10 Fragen an Silvia Mittermüller:

Im Interview verriet uns die 25-jährige Snowboarderin, warum Mount Hood ihr bisher schönster Spot war, was sie einmal machen wird, wenn der Körper bei dem "wilden Rumgespringe" nicht mehr mitmacht und warum sie gern für einen Tag mal ein Mann wäre.

Silvia Mittermüller.  Foto: Privat1. Was wärst Du heute, wenn nicht Profi-Snowboarder?
Studentin, wahrscheinlich Medizin, und nebenher Bedienung in einem Restaurant.

2. Was ist das Beste an Deinem Beruf? Was das Unangenehmste?
Das Beste ist, dass mein „Beruf“ mir den besten Grund der Welt gibt, früh aufzustehen. Außerdem bin ich immer fit, sehe die Welt und lerne einen Haufen interessanter Leute kennen. Das Unangenehme ist, dass man doch oft krasse Risiken eingeht und manchmal geht’s dann wirklich schief...  Verletzungen sind auf jeden Fall der unangenehmste Teil meines Jobs, vor allem die langwierigen oder gar bleibenden.

3. Hast Du Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ Snowboarder aus?
Vorbilder? Nicht wirklich. Ich lasse mich von vielen Leuten, Jungs sowie Mädels, inspirieren und motivieren, aber ein richtiges Vorbild hab ich nicht. Ein guter Snowboarder kann meiner Meinung nach mit jedem Terrain etwas anfangen und lässt selbst schwierige Tricks ganz einfach aussehen lassen.

4. Gibt es etwas, dass Du als Snowboarder unbedingt noch erreichen willst?
Ja, ich will irgendwann in Australien und Neuseeland „besnowboarden“ – da hab ich’s dank Verletzungen noch nicht hingeschafft. Kommt noch.
 
5. Wo siehst Du das Snowboarden in 10 Jahren? Und wo siehst Du dich persönlich?
Solange Pipe die einzige olympische Disziplin ist, wird das Pipefahren seinen zweifelhaften Leistungssportler-Charakter behalten, Leute werden in dem Zusammenhang weiter versuchen, Snowboarden in eine Passform zu quetschen, in der es tatsächlich um Goldmedaillen gehen soll, was aber hoffentlich auch in 10 Jahren nicht erfolgreich sein wird. Ich denke Slopestyle wird weiter wachsen und vielleicht werden sich irgendwelche Funktionäre denken, dass Slopestyle auch den Coolness-Faktor von Olympia heben könnte. Das könnte lustig enden. Ansonsten denke ich das weiter alles größer und heftiger wird, neue Tricks, größere Sprünge etc. Ich selbst werde in 10 Jahren sicher ein paar Gänge zurückgeschalten haben, man wird schließlich älter und wenn der Körper Zeichen gibt, dass es ihm mit dem wilden Rumgespringe reicht, sollte man das erhören. Powder fahren ist sehr viel schonender und verdammt viele Profis ziehen sich nach ihrer Karriere dahin zurück. Mal sehen, vielleicht mach ich das auch. Oder ich spring halt über kleinere Kicker, wenn ich „alt“ bin. Wir werden sehen.

Silvia in Aktion.  Foto: DaveLehl.com6. Was war -gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Ich könnte keinen „einzelnen“ Erfolg als meinen größten bezeichnen. Es gab meine besten Contest-Momente -wozu sicher die X-Games zählen- aber genauso habe ich Videoshots und Fotos, bei denen ich immer noch Herzklopfen bekomme, wenn ich sie sehe. Gleichzeitig ist das Gefühl, einen guten Trick zu stehen immer noch das höchste von allen – egal ob es nun in einem Contest war oder auf Film oder Foto festgehalten wurde. Meine größte Niederlage war die ganze Odyssee um mein Kreuzband. Zwei Operationen, insgesamt über ein Jahr Pause, zudem eine mentale Herausforderung danach wieder 100% an sich zu glauben und sich zu trauen.

7. Was war dein bisher schönster Spot und warum?
Mount Hood, Sommer 2007. Es gibt dort jeden Sommer eine riesige Schmetterlingswanderung, Tausende von Schmetterlingen, die über den Berg fliegen, nur ein bis drei Meter über dem Boden. Man muss wirklich langsam fahren, um nicht einen Haufen Schmetterlinge „zamzufahren“. Das war ein ganz besonderes Erlebnis, auch wenn ich mir am nächsten Tag mein Knie verletzt habe.

8. Wie sieht ein Wochenende ohne Snowboarden aus? Und was machst du den Sommer über?
Ohne Snowboarden? Das kann ich mir gerade eben gar nicht vorstellen. Wir sind mitten im Winter und snowboardfreie Tage gibt’s höchstens, wenn ich im Flugzeug sitze oder von A nach B fahren muss. Aber im Sommer und Herbst mach ich viel anderen Sport, sei es Schwimmen, Laufen, Skateboard fahren, Surfen - so gut ich’s eben kann, Fitnesssport oder Schach. Schach ist meiner Meinung nach kein richtiger Sport, es ist nur Kopfsport. Ansonsten reise und koche ich auch gern.

9. Mit welchem Welt-Star würdest du gerne tauschen und warum?
Da gibt es vieles, was ich gern mal machen würde, sei es ein Konzert vor Zehntausenden von Leuten zu geben sagen wir mal als Madonna oder Gwen Stefani oder so. Oder mal wirklich zu sehen, was hinter den Vorhängen der Politik passiert, sagen wir mal als US-Präsident. Ich wäre auch prinzipiell gern einen Tag mal ein Mann, um zu sehen, wie anders das ist oder auch eine erfolgreiche Sportlerin in irgendeinem anderen Sport, sagen wir mal Tennis oder Eiskunstlauf oder Turnen. Allerdings würde ich all das nur ein paar Tage machen wollen. Für immer tauschen will ich mit Niemandem.
         
10. Welche Songs dürfen auf deinem MP3-Player nicht fehlen?
Hu, Musik-Fragen beantworte ich ungern konkret. Meine Lieblingslieder verändern sich nämlich ständig und ich mag jetzt hier nichts hinschreiben, was ich in drei Monaten nicht mehr mag. Aber sagen wir es mal so, ich mag sehr viel verschiedene Musik. Das Einzige womit ich mir prinzipiell schwer tue, sind schlechte Lyrics. Ich kann bei Musik nicht weghören und wenn der Text echt saudoof ist, dann wird es für mich schwierig, den Rest an dem Lied noch zu schätzen zu wissen.

Vielen Dank für das Interview und eine erfolgreiche Saison ohne Verletzungen!

veröffentlicht am 14.01.2009

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