Transalpine-Run 2008: Die siebte Etappe

Es gab viele Vorentscheidungen auf der vorletzten Etappe. Am siebten Tag des Transalpine-Run war das Duo Girardi/Fedel vom „Team Triathlon Trentino A“ das Maß aller Dinge in der Männer-Kategorie.

Transalpine-Run 2008.  Foto: Armin SchirmaierNach unglaublichen 3:03:44 Stunden auf der gut 35 Kilometer langen Strecke erreichten sie das Ziel im Zentrum von Niederdorf in Pustertal und deklassierten die Konkurrenz vom „Team Joma Montana Olesa“ (3:31:47 Stunden), die eine knappe halbe Stunde später ankamen. Nur kurz nach ihnen lief „Team Triathlon Trentino B“ (3:32:37 Stunden) auf Platz drei über die Ziellinie der gekürzten Route, die eigentlich über die volle Marathon-Distanz hätte führen sollen.

Sicherheit hat Vorrang

Seine Entscheidung die Strecke auf der heutige Etappe von Antholz-Mittertal nach Niederdorf um sieben Kilometer und etwa 900 Höhenmeter zu kürzen, hat Streckenchef Wolfgang Pohl dabei sicherlich viele neue Freunde im Teilnehmerfeld beschert. Allerdings wurde die weniger mit Rücksichtnahme auf die vielen angeschlagenen Läufer als vielmehr aus Sicherheitserwägungen getroffen. Denn für den Nachmittag hatten die Meteorologen vor hohem Gewitterrisiko in der Region gewarnt. Und das hätte viele Läufer vermutlich in den besonders exponierten Lagen
am Hochhorn erwischt.

Willi Pallhuber überrascht durch Spitzenzeit

Mit der Startnummer „Guest 317“ tummelte sich heute ein ehemaliger Antholzer Spitzenathlet unter den Startern. Der mehrfache Olympionik und Biathlon-Weltmeister Willi Pallhuber hatte sich erst vor zwei Wochen dazu durchgerungen, mit auf die Strecke nach Niederdorf zu gehen. Umso erstaunlicher die Zeit von 3:18:13 Stunden, die er heute – nahezu unvorbereitet auf das Rennen – für die Distanz benötigte. „Ich bin selbst überrascht wie gut ich mir die Kräfte einteilen konnte. Ich hatte mir vorher überlegt, ob ich das ganze Rennen bestreiten soll. Letztlich hat mir dann doch die Motivation gefehlt. Aber nach dieser Etappe habe ich Blut geleckt“, berichtete der 41-Jährige im Anschluss.

Team BLT Laufsport Saukel-Haglöfs Masters macht den Sack zu

Mit der Zeit von 3:18:17 Stunden beendeten die Spanier vom „Seleccio Catalana Feec Team“ die sechste Etappe mit ihrem ersten Tagessieg. Knapp sechs Minuten nach ihnen kamen Seppi Neuhauser und Markus Schuster vom „Team Kleinwalsertal-Salomon“ (3:24:13 Stunden) als zweitplatziertes Team ins Ziel. Das Allgäuer Duo Miksch/Stork, Führende in der Gesamtwertung bei den Masters, belegte heute nur Rang drei (3:26:43 Stunden). „Heute war’ s hart. Bei mir lassen die Kräfte langsam nach. Die Spanier haben heute acht Minuten aufgeholt, aber wir haben ja immer noch über 40 Minuten Vorsprung. Das sollte uns für morgen reichen“, sagte Miksch später in die Mikrofone der Reporter mit Blick auf den Gesamtsieg bei den Masters.

Luxemburger Team entscheidet Tageswertung bei den Mixed-Teams für sich

Transalpine-Run 2008.  Foto: Lars SchneiderAuch Lis Kayser und Joe Wagener (Team Lausilux) scheinen erst zum Ende des Etappenrennens richtig in Schwung zu kommen. Mit ihrem ersten Etappensieg (3:44:38 Stunden) heute katapultierten sich die beiden Luxemburger im Overall-Ranking bei den Mixed-Teams auf Platz vier. „Ich glaube, die anderen haben uns heute ziehen lassen, weil die Podiumsplätze bereits vergeben sind. Wir haben probiert, eine Etappe voll durchzuziehen und heute hat’s geklappt“, berichtete Wagener, selbst überrascht von der Leistung, nach dem Rennen. Ihnen folgten „Team Hotel Lindenhof Adidas Naturns“ (3:47:29 Stunden) und „Team Rückenwind“ (3:48:28 Stunden) auf den Plätzen zwei und drei.

Everyone is a rock star - Team Canada beißt sich ins Ziel

Anfänglich waren es Blasen, inzwischen sind es offene Wunden an Nicki Haugans Füßen, die den Lauf über die Alpen für sie zur täglichen Tortur werden lassen. Unbeeindruckt von ihrer körperlichen Verfassung erreichte sie mit ihrer Partnerin Tracy Garneau das Ziel als Tagesschnellste (4:02:11 Stunden). „Nicki ist das tapferste Mädchen, das ich kenne“, äußerte sich ihre Teampartnerin im Ziel voller Anerkennung. Und fügte aus eigener Erfahrung hinzu: „Und jeder, der morgen im Ziel ankommt, ist ein Rock Star“. Ihre Dauerrivalen Martina Pfeifhofer und Elisabeth
Egarter kamen abermals als Zweite ins Ziel (4:10:22 Stunden). Damit ist ihr Abstand in der Gesamtwertung auf über 25 Minuten angewachsen und der Gesamtsieg bei den Frauen in weite Ferne gerückt. Dritte in der Tageswertung wurden „Team Ilb-Running“ mit 4:28:58 Stunden.

Vorschau 8. Etappe: Niederdorf in Pustertal (ITA) nach Sexten (ITA)

Schlussspurt beim 4. Transalpine Run 2008. Die Anstiege zur Lückelescharte (2545 Meter) und zum Gwengalpenjoch (2466 Meter) werden die Teilnehmer morgen ein letztes Mal fordern, bevor dann auf dem Weg bergab nach Sexten nochmals volle Konzentration gefordert ist. Nach der Zielankunft müssen sich die Finisher dann nur noch auf die bevorstehende Party konzentrieren, auf der es für jeden Teilnehmer allen Grund zum Feiern geben wird“.

veröffentlicht am 08.09.2008

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