Workshop beim Weltmeister Orlando Duque: zwölf Hamburger lernen Cliff Diving

Workshop beim Weltmeister: Zwölf Hamburger lernen Klippenspringen

Am 29. August werden zwölf der weltbesten Klippenspringer in Hamburg bei der Red Bull Cliff Diving World Series 2009 gegeneinander antreten. Schon fünf Tage zuvor verschafften sich zwölf Hamburger einen Eindruck, wie sich solch spektakuläre Sprünge anfühlen.

Red Bull Cliff Divivng: Workshop in Hamburg.  Foto: Ray Demski/RedbullphotofilesDie meisten Besucher der Landungsbrücken in Hamburg sind, zumal montags um 10.30 Uhr, entweder Touristen oder suchen Entspannung. Am 24. August, im Vorfeld der Red Bull Cliff Diving World Series 2009, war allerdings eine eher angespannt wirkende Gruppe auszumachen. Zwölf Teilnehmer eines Workshops unter der Leitung von Diving-Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien und der deutschen Profi-Klippenspringerin Anna Bader waren in einer Barkasse auf dem Weg zum Containerhafen. Von den beiden Profis wollten sie die Grundlagen des akrobatischen Springens erlernen.

Die Bedingungen am Containerhafen waren gut: Sonnenschein, 26 Grad im Schatten und angenehme 22 Grad Wassertemperatur. Unter den Augen der Wasserwacht beginnt das Training. Zur Sicherheit sind auch ein medizinisches Erste Hilfe Team und zwei Sicherheitstaucher dabei.

Red Bull Cliff Divivng: Workshop in Hamburg.  Foto: Marcel Lämmerhirt/RedbullphotofilesOrlando Duque und Anna Bader erklärten professionell und ruhig, worauf es beim Klippenspringen ankommt. Besonders wichtig ist die Körperspannung, während der Flugphase sollten die Arme für die Balance genutzt werden, beim Eintauchen dann aber schnell an den Körper gelegt werden. Möglichst sollte man auch mit geschlossenen Beinen und Füßen eintauchen.

Von der gut sieben Meter hohen Kaimauer wurden die ersten Dives ausprobiert. Mit Zustimmung der Experten geht es noch höher: Übereinander gestapelte Container dienten als Absprungplattform, wobei pro Container nocheinmal etwa 2,60 Meter Höhe dazukommen. Bereits vom ersten Container sind also 9,60 Meter Höhe für die Amateur-Springer zu überwinden. Gut die Hälfte der Teilnehmer traut sich auch auf den dritten Container, 14,80 Meter hoch. Hier ist für die Workshop-Teilnehmer Schluss.

Red Bull Cliff Divivng: Workshop in Hamburg.  Foto: Marcel Lämmerhirt/Redbullphotofiles„Da oben zittern einem die Knie, aber es macht total Spaß und ist Adrenalin pur“, so TV-Moderator Alexander Mazza, der ebenfalls an dem Workshop teilnahm. „Nachdem ich jetzt mal selber gesprungen bin, habe ich noch mehr Respekt vor dem Mut und der Körperbeherrschung, die dieser Sport erfordert.“

Abschließend konnten Orlando Duque und Anna Bader es natürlich nicht lassen, noch einen Einblick in ihr Können zu geben. Sie kletterten an den aufgestellten Leitern auf die höheren Container. Anna startete mit einem Salto rückwärts gestreckt und vollführte aus 17,40 Meter einen Doppelsalto vorwärts gehechtet mit halber Schraube. Orlando sprang vom höchsten Punkt – aus 25,20 Metern.

Die mutigen Männer und Frauen aus Hamburg haben gezittert, teils gehadert, haben gelernt und gestaunt – und sich alle haben sich überwunden und sich in die Elbfluten gestürzt. Glücklich und etwas erschöpft sind sie in ihrer Barkasse an Land zurückgekehrt. Nun sind alle an Bord gespannt auf die Red Bull Cliff Diving World Series 2009 am 29. August ab 11 Uhr im Hamburger Hafen. Die meisten werden Zuschauer sein, Orlando Duque Teilnehmer und Anna Bader Moderatorin.

veröffentlicht am 25.08.2009
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