Hamburg Marathon: Kenianer Rop, Kigen und Kosgei sind Favoriten

Ein heißes Rennen kündigt sich für den Hamburg-Marathon am kommenden Sonntag an. Zum einen aufgrund der zu erwartenden Temperaturen, zum anderen weil das Männer-Elitefeld in der Breite so stark besetzt ist wie nie zuvor.

Paul Kosgei hat das Potenzial zu einem Weltklasse-Marathonläufer. Der Kenianer startet in Hamburg sein Marathon-Debüt. Foto: photorun.netGleich 16 Läufer aus Kenia und Äthiopien wurden verpflichtet, die mit einer Bestzeit von unter 2:10 Stunden nach Hamburg reisen. Für den größten deutschen Frühjahrsmarathon haben 23.000 Läufer gemeldet, so dass mit einer Starterzahl von gut 19.000 zu rechnen ist.

Kurzfristig hinzugekommen zum Hamburger Topfeld ist Rodgers Rop. Der 31-jährige Kenianer, der im vergangenen Jahr seine Bestzeit von 2:07:34 Stunden aufgestellt hatte, hatte 2002 für Furore gesorgt, als er die Marathonrennen in Boston und in New York gewann. Am vorletzten Wochenende in Rotterdam wollte Rop sich eigentlich für eine WM-Nominierung empfehlen. Allerdings bereiteten ihm die unerwartet hohen Temperaturen Probleme, und er gab das Rennen auf.

Zu den weiteren kenianischen Favoriten zum Beispiel Josphat Kosgei, Steven Matgebo, Simon Bor, Jackson Koech oder Wilfred Kigen, der in den letzten beiden Jahren den Frankfurt-Marathon gewonnen hatte. Gespannt sein darf man aber vor allen auch auf Paul Kosgei. Der Kenianer wird in Hamburg sein Marathon-Debüt laufen. Er ist der Weltrekordler im 25-km-Lauf mit 1:12:45 Stunden und gewann vor einem Jahr den Berliner Halbmarathon in der Weltklassezeit von 59:07 Minuten. Damit müsste er das Potenzial haben, auch über 42,195 km hochklassige Zeiten zu laufen. „Wenn die Bedingungen am Sonntag stimmen“, so Organisator Wolfram Götz, „können sich die Zuschauer in Hamburg auf ein schnelles und spannendes Rennen freuen.“

Bei den Frauen wollen die Litauerin Zivile Balciunaite und die Kenianerin Edith Masai, die dreifache Cross-Weltmeisterin und Hamburg-Siegerin von 2005, den Streckenrekord von 2:23:35 Stunden angreifen. Claudia Dreher (Gänsefurther SB) hat die besten Chancen einer deutschen Läuferin auf eine vordere Platzierung. Denn Ulrike Maisch (1. LAV Rostock) musste ihre Startzusage verletzungsbedingt zurückziehen. Eine nicht ausreichend auskurierte Sprunggelenksentzündung verhindert die Teilnahme der Marathon-Europameisterin von Göteborg 2006 am Sonntag. „Ich wäre sehr gerne in Hamburg an den Start gegangen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber mit dieser Verletzung macht es keinen Sinn, eine solche Belastung auf mich zu nehmen“, erläuterte die 30-jährige Läuferin ihren Startverzicht. Ulrike Maisch ist bereits für die WM in Osaka qualifiziert.

veröffentlicht am 27.04.2007

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