Jonathan Wyatt holt sich Hattrick beim Dolomitenmann 2008:

Der Neuseeländer Jonathan Wyatt ist auch beim 21. Red Bull Dolomitenmann und einer Rekordkulisse von 28.000 Zuschauern in Lienz der unumstrittene Superstar unter den Bergläufern.

Schwerer Aufstieg beim Dolomitenmann.  Foto: Niki Grissmann Niemals zuvor waren mehr Zuschauer beim Red Bull Dolomitenmann, niemals zuvor war es zwischen den Teams im Kampf um die Spitzenplätze am Ende so eng: Die 21. Auflage des „härtesten Teamwettbewerbs der Welt“ übertraf alle Erwartungen und hatte nicht nur einen großen Sieger: 28.000 Zuschauer feuerten die „Helden des Dolomitenmann-Alltags“ bei Kaiserwetter in den Lienzer Dolomiten frenetisch an, das ist absoluter Rekord in 21 Jahren „Dolomiten-Wahnsinn“. Veranstalter Werner Grissmann: „So viele Menschen waren noch nie da, die Zuschauermenge wird immer größer, die Stadt wird bald zu klein werden.“

Neuseelands-Berglaufwunder Jonathan Wyatt feierte bei der ersten von vier Disziplinen einen Start-Ziel-Sieg und damit seinen Red Bull Dolomitenmann-Hattrick: Die Konkurrenz – Europameister, österreichischer Meister – hatte sich viel vorgenommen, musste alle Pläne aber auf den Steilstücken des Berglaufs über Bord werfen, konnte ihn nur noch ziehen lassen. Jonathan Wyatt nahm über eine der schwierigsten Berglaufstrecken der Welt, mit über 1.950 Höhenmeter bis zum Kühbodentörl in 2.441 Meter Seehöhe, dem Zweiten nicht weniger als 3 Minuten 50 Sekunden ab. Berglauf-Kollege Andi Goldberger, selbst mit 1:52 persönliche Bestzeit gelaufen, zieht schmunzelnd den Hut: „Sein einziger Nachteil ist, dass er immer wissen muss, wo er hinläuft, weil er ja nicht wie ich den anderen hinterherlaufen kann. Jonathan Wyatt hat sicherlich ´Gams´ in seinem Pass stehen.“

Sensationell war auch der Kanute Harald Hudetz: Der Kärntner war bereits bei der Übergabe von Paragleiter Wendelin Ortner in seinem Sprint aus der Landezone kaum zu bremsen, machte noch auf dem Weg zum 7-Meter-Sprung Zeit gut und paddelte, als gäb’s kein Morgen, hängte sogar Benoit Peschier, Kajak-Olympiasieger 2004, um nicht weniger als 3 Minuten und 40 Sekunden ab. Und das trotz erschwerter Bedingungen. Veranstalter Werner Grissmann: „Aufgrund der Hitze ist extrem viel Wasser von den Gletschern da, daher waren die Bedingungen für die Kanuten heute besonders hart.“ Am Ende übergab Harald Hudetz dank Glanzleistung kurz vor dem Ziel als Zweiter an Schlussradler Roland Stauder.

Mountain-Biker unterwegs.  Foto: Veranstalter Und nie war ein Finale beim Dolomitenmann spannender: Athlet Roland Stauder, Peking-Olympionike Christoph Soukup und Disziplinen-Sieger Hannes Pallhuber lieferten sich auf den elends langen 17,4 Kilometer bei freiwilligen und unfreiwilligen Abstiegen über die ehemalige berühmt berüchtigte FIS-Herren-Abfahrtsstrecke mit einem Durchschnittsgefälle von 26,4 Prozent ein Rad-an-Rad-Duell inklusive riskanter, heikler und vor allem sehenswerter Überholmanöver. Der Dolomitenmann am Bike war am Ende: Hannes Pallhuber (ITA).

Benoit Peschier, Kajak-Olympiasieger 2004, ein Viertel des Erfolgsteams von Wings for Life war von seiner Dolomitenmann-Premiere mit Sieben-Meter-Startsprung zum Warm-Up, Eskimorollen, einer Tragepassage, einer tückischen Walzendurchquerung und Wildwasser, das mit extremen Aufwärtszonen und schwierigen Wenden seinem Namen alle Ehre macht, begeistert: „Das war etwas absolut Neues für mich, extrem hart. Mir tut alles weh, aber es war super. Ich würde gerne 2009 wiederkommen.“ Das Wings for Life-Team mit Andi Goldberger (persönliche Berglauf-Bestzeit mit 1:52), Paragleiter Gerald Ameseder, Kanute Benoit Peschier und Snowboard-Gesamtweltcupsieger Benjamin Karl auf dem Mountainbike war zufrieden. Und selbst Andi Goldberger hält nichts für unmöglich: „Ich sag’ immer, ich mach’s nie wieder, aber es ist so eine lässige Veranstaltung, da vergisst man die Schmerzen schnell.“

Paraglider beim Spurt.  Foto: Veranstalter Die Wings for Life-Stiftung für Rückenmarksforschung ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen (Spinal Cord Injury Paralysis – SCI) zu fördern und zu beschleunigen.

110 Teams aus ganz Europa kämpften mit vollstem Körpereinsatz in erster Linie mit sich selbst, in zweiter Linie mit den Kajaks, Bikes, Lüften und den eigenen Beinen um den Titel „Dolomitenmann 2008“. Adrenalin, Abschürfungen, Stürze und körperliche Schmerzen gab’s frei Haus dazu. Bewegen wird sich am Tag danach kaum einer der Teilnehmer können, bis zur Anmeldefrist 2009 aber werden sie die Schmerzen vergessen haben und wieder um die begehrten 440 Startplätze kämpfen.

veröffentlicht am 09.09.2008

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