Fortsetzung
Rotterdam setzt mit seiner sehr flachen, schnellen Strecke in der Regel hauptsächlich auf das Männerrennen. So ist es auch in diesem Jahr. Vier Athleten sind am Start, die schon unter 2:07 Stunden gelaufen sind – und der Rotterdamer Kurs ist gut für neue persönliche Bestzeiten. Der europäische Rekordhalter Benoit Zwierzchlewski (Frankreich/2:06:36) hat zwar die schnellste Zeit dieser vier, doch voraussichtlich werden es eher die anderen drei sein, die um den Sieg rennen werden: Die Kenianer William Kipsang (2:06:39), Wilson Onsare (2:06:47) und Charles Kibiwott (2:06:52). Kibiwott war im vergangenen Jahr mit seiner Bestzeit Dritter in Rotterdam, wobei er am Ende unter Rückenproblemen litt. Der Streckenrekord von 2:06:14 scheint nicht außer Reichweite zu sein – zumal möglicherweise auch noch der Vorjahressieger Sammy Korir hinzukommt. Der Kenianer ist mit seinen 2:04:56 Stunden aus Berlin 2003 der zweitschnellste Marathonläufer aller Zeiten.
Der hochklassigste deutsche Marathon im Frühjahr wird am letzten April-Sonntag in Hamburg gestartet. „Der Wettbewerb ist im April natürlich groß“, sagt Organisator Wolfram Götz, der am 29. April vor voraussichtlich 700.000 Zuschauern trotzdem wieder ein erstklassiges Feld am Start haben will. „Hinter Rotterdam müssen wir uns nicht mehr verstecken“, sagt Götz. Sein Streckenrekordler Julio Rey (Spanien), der im vergangenen Jahr mit 2:06:52 Stunden die erste Zeit unter 2:07 in der Geschichte des Rennens erzielte, wird dieses Mal allerdings unter den rund 31.500 Läufern des Paris-Marathons sein. Mit Wilfred Kigen (Kenia) kommt dafür der Kursrekordler des Frankfurt-Marathons (2:08:29). Weitere Verpflichtungen bei den Männern konnte Wolfram Götz zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund einer bevorstehenden Pressekonferenz noch nicht nennen.
Bei den Frauen will Edith Masai zeigen, dass sie auch im Marathon Weltklasse sein kann. Am 4. April wird die Kenianerin 40, so dass sie durchaus den Masters-Weltrekord in Hamburg brechen könnte. Der steht seit 20 Jahren bei 2:26:51. Priscilla Welch (Großbritannien) lief diese Zeit 1987 in London. Bisher hat Edith Masai eine Bestzeit von 2:27:06 Stunden, die sie vor zwei Jahren bei ihrem Debüt-Sieg in Hamburg gelaufen war. Ein dickes Fragezeichen steht sicherlich hinter dem Start von Ulrike Maisch (LAV Rostock). Die Sensations-Europameisterin von 2006 hatte Verletzungsprobleme und konnte bis vor kurzem nicht mehr als 15 km am Stück laufen – ein vernünftiges Marathonrennen erscheint kaum möglich.
Der Wien-Marathon hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Fast 24.000 Teilnehmer – Rahmenwettbewerbe eingeschlossen – gingen hier vor einem Jahr an den Start. Und es sieht so aus, als ob diese Zahl wieder erreicht und vielleicht sogar übertroffen werden könnte. Am Start sein wird die japanische Vorjahressiegerin Tomo Morimoto, die sich in Wien 2006 auf 2:24:33 verbesserte. Bei den Männern gab es vor einem Jahr durch den Marokkaner Lahoucine Mrikik einen Streckenrekord von 2:08:20. Prominente Starter stehen hier bei den Männern jedoch noch nicht fest.
Die Top-Vier-Frühjahrs-Marathonrennen im Vergleich
LONDON
Vorauss. Teilnehmerzahl: 35.000
Siegprämie: 65.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 295.000 Dollar
Streckenrekorde:
2:05:38 – Khalid Khannouchi (USA)
2:15:25 – Paula Radcliffe (GRB/WR)
Favoriten und Bestzeiten
Männer: Paul Tergat (KEN) 2:04:55, Khalid Khannouchi (USA) 2:05:38, Haile Gebrselassie (ETH) 2:05:56, Felix Limo (KEN) 2:06:14, Martin Lel (KEN) 2:06:41, Hendrick Ramaala (RSA) 2:06:55, Jaouad Gharib (MAR) 2:07:02, Stefano Baldini (ITA) 2:07:22, Benson Cherono (KEN) 2:07:58, Hicham Chat (MAR) 2:07:59, Marilson Gomes dos Santos (BRA) 2:08:48, Jon Brown (GBR) 2:09:31, Meb Keflezighi (USA) 2:09:53, Ryan Hall (USA) Debüt.
Frauen: Chunxiu Zhou (CHN) 2:19:51, Berhane Adere (ETH) 2:20:42, Galina Bogomolova (RUS) 2:20:47, Constantina Tomescu-Dita (ROM) 2:21:30, Geta Wami (ETH) 2:21:34, Susan Chepkemei (KEN) 2:21:46, Lornah Kiplagat (NED) 2:22:22, Lyudmila Petrova (RUS) 2:22:33, Benita Johnson (AUS) 2:22:36, Salina Kosgei (KEN) 2:23:22, Isabella Ochichi (KEN) Debüt.
BOSTON
Vorauss. Teilnehmerzahl: 20.000
Siegprämie: 100.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 575.000 Dollar
Streckenrekorde:
2:07:14 – Robert K. Cheruiyot (Kenia)
2:20:43 – Margaret Okayo (Kenia)
Favoriten und Bestzeiten
Männer: Robert Cheboror (KEN) 2:06:23, Benjamin Maiyo (KEN) 2:07:09, Robert Kipkoech Cheruiyot (KEN) 2:07:14, Philip Manyim (KEN) 2:07:41, Teferi Wodajo (ETH) 2:08:11, Hailu Negussie (ETH) 2:08:16, Stephen Kiogora (KEN) 2:09:21, Ruggero Pertile (ITA) 2:10:12, Stanley Leleito (KEN) 2:10:17, Hosea Rotich (KEN) 2:10:18, James Kipsang Kwambai (KEN) 2:10:20.
Frauen: Deena Kastor (USA) 2:19:36, Jelena Prokopcuka (LAT) 2:22:56, Madai Perez (MEX) 2:22:59, Rita Jeptoo (KEN) 2:23:38, Roba Tola Guta (ETH) 2:24:35, Lidiya Grigoryeva (RUS) 2:25:10, Lyubov Denisova (RUS) 2:25:18, Alice Chelangat (KEN) 2:26:36.
HAMBURG
Vorauss. Teilnehmerzahl: 18.000
Siegprämie: 40.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 200.000 Dollar
Streckenrekorde:
2:06:52 Julio Rey (ESP)
2:24:35 Katrin Dörre-Heinig (GER)
Favoriten und Bestzeiten:
Männer: Wilfred Kigen (KEN) 2:08:29
Frauen: Edith Masai (KEN) 2:27:06, Ulrike Maisch (LAV Rostock) 2:30:01, Claudia Dreher (Gänsefurther SB) 2:27:55.
Weitere Topathleten werden demnächst bekannt gegeben.
ROTTERDAM
Vorauss. Teilnehmerzahl: 20.000 (mit Rahmenwettbewerben)
Siegprämie: Höhe abhängig von Leistungen
Streckenrekorde:
2:06:14 – Felix Limo (Kenia)
2:21:47 – Tegla Loroupe (Kenia)
Favoriten und Bestzeiten:
Männer: Benoit Zwierzchlewski (FRA) 2:06:36, William Kipsang (KEN) 2:06:39, Wilson Onsare (KEN) 2:06:47, Charles Kibiwott (KEN) 2:06:52, Rodgers Rop (KEN) 2:07:34, Patrick Ivuti (KEN) 2:07:46, Jimmy Muindi (KEN) 2:07:50, Joseph Ngolepus (KEN) 2:07:57, Salim Kipsang (KEN) 2:08:04, Daniel Yego (KEN) 2:08:16,
Solomon Bushendich (KEN) 2:08:52.
Frauen: Malgorzata Sobanska (POL) 2:26:08, Martha Tenorio (ECU) 2:27:58, Nadja Wijenberg (NED) 2:28:45, Ana Dias (POR) 2:28:49, Helena Kiprop Loshanyang (KEN) 2:28:51, Dulce Maria Rodrigu (MEX) 2:28:54.
Autor: RUNNN
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