Skateboard-Pro Herbie König im Interview:

Seit nun mehr 16 Jahren steht Herwig König auf dem Brett und seine Leidenschaft ist immer noch ungebrochen. Warum es knappe zehn Jahre dauerte, bis aus seiner Mum ein echter Fan wurde, erfahrt ihr im FUNSPORTING-Interview.

Stelle Dich doch bitte kurz vor!
Herbie König.  Foto: Flo RennerHerwig König, 26 Jahre jung, Rollbrettsportler, musikbesessen, unterwegs doch nie am Ziel, Erzieher in der Jugendarbeit, immer 100%ig, bald Student und seit ´93 unsterblich verliebt in Skateboarding.

Was machst Du, wenn Du nicht gerade skateboardest?
Momentan hab ich erst mal ein paar Wochen Urlaub bis zum Studiumbeginn, d.h., dass ich oft im Skateshop bei der B-Project Family  oder an meinem Mac abhänge, aber auch oft versuche mit dem Zug auszubrechen, um Freunde außerhalb zu besuchen.

Erzähl uns von Deinen Anfängen im Skateboarden? Wie bist Du dazu gekommen?
Puh... haha... lange her..., aber es war in etwas so, dass ich mal nur für ein Jahr in einem Internat war, dort habe ich eben ein paar ziemlich coole Jungs auf der Straße rumfahren sehen. Als 11-jähriger Pimpf hatte es mich dann sofort mit Haut und Haaren gefressen. Von da an bin ich dann täglich in der wenigen Freizeit ausschließlich Skateboard gefahren. Wieder zu Hause, habe ich das mit meinem Skateboard natürlich genossen und bin fortan täglich weite Strecken getrampt, um hier und dort ein paar Dorfparks skaten zu können, da es bei uns gleich gar nichts gab. Naja, und ab da nahm dann irgendwie alles so seinen Lauf...

Was sagen Deine Eltern dazu?
Herbie König - tre flip.  Foto: Florian HopfenspergerAnfangs hatte meine Mum wohl nicht so recht geschaltet, was es wohl für mich bedeutet, auf diesem Brett rumzufahren und was diese Sportart auch überhaupt darstellen soll. Als ich dann älter wurde und das Ganze auch nachvollziehbarere Formen annahm, Sponsoren etc., fing auch sie an sich für alles genauer zu interessieren. Seit so einiger Zeit ist sie wohl auch einer der stolzesten Skateboardfans, das hat aber natürlich auch echt fast zehn Jahre gedauert! Haha...

Gab es Vorbilder? Was macht für dich einen „herausragenden“ Skateboarder aus?
Komischerweise hatte ich noch nie Vorbilder. Ich hatte natürlich schon immer irgendwelche „Favoriten“, aber es ist eher so, dass mir an jemanden immer verschiedene Eigenschaften gefallen haben und ich mir mein Paket immer mehr selbst geschnürt habe. Einen guten Skateboarder macht für mich in erster Linie erstmal aus, dass er „true to Skateboarding“ ist und auf jedem Terrain richtig abrippt! Darüber hinaus mag ich Leute, die „einfach“ vor sich hinskaten und trotzdem abgehen, so wie Emanuel Guzman und Pontus Alv zum Beispiel. Keiner macht unter Stress Nollieflips 10er, aber ihr wisst was ich meine.

Ziele für diese Saison?  Ziele überhaupt?
Einfach ausreizen, was Skateboarding für mich bereithält und mal einen Skateboardpart fertigbekommen, bei dem ich sagen kann: „Damn, das ist meine Grenze für den Zeitpunkt, das isses!“ Ansonsten natürlich erst mal einen guten Fuß in das Studium bekommen und darauf hoffen, dass unser neuer Projektantrag durchgeht, damit wir weiterhin Orte in Nürnberg mit unserem Skatemobil ansteuern können.

Wo siehst Du das Skateboarden in 10 Jahren?  Und wo siehst Du dich persönlich?
Herbie König - fs-5-0-to-switch-crooks-big-drop.  Foto: Florian HopfenspergerPuh, wenn alles wirklich so weitergeht, stimmt es mich ehrlich etwas unglücklich. Skateboarding war für mich früher so rebellisch wie auch außergewöhnlich. Es gab mehr Zusammenhalt und einfach einen besonderen Spirit. Zumindest habe ich das so erlebt. Ich denke der Markt wird stärker, salonfähiger und Skateboarding populärer denn je, das wird natürlich Gutes und Schlechtes mit sich bringen. Ich eben wurde in einer anderen Zeit geprägt und so merke selbst ich schon als Jungspund, dass die Kluft immer größer wird. Ich selber hoffe, in der Zukunft einfach weiterhin mit Kids zu arbeiten und Skateboarden weiter darin einfließen lassen zu können. Doch wie das genau aussehen wird, ist wohl noch recht ungewiss...

Rituale: Wie bereitest Du Dich auf einen Wettkampf vor? Gibt es Glücksbringer? Quellen der Inspiration, Unterstützung?
Ich muss einfach Lust darauf haben, ansonsten bleib ich lieber zu Hause oder nutze die Zeit anderweitig. Wenn ich motiviert bin, dann hab ich auch einfach Bock abzugehen, deswegen fahre ich auch nicht jeden Contest mit, sondern eher solche, die Freunde veranstalten und der Spaß anstelle der Punkte im Vordergrund steht. Aber wenn es doch mal ernst wird, versuch ich einfach einen Tag davor nicht zu skaten und vor dem Run selbst einfach abzuschalten und down zu bleiben, denn in der Ruhe liegt die Kraft.

Was war –gefühlt- dein größter Erfolg? Was deine größte Niederlage?
Herbie König - fs-board-pop-over-zaun.  Foto: Florian HopfenspergerMein größter Erfolg war wohl bisher der Sieg beim King of Skate, also jetzt rein vom Skaten her. Echte Niederlagen hatte ich so gesehen noch keine. Ich hatte mal beim Adidas Clash nen ziemlich schlechten Run, aber lag wohl auch eben einfach daran, wie gerade erwähnt, dass diese Art von Contest wohl nicht so ganz mein Ding war.

Wie sieht ein Wochenende ohne Skateboard aus?
Hoffentlich voller Rückenwind!

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Interview genommen hast.
Euch auch vielen Dank und Grüße an Vox Shoes, Aveal, Pivot/Jart, Boarders Project Nürnberg und alle meine Freunde und Family!

 

veröffentlicht am 23.11.2009

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