Alle Infos zum Red Bull Dolomitenmann 2009 in Lienz

Die Vorbereitung zum 22. Red Bull Dolomitenmann laufen auf Hochtouren, die Teilnehmer trainieren für neue Höchstleistungen und auch die Sideevents stehen bereits fest. Bei uns erfahrt Ihr alles Wissenswerte rund um den harten Team-Wettkampf in Lienz.

Red Bull Dolomitenmann.  Foto: VeranstalterAm Samstag, den 12. September 2009, werden sich 110 Teams über 1.950 Höhenmeter den Berg hinaufkämpfen, in Windeseile durch die Lüfte gleiten, im Wildwasser um Sekunden paddeln und im Höllentempo in die Pedale treten: Der Countdown für den Kampf unter Bergläufern, Paragleitern, Kanuten und Mountainbikern um den Titel "Red Bull Dolomitenmann 2009" hat begonnen.

Die Streckenführung verlangt auch in diesem Jahr den Startern alles ab: Vom Hauptplatz in Lienz geht es elf lange Kilometer über eine der schwierigsten Berglaufstrecken der Welt, Stock und Stein, Fels- und Holzstufen, Waldwege, steile Berghänge und Schotterhalden über 1.950 Höhenmeter über den Goggsteig, Klammbrückl, das Hallebachtal bis zum Kühbodentörl in 2.441 Meter Seehöhe. Dort erfolgt das Abklatschen mit den Paragleitern.

Für die Paragleiter beginnt der Dolomitenmann am Kühbodentörl, mit einem Lauf über einen schmalen Steg zum Startplatz, dann geht`s quer durch die mächtigen Lienzer Dolomiten. Da "nur fliegen" aber für die Härtesten unter der Sonne keine Challenge ist, müssen die Teilnehmer auf der Moosalm in 1.000 Höhenmeter zwischenlanden, ihren Schirm schultern und rund einen Kilometer und 200 Höhenmeter bis zum zweiten Start hinaufschleppen. Von da geht`s via Re-Start nach Leisach. Höhenmeter: 710.

Ein Sieben-Meter-Mut-Startsprung zum Warm-Up, Eskimorollen, eine Tragepassage, eine tückische Walzendurchquerung und Wildwasser, das mit extremen Aufwärtszonen und schwierigen Wenden seinem Namen alle Ehre macht, erwarten die mutigsten Kanuten. Über fünf Kilometer heißt der beinharte Kampf "Kanute gegen Wildwasser". Oft gewinnt Letzteres, im anderen Fall erfolgt bei der Tirolerbrücke die letzte Übergabe.

17,4 Kilometer - und das nur bergauf - haben die Biker am Ende vor sich, Höhendifferenz 1.695 Meter. Abstiege - unfreiwillige wie freiwillige - inklusive, da das höchst anspruchsvolle Gelände auf dem schnellsten Weg von A nach B in manchen Passagen nur noch das Schultern des Mountainbikes zulässt. Über die ehemalige berühmt berüchtigte FIS-Herren-Abfahrtsstrecke mit einem Durchschnittsgefälle von 26,4 Prozent geht`s unter dem Jubel der Zuschauer ins Ziel am Lienzer Hauptplatz.

Der Kampf um den diesjährigen Sieg beim Red Bull Dolomitenmann 2009 wird härter als je zuvor. Alleine beim Berglauf sind mit Jonathan Wyatt (NZL) und Marco de Gasperi (ITA) zwei Ausnahme-Bergläufer am Start, die zusammen 10 der letzten 11 Berglauf-Weltmeister-Titel gewonnen haben.

Und dieTeams dieser beiden Herren werden wohl auch bei der Gesamtwertung ganz vorne mitmischen. Kolland Harry, der Teamchef des Kolland Topsport Teams, reist mit seiner Mannschaft als Titelverteidiger in die Dolomitenstadt und hat eben diesen Jonathan Wyatt im Gepäck, der auch den Streckenrekord in die Lienzer Dolomiten hält. Keiner vor oder nach ihm hat die Strecke jemals so schnell bewältigt. Marco de Gasperi ist in den Lienzer Dolomiten zwar noch ein unbeschriebenes Blatt - seine Klasse lässt jedoch so einiges erwarten.

Ein ganz heißer Tip dürfte auch das Team Robot-Units sein, dass mit Hannes Pallhuber (ITA) und Markus Prantl (ITA) zwei Einzelsieger des Vorjahres (Mountainbike bzw. Paragleiten) an Board hat und als Draufgabe noch auf den zweitplatzierten Bergläufer des Vorjahres - Gaiardo Maro (ITA) - zählen kann. Einzig der etwas schwächere Kajak-Bewerb kostete dem Austro-Italo Team im Vorjahr den Sieg.

Nicht zu vergessen sind auch die Teams 'Red Bull' (INT) und 'Fackelmann' (CZE), die beide bereits einmal den Red Bull Dolomitenmann in der Gesamtwertung gewinnen konnten, in den letzten Jahren aber nicht immer vom Glück verfolgt waren.

veröffentlicht am 08.09.2009

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Disziplin Kajak beim Dolomitenmann 2009.  Foto: Martin Lugger, Red Bull
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