Ironman Frankfurt 2014:
Der Mann, der alle Rekorde brach...

Nun siegte der 70.3-Weltmeister auch auf der vollen Distanz: Pünktlich zum 30. Geburtstag schenkte sich Sebastian Kienle den ersten Sieg bei der Ironman Europameisterschaft in Frankfurt!

Ironman Europameisterschaft Frankfurt 2014.  Foto: VeranstalterSensation beim Ironman Frankfurt 2014: Der zweifache Ironman-70.3-Weltmeister Sebastian Kienle knackte am 6. Juli den Streckenrekord und sicherte sich den Sieg - an seinem Geburtstag! Ein ähnlich rasantes Rennen lief die Britin Corinne Abraham, welche sich nach packenden Führungskämpfen ebenfalls den Sieg nicht nehmen lassen wollte.

Das perfekte Geburtstagsgeschenk

Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte sich Sebastian Kienle wohl selbst nicht machen könne: Seine Zeit von 7:55:14 Stunden schlug den bestehenden Streckenrekord von Timo Bracht aus dem Jahr 2009 um ganze 4 Minuten - ein spektakuläres Ergebnis!

Schon beim Schwimmen war allerdings abzusehen, dass sich der Ironman Frankfurt 2014 zu einem äußerst schnellen Rennen entwickeln sollte. In einer siebenköpfigen Spitzengruppe machten schon von Beginn an unter anderem Jan Frodeno, Olympiasieger von 2008, sowie der amtierende Weltmeister Frederik van Lierde aus Belgien und Andreas Raelert gehörig Druck.

Während Frodeno nach 24:55 Minuten zwar zuerst auf das Rad stieg, holte im anschließenden Rennen Sebastian Kienle ordentlich auf und hängte ab Kilometer 80 die bisherige Führungsspitze aus Frederik van Lierde und Frodeno ab. Letzterer musste bei der Ironman Europameisterschaft Frankfurt 2014 mit technischen Problemen kämpfen: Nach 30 Kilometer hatte er bereits drei Platten.

Endspurt für Kienle

Kienle ließ also schon fast mit Leichtigkeit in 4:12:14 Stunden den Radrekord von Andreas Raelerts Sieg im Jahr 2010 mit rund acht Minuten Vorsprung hinter sich und erfüllte auch prompt sein nächstes angepeiltes Ziel: Einen Marathon zum ersten Mal unter 2:50 Stunden zu laufen.

2:49:35 Stunden brauchte er für die 40 Kilometer und sackte so mit dem selbstgemachten Geburtstagsgeschenk einen Fast-Hattrick ein: Schließlich schaffte er schon zwei Ironman-70.3-Weltmeistertitel in Serie. Theoretisch hätte nur noch der Belgier vor van Lierde ihm den beim Ironman Frankfurt 2014 Sieg streitig machen können, musste sich aber mit 8:00:25 Stunden und dem zweiten Platz zufrieden geben. Dahinter lief der Debütant Frodena mit massiven Krämpfen nach 8:07:05 Stunden ein. Mitfavorit Andreas Raelert sah sich hingegen gezwungen, das Rennen beim Laufen aufzugeben. 

Rasantes Rennen der Frauen

Das Rennen der Frauen stand dem der Männer in Sachen Tempo um Nichts nach: Schon nach 47:22 Minuten kam die Vorjahreszweite Jodie Swallow aus Großbritannien aus dem Wasser, ihre Konkurrentin und US-Amerikanerin Beth Ellis nur 5 Sekunden später. Verfolgt wurden sie beim der Ironman Europameisterschaft 2014 von der Neuseeländerin Gina Crawford.

Es entbrannte daraufhin ein heißer Führungswechsel auf dem Rad, wo schlussendlich Swallow ihre Konkurrentin Ellis abschütteln konnte und mit gut einer Minute Vorsprung in den Marathon startete. Hinter ihr hatte sich einiges getan und auch andere Athletinnen ein hartes Tempo eingeschlagen: Die Britin Corinne Abraham, Siegerin des Ironman Melbourne 2013, stieg als Dritte mit 1:58 Rückstand ab und spürte den Atem von Titelverteidigerin Camilla Pedersen.

Beim Lauf gelang es Abraham dann ab der Halbzeit, sich auf den vorderen Platz zu schieben. Trotz Angriffsversuchen verteidigte sie standhaft bis zum Schluss mit einer Zeit von 8:52:40 die Führung vor Liz Lyles und Gina Crawford, sodass nun das Podium feststand. Bemerkenswerte Leistungen im Marathon zeigte außerdem die Deutsche Kristin Möller, die mit einer enormen Aufholjagd noch mit Rang Vier knapp am Treppchen vorbeischrammte.

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Frankfurt Marathon 2014 zu finden.

veröffentlicht am 07.07.2014

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