Transalpine-Run 2008:
Das große Finale

Noch einmal galt es am letzten Tag des Transalpine-Run 2008 vom Start in Niederdorf bis zur Ziellinie in Sexten 33,88 Kilometer und 2120 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen.

Transalpine-Run 2008.  Foto: Klaus FenglerWie bereits auf den letzten vier Etappen ging der Tagessieg auch auf der finalen Etappe an das italienische Duo Fedel/Girardi (3:49:14 Stunden) vom „Team Triathlon Trentino A“. Schon vor ihrem heutigen Sieg standen die beiden als sichere Gesamtwertungssieger bei den Männern fest – nach 2005 und 2006 ihr dritter Erfolg bei dieser Veranstaltung.

Brack/Dippacher trotz Schwächen auf den Schlussetappen Gesamtzweite

Mit gut 15 Minuten Rückstand kamen ihre Teamkameraden Benamati und Gottardi vom gleichnamigen B-Team (4:04:40 Stunden) als Zweitplatzierte ins Ziel gelaufen. Dicht auf den Fersen und am Ende auf Rang in der Tages- und damit auch in der Gesamtwertung folgten ihnen die Teilnehmer mit der längsten Anreise, Alexis Arreza und Yanis Povea, vom „Team Guaraira Rapano“ (4:04:46 Stunden) aus Venezuela.

Keinen Einfluss auf die Vergabe der Podestplätze am heutigen Tag hatten hingegen die Allgäuer Brack und Dippacher (Team BLT Laufsport Saukel-Haglöfs). Dank ihres zu Beginn der Rennwoche angehäuften Vorsprungs auf die Konkurrenz sicherten sich die beiden, die die großen Favoriten Fedel/Girardi auf den ersten Etappen herausgefordert hatten, am Ende aber doch noch Platz zwei in der Gesamtwertung.

Miksch und Stork tragen den Vorsprung bei den Masters ins Ziel

Bei ihren Mannschaftskameraden Stork/Miksch reichte Platz zwei (4:02:20 Stunden) auf der Schlussetappe hingegen zum Gesamtsieg in der Masters-Kategorie. Dass dieser Erfolg kein Selbstläufer war, wusste Stork im Ziel zu berichten: „Das war eine ganz, ganz harte aber wunderbare Woche. Diese Erfahrung kann ich nur jedem Laufsportbegeisterten empfehlen.“ Zum Beweis seiner Dankbarkeit gegenüber Partner Miksch küsste er diesem hinter der Ziellinie auf die Laufschuhe. Auf den Vergleich zwischen alter West- und neuer Ostroute angesprochen äußerte der: “Besonders der zweite Tag war sehr schwer. Der hat mir persönlich ganz schön die Luft rausgesaugt. Aber das ging den übrigen Teilnehmern nicht anders. Wahrscheinlich haben wir ihn nur am besten verkraftet.“ Platz drei in der Tageswertung belegte „Team Kleinwalsertal-Salomon“.

Team Canada von den landschaftlichen Reizen der Alpen beflügelt

Transalpine-Run 2008.  Foto: Lars SchneiderBei den Damen-Teams stand ein Duo ganz besonders im Fokus. Sie waren noch nie zuvor bei einem derartig alpinen Rennen an den Start gegangen und waren doch auf insgesamt sieben Etappen des härtesten Berglauf-Etappenrennens erfolgreich. Auch auf der Heimetappe ihrer größten Rivalinnen, Pfeifhofer und Egarter vom „Team Alpin Lauf Sexten“, setzten sich Nicki Haugan und Tracy Garneau als „Team Canada“ in 4:34:37 Stunden gegen die italienischen Konkurrentinnen durch, die heute wiederum Tages- und damit auch Gesamtzweite (4:40:19 Stunden) bei den Damen wurden. Demzufolge gingen die beiden Kanadierinnen auch als Sieger in der Gesamtwertung hervor. Rang drei belegte „Team Running – Das Laufmagazin“ (5:32:25 Stunden).

Südtiroler Mixed Team holt sich in der Heimat Platz eins in der Gesamtwertung

Bei den Mixed-Teams setzte sich auf der Schlussetappe „Team Rückenwind“ (4:33:57 Stunden) vor “Team Sport Paul Ultrasports“ (4:36:42 Stunden) durch. Ihnen folgte „Team Hotel Lindenhof-Adidas Naturns“ (4:39:22 Stunden) auf Rang drei.

Spiegelbildlich zur Tages- die Gesamtwertung. Hier siegten die Naturnser am Ende der Rennwoche mit knapp 20 Minuten Vorsprung vor den Zweitplatzierten Resi Zepf und Rainer Bitzer. Anita Waiß und Andreas Mühlbacher belegten den dritten verbliebenen Podestplatz. Gesamtsieger Norbert Platzgummer bezweifelt, ob er 2009 wieder am Start sein wird: „Ich überlege derzeit, ob ich im kommenden Jahr nicht bei der BIKE Transalp an den Start gehen werde.“ Seine Teampartnerin Gertraud Höllrigl wird ohnehin verhindert sein. Sie wird wegen Verpflichtungen bei ihrem Studium nicht teilnehmen können.

Statistik zum Transalpine-Run 2008

Transalpine-Run 2008.  Foto: Klaus FenglerBeim Transalpine-Run 2008 waren vor Wochenfrist knapp 500 Teilnehmer aus insgesamt 28 Nationen gestartet, von denen am Ende 398 im Ziel ankamen. Unter ihnen Läufer aus so entfernt gelegenen Ländern wie Venezuela, Korea, Argentinien, Kanada und Bermuda. Auf den acht Etappen mussten in Addition rund 300 Kilometer und 15.000 Höhenmeter bewältigt werden. Erstmals in der vierjährigen Geschichte der Veranstaltung wurde eine völlig neu konzipierte, im Vergleich zu den Vorjahren weiter östlich verlaufende Strecke über die Alpen absolviert. In den nächsten Jahren werden die Strecken im jährlich wechselnden Turnus gelaufen.

Gestartet wurde am letzten Samstag im bayerischen Ruhpolding (GER). Weiter ging es nach St. Ulrich am Pillersee über Mittersill nach Neukirchen am Großvenediger (alle AUT). Danach folgten auf italienischer Seite die Südtiroler Etappenorten Prettau im Ahrntal, Sand in Taufers, Antholz und Niederdorf. Auf der Schlussetappe wurde von den Extremsportlern Sexten am Rande der Dolomiten angesteuert.

veröffentlicht am 08.09.2008

Transalpine-Run 2008.  Foto: Armin Schirmaier
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