Wetterchaos beim The North Face Ultra Trail du Mont Blanc

Der The North Face Ultra Trail du Mont Blanc drohte schon komplett ins Wasser zu fallen. Aber es wurde eine Zwischenlösung gefunden. Wer mit den schwierigen Bedingungen am besten umgehen konnte, lest ihr im Artikel.

The North Face Ultra Trail du Mont Blanc.  Foto: Damiano LevatiDie Briten Elizabeth „Lizzy“ Hawker und Jez Bragg haben am vergangenen Wochenende eine abgespeckte Version des The North Face Ultra Trail du Mont Blanc gewonnen. Die Renndistanz musste wegen schlechten Wetters von 166 auf 88 Kilometer verkürzt werden.

Während Bragg am Samstagabend nach 10 Stunden und 30 Minuten als erster Engländer in der Geschichte des Rennens die Ziellinie als Sieger überquerte, wurde seine Landsfrau Hawker nach 11 Stunden und 47 Minuten bereits zum dritten Mal von den Zuschauern in Chamonix gefeiert.

Sie hatte schon in den Jahren 2005 und 2008 die Konkurrenz hinter sich gelassen. Das Männerpodium komplettierten der The North Face Athlet Mike Wolfe aus den USA und der Spanier Zigor Iturrieta Ruiz aus Spanien. Neben Lizzy Hawker standen Nerea Martínez Urruzola aus Spanien als Zweitplatzierte und die Französin Agnes Hervé als Drittplatzierte auf dem Podium.

Zum ersten Mal in der Geschichte des The North Face Ultra Trail du Mont Blanc, kurz UTMB, wurden die Organisatoren von den Naturgewalten zum Abbruch des Wettkampfs gezwungen. Dichte Wolken und Regenschauer hatten bereits den Startschuss am Freitagabend in Chamonix begleitet.

Nach etwa 30 Kilometern der 166 Kilometer langen Strecke entschieden sich die Verantwortlichen dann mit Rücksicht auf die Gesundheit der 2.300 Athleten zum Abbruch des UTMB. Eine günstige Wetterprognose ließ jedoch zu, dass der UTMB am Samstagmorgen im italienischen Courmayeur erneut gestartet werden konnte. Insgesamt 1.238 Läufer machten sich auf den nun immer noch 88 Kilometer langen Weg Richtung Chamonix, Frankreich.

The North Face Ultra Trail du Mont Blanc.  Foto: Damiano LevatiZwar hatte sich das Wetter gebessert, dennoch sorgten starker Wind, Regen und Schnee für extreme Bedingungen in den Bergen. Der spätere Sieger Jez Bragg kam am besten mit den neuen Umständen zurecht. Bragg: „Ich wachte um 7 Uhr morgens auf und frühstückte in aller Ruhe. Ich war entspannt. Durch SMS-Nachrichten habe ich erfahren, dass das Rennen neu gestartet wird. Gegen 9 Uhr bin ich dann zum Start gegangen.“

Der 29-jährige Brite ging die ersten Kilometer ruhig an, war beim ersten Durchlaufpunkt, der Bonatti-Hütte, nicht in der Spitzengruppe. Dann zahlte sich jedoch seine Ausdauer aus, und er holte kontinuierlich auf. Erst 18 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Bragg an die Spitze und ließ sich von dort nicht mehr verdrängen. „Ich bin überglücklich, dass sich nun all die harte Arbeit und das spezielle Training für den UTMB ausgezahlt haben.

Die matschigen und nassen Bedingungen sind mir sehr entgegengekommen. Nur sieben Minuten nachdem Sieger erreichte ein überglücklicher Mike Wolfe als Zweiter das Ziel: „Jez hat das Tempo angezogen. Ich danke ihm und gratuliere ihm“, so der US-Amerikaner, der auch für das Publikum ein Kompliment parat hatte: „In den USA hast du nur ein Viertel der Atmosphäre und der Gastfreundschaft, die du hier in Frankreich findest!“

Die Frauenwertung wurde von der Favoritin Lizzy Hawker dominiert. Die 34-jährige Britin hatte im Ziel über eine Stunde Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin, die Spanierin Nerea Martínez. Hawker, die Ausnahmesportlerin aus dem The North Face Athletenteam, konnte nun schon zum dritten Mal den UTMB für sich entscheiden – das gelang noch niemandem vor ihr.

Nach der Zielankunft bekräftigte sie die Exklusivität des Rennens: „Der Spirit eines Jeden macht den UTMB zu einer einzigartigen Veranstaltung.“ The North Face Athleten sorgen für mehrere Top Ten Resultate. Neben den Siegern Bragg und Hawker und dem Zweitplatzierten Wolfe konnten auch die weiteren Läufer des The North Face Athletenteams beim UTMB überzeugen.

Die Brasilianierin Fernanda Maciel verpasste als Vierte nur knapp das Siegerpodium, Helen Cospolich aus den USA erreichte Platz sieben. Beim CCC erreichte ihre Kami Semick, ebenfalls aus den USA, den dritten Platz.

veröffentlicht am 01.09.2010

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