Schwede gewinnt Ästhetiker Jam Wängl Tängl:

Der Ästhetiker Jam Wängl Tängl 2008 hat seine Sieger. Andreas Gidlund aus Schweden setzte sich gegen das schlechte Wetter und die insgesamt 23 Finalteinehmer durch.

Er gewinnt den Jam mit zwei unglaublichen Runs und ist dadurch nicht nur um 2.000 Dollar reicher, sondern ist jetzt auch stolzer Besitzer einer brandneuen Suzuki Motocross Maschine.

Tylor Choltron beim Ästhetiker Jam Wängl Tängl.  Foto: konflozius.netDas Niveau des Contests war trotz des wechselhaften Wetters mehr als beeindruckend. 7er, 9er und 10er Rotationen am laufenden Band. Neben der normalen Rangliste gab es auch einige Spezialwertungen. Stefan Gimpl zeigte den weitesten Fs 10er – eine 1080 Grad Drehung um die Horizontalachse - der ganzen Woche, gefolgt von einem stylischen Bs 5 und einem rückwärts angefahrenen Cab 9 und wurde dafür von den Judges mit der Most Impressive Line belohnt. Tyler Chorlton aus Andorra setzte erneut alles auf eine Karte und zeigte auch heute wieder am Vans Kicker seinen unglaublichen Double Frontflip, der von den Judges zum besten Trick des Tages gewertet wurde.

Kein Wängl Tängl ohne „ästhetische“ Beteiligung auf dem Podium. Nachdem Steve Gruber das letztes Jahr übernommen hat, war heuer wieder Wolle Nyvelt an der Reihe um die Ehre der Locals zu sichern. Wie schon gestern war Wolle der einzige der wirklich in der Lage war, den Cradle in der Red Bull Endsection voll zu nutzen. Aber auch sein Kicker Line Run beziehungsweise sein Alternative Line Run war gespickt mit Höhepunkten. Frontside 5, Sw Bs 5 und Bs 7 Chicken Wing und ein solider Run auf der Alternative Line bedeuteten Rang drei für ihn. Wie bereits gestern zu sehen war, konnten sich die Fahrer vor allem auf den Kickern vom restlichen Fahrerfeld abheben. So auch bei Elias Elhardt aus Deutschland. Neben einer supertechnischen Bs 9 – Cab 9 Combo auf den unteren Kickern, konnte er am ersten Kicker durch einen unglaublich stylischen Fs 3 Stale – ein Trick der weniger durch seine Schwierigkeit, als durch seine Aussehen glänzt - überzeugen. Am Ende des heutigen Tages führte kein Weg an Andreas Gidlund vorbei. Ihm gelang es auch in der Alternative Line im großen Stil zu punkten und sicherte sich mit dem technischsten Trick der Woche am Down Rail den Best Rail Trick Award und damit ein BMX. Neben dem Fahrrad darf er sich aber auch über die motorisierte Version freuen, da der Sieger des heutigen Tages mit einer Suzuki RMZ 250 Motocross Maschine belohnt wurde. Seine Kicker Line bestand aus einem Fs 10, einem Bs 9 und einem Sw Bs 7. Alle Tricks komplett durchgegriffen und perfekt gestylt. Der Wängl Tängl hat einen mehr als verdienten Sieger!

Gute Nachrichten auch für Rudi Kröll. Seine gute Leistung bei diesem Swatch TTR World Tour 5 Star Contest bringen ihn weit nach vorne und ist damit unter den Top 25.

Preisverleihung beim Ästhetiker Jam Wängl Tängl 2008.  Foto: Erwin JansonDamit geht der Wängl Tängl 2008 zu Ende. Auch wenn die Organisation mit dem Wetter zu kämpfen hatte, war die Woche ein voller Erfolg. Kaum Verletzungen, unglaubliches Snowboarden und wie jedes Jahr gute Stimmung unter Fahrern, Zuschauern und allen Beteiligten. Der Wängl Tängl war auch in seiner sechsten Auflage mehr als nur ein Snowboard Contest. Neu war jedoch, dass sich die ganze Veranstaltung mit all seinen Side Events über eine ganze Woche gezogen hat.

Neben dem eigentlichen Snowboardcontest war jeden Tag ein Rahmenprogramm geboten. Neben dem Photo Award, den Stuart William für sich entscheiden konnte, war vor allem der Skate Contest das große Highlight der Woche. Die wohl beste Miniramp seiner Art in Europa wurde im ersten Stock des Europahauses aufgebaut und internationale Superstars zeigten Unglaubliches. Das unglaubliche Niveau während des Finales am Freitagabend brachte die Stimmung zum kochen und motivierte die Skater zu immer noch schwereren Tricks. Am Ende konnten Roman Astleitner aus Österreich und Andy Scott aus England  alle von sich überzeugen und gingen als verdiente Sieger vom Platz. Die Qualität des Contests war so beeindruckend, dass er längst kein Side Event mehr ist, sondern seinen festen Platz im Terminplan der Fahrer bekommen hat. Das Prinzip der Woche voller Unterhaltung, Freunde treffen und unglaublicher Action am Berg und im Tal hat sich definitiv bewehrt. Es bleibt nur zu hoffen, dass die viele Arbeit, die in den Contest gesteckt wurde, nächstes Jahr wieder mit gutem Wetter honoriert wird und die Fahrer wirklich das zeigen können was sie wollen.

veröffentlicht am 09.03.2008

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