Out am Down-Rail, 270° On 270° Out an der Up-Box und schließlich auf den Kickern Switch Rightside 1080° Mute gefolgt von Switch Leftside 1080° True Mute kam dem Top-Score gefährlich nahe, aber es fehlte des besondere Etwas.

Ansonsten war die Spitze unverändert, als am Nachmittag die 10 besten Fahrer im ersten Lauf des Superfinals die Chance hatten, ihr Ergebnis zu verbessern. Sie nutzte zunächst Oscar Scherlin, der als mehrfacher Sieger internationaler Contests im Vorjahr als großer Favorit gegolten hatte. Der Schwede blieb mit seinem Score für einen Lipslide 270° Backside Out am Down-Rail, Cork 630° Out an der Up-Box sowie Bio 900° Japan und Switch 1080° True Mute jedoch knapp unterhalb des Podiums auf Rang vier.

Ebenfalls verbessern konnte sich Patrick Hollaus, der mit einem 270° Nose Out an der Up-Box sowie mit super stylischen Cork 900° Tail Grab und Switch 1080° True Mute über die Kicker den Vorarlberger Marlon Holzmann noch deutlich auf Platz fünf abfangen konnte. Damit stand der Pinzgauer bereits als Österreichischer Meister fest, denn nur die vier Bestplatzierten hatten im zweiten Superfinal-Lauf eine weitere Chance, ihren Score zu steigern. Da die Bedingungen jedoch zunehmend schwieriger wurden – der untere Kicker lag am Nachmittag bereits im Schatten – gelang keinem der Fahrer mehr eine Verbesserung.

Insbesondere Bene Mayr und Oscar Scherlin scheiterten mit ihren Double Flip-Versuchen. Der große Gewinner hieß also etwas überraschend Elias Ambühl und entsprechend euphorisch zeigte sich der junge Schweizer nach der Siegerehrung: „Das ist großartig! Die Austrian Freeski Open waren mein erster großer Contest diese Saison und ich stehe gleich ganz oben. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es so weiter geht.“ Aber auch die anderen Fahrer waren durchweg begeistert von der Veranstaltung.

Bene Mayr, Team-Kollege von Elias Ambühl: „Der Kurs und die Organisation waren die ganzen Tage über einfach perfekt. Ich bin hochzufrieden mit meinem dritten Platz. Der Penken Park ist zwar mein Hausberg, doch ich war im Vorfeld verletzt und konnte erst zu Beginn der Woche wieder voll ins Geschehen einsteigen. Elias ist der verdiente Sieger, sein Double Cork war phantastisch.“

Patrick Hollaus, wie im Vorjahr Österreichischer Meister: „Ich freue mich natürlich, dass ich meinen Titel verteidigen konnte. Aber im nächsten Jahr wird es Zeit, dass endlich mal wieder ein Österreicher bei den Austrian Freeski Open auf dem Podest steht.“

veröffentlicht am 19.01.2009

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