Cape Epic 2008 gestartet
Die fünfte Auflage der Absa Cape Epic auf dem ‘Field of Dreams’ des Pezula Estate in Knysna hat begonnen. 1.200 Biker aus über 40 Ländern fahren in neun Tagen 966 Kilometer und erklimmen 18.529 Höhenmeter, das entspricht zwei Besteigungen des Mount Everest.
Nach monatelanger Vorbereitung unterzogen sich die Biker dem ersten Härtetest des neuntägigen Rennens, einem neu eingeführten Prolog. Das Rennen begann mit einer Überraschung, denn Podiumsanwärter Kevin Evans und David George vom Team MTN Energade erkämpften zum ersten Mal in der Geschichte des Rennen das gelbe Leadertrikot für Südafrika. Sie gewannen den Prolog mit einem Vorsprung von knapp einer Minute vor den zweitplatzierten Roel Paulissen (BEL) und Jakob Fuglsang (DEN) vom Team Cannondale Vredestein. Vorjahressieger Karl Platt (GER) und Stefan Sahm (GER), Team Bulls, wurden dritte.
Die internationalen Pro Teams konnten den Vorsprung von rund einer Minute kaum fassen. Doch Evans und George hatten dafür eine recht logische Erklärung: „Wir haben uns seit November zusammen auf dieses Rennen vorbereitet und hart daran gearbeitet, ein Team zu werden, denn die Absa Cape Epic kann man nur als Team gewinnen,“ erzählt Kevin Evans. „Wir haben wirklich jede freie Minute zusammen verbracht, so dass unsere Frauen schon langsam beunruhigt waren. Wir haben mindestens dreimal am Tag miteinander telefoniert, um Ideen auszutauschen, Rennstatistiken, Renntaktik und Rollenverteilung in den einzelnen Etappen zu diskutieren und festzulegen, wie wir uns bei technischen Problemen verhalten. Wir haben sogar unser Körpergewicht und unsere Trittgeschwindigkeit angepasst. Wir wollten wirklich nichts dem Zufall überlassen und haben den Rennverlauf mit nahezu militärischer Perfektion durchgeplant.“ Und David George fügt hinzu: “Ein neuntägiges Etappenrennen ist genau meine Welt. Hier kann ich meine Erfahrung ausspielen, davon können wir als Team profitieren. Ich bin Meister im Zeitfahren und weiß wie man so ein Rennen angeht. Kevin ist technisch sehr stark. Er ist heute alle Linien gefahren und ich habe nur an sein Hinterrad gehängt und versucht dran zu bleiben. Wir haben sechs Monate lang zusammen trainiert und da hatte ich die Möglichkeit, mir ein wenig abzuschauen.“
Team Trek – VW WSD Damen gewinnen Prolog
Die 24 Damenteams eröffneten heute den ersten Prolog der Absa Cape Epic. In 30-Sekunden-Abständen wurden sie auf die 17-Kilometer lange, landschaftlich wunderschöne Rundstrecke geschickt. Da sie die Strecke nicht vorher abfahren konnten, wussten sie nicht wirklich, was sie erwarten würde und waren dementsprechend ein wenig nervös, denn sie mussten auf alles vorbereitet sein.
Susan Haywood (USA) und Jennifer Smith (NZL) vom Team Trek – VW WSD ergatterten als erste das heiß begehrte rotbraune Leadertrikot der Damen. Sie absolvierten ihre Runde in einer Zeit von 42.51,2 min, 38.5 Sekunden schneller als die zweitplatzierten Alison Sydor (CAN) und Pia Sundstedt (FIN) vom Team Rocky Mountain. Titelsponsor Absa freute sich, seine Absa Ladies, Hanlie Booyens (RSA) und Erica Green (RSA) als drittschnellstes Team im Ziel begrüßen zu können.
“Es war genial das Rennen mit einem Prolog zu starten,“ sagt Susan Haywood. “Es hat gut getan, nach dem langen Flug die Beine mal so richtig zu bewegen. Wir sind es ja gewohnt, Cross Country Rennen zu fahren, von daher kam uns das Tempo und die Streckenlänge heute sehr entgegen, zumal wir uns in einem sicheren Umfeld bewegen konnten, denn wir wurden ja einzeln gestartet. Wir machen uns da eher Sorgen über das was noch vor uns liegt.“
Pech für Alison Sydor und Pia Sundstedt
Eines der stärksten Damenteams am Start, Rocky Mountain mit Mountainbikelegende Alison Sydor und Marathon Weltcupsiegerin Pia Sundstedt wurde heute gleich auf den ersten Kilometern auf die Probe gestellt, als Pia einen Platten hatte und dabei zwei Minuten verlor. Als erfahrene Profis reparierten sie den Reifen in Rekordgeschwindigkeit – zumindest in den Augen eines Amateurs. Allerdings waren sich die Mädels einig, dass es auch schneller gehen kann. „Wir haben heute unsere erste Lektion gelernt,“ schmunzelte Alison im Ziel. „Zwei Hände reparieren einen Platten schneller als vier. Um ehrlich zu sein, haben wir heute sogar richtig viel übereinander gelernt. Der Prolog heute war wirklich ideal, um sich auf den Partner einzustellen und sich auf Teamarbeit einzustellen. Der Platten hat uns eher Selbstvertrauen gegeben, denn wir haben gesehen, dass wir auch unter Druck sehr gut zusammen arbeiten können.“
Alison hat zwar Erfahrung in Etappenrennen, ist aber bisher immer nur in der Mixed Kategorie gestartet. „Wenn du mit einem Mann fährst, brauchst du dich eigentlich um nichts zu kümmern, außer ums Fahren. Und das ist hart genug, denn du fährst immer am Anschlag. Ich hatte den Wunsch, mich auch mal mit allem anderen auseinandersetzen zu müssen und mit einer gleich starken Partnerin unterwegs zu sein, deshalb habe ich mich entschieden, in einem Damenteam zu starten.”
Favoriten bei den Masters gewinnen erwartungsgemäß
Die Top Masters wurden ihrer Favoritenrolle heute gerecht in dem sie den Prolog mit einem komfortablen Vorsprung gewannen. Team adidas William Simpson mit Shan Wilson (RSA), dem Südafrikaner mit den bisher meisten Etappensiegen bei der Absa Cape Epic, und Rekord-Transalpetappensieger Walter Platzgummer (ITA) realisierten ihr Vorhaben, gleich am ersten Tag das blaue adidas Masters Leadertrikot zu gewinnen. Sie überquerten als 16. Team der Gesamtwertung nach 36.24,1 Minuten die Ziellinie und führen das Masterfeld derzeit mit einem Vorsprung von 51,3 Sekunden an. Ihre Verfolger sind Doug Brown (RSA) und Barti Bucher (SUI) Team Absa Masters, sowie M.C. Franken (RSA) und Peter Buggle (IRL) Team Pragma Masters, die beim Prolog den zweiten und dritten Platz belegten.
Mixed Teams demonstrieren ihre Stärke
Die schnellsten Frauen im Rahmen des ersten Absa Cape Epic Prologs fuhren in den top drei Mixed Teams. Ivonne Kraft (GER) die gemeinsam mit Nico Pfitzenmaier (GER) als Team Joybike Guided by VMT and Maloja startet, war mit ihrer Prologzeit von 40.15,4, min rund zweieinhalb Minuten schneller als das schnellste Damenteam. Aber hier machte der Mann das Tempo. Die südafrikanischen Favoriten in der Mixed Kateogorie, Yolande de Villiers (RSA) und Johan Labuschagne (RSA) vom Team Cyclelab Toyota, müssen nur neun Sekunden aufholen, um die Führung zu übernehmen. Tomas Legnavsky (SLK) und Janka Stevkova (SLK) vom Team Novatec – CK MTB Dohnany waren das drittschnellste Mixed Team des Prologs.
MTN Energade führt in zwei Kategorien
Da Kevin Evans und David George nicht nur den Prolog gewonnen haben, sondern auch das schnellste afrikanische Team im Feld waren, wird das Absa African Jersey an das zweitbeste Team im Rennen, Mannie Heymans (NAM) und Melt Swanepoel (RSA) ebenfalls MTN Energade, weitergereicht. Somit können sich MTN und Energade, in diesem Jahr erstmals als Sponsoren bei der Absa Cape Epic, über einen erfolgreichen Einstand freuen.
ERGEBNISSE:
HERREN:
1. MTN Energade – Kevin Evans (RSA) & David George (RSA) – 31.04 min
2. Cannondale Vredestein – Roel Paulissen (BEL) & Jakob Fuglsang (DEN) – 32:01 min
3. Bulls – Karl Platt (GER) & Stefan Sahm (GER) – 32:21 min
DAMEN:
1. Trek/VW WSD – Susan Haywood (USA) & Jennifer Smith (NZL) – 42.51 min
2. Rocky Mountain – Pia Sundstedt (FIN) & Alison Sydor (CAN) – 43.30 min
3. ABSA LADIES – Erica Green (RSA) & Hanlie Booyens (RSA) – 43:42 min
MASTERS:
1. Adidas William Simpson – Shan Wilson (RSA) & Walter Platzgummer (ITA) – 36:24 min
2. Absa Masters – Doug Brown (RSA) & Barti Bucher (SUI) – 37:15 min
3. Pragma Masters – M.C. Franken (RSA) & Peter Buggle (IRE) – 38:30 min
MIXED:
1. Joybike guided by VMT and Maloja – Ivonne Kraft (GER) & Nico Pfitzenmaier (GER) – 40:15 min
2. Cyclelab Toyota – Johan Labuschagne (RSA) & Yolande de Villers (RSA) – 40:25 min
3. NOVATEC – CK MTB DOHNAY – Tomas Legnavsky (SVK) & Janka Stevkova (SVK) – 41:37 min.
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Absa Cape Epic startet mit harter Etappe
Die erste Etappe der Absa Cape Epic war entbehrungsreich für alle Beteiligten. Mit einem Abstand von nur 30 Sekunden zwischen erst- und zweitplatziertem Team verspricht das diesjährige Rennen bis zur letzten Minute spannend zu werden.
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