Staubig, schnell und rutschig:
Der Swiss Downhill Cup 2011 in Bellwald

Zum Finale des Swiss Downhill Cups 2011 versammelte sich in Bellwald alles, was Rang und Namen hat. Am Samstag holte sich Nick Beer noch den Tagessieg, doch dann passierte etwas, womit niemand gerechnet hätte...

Florent Payent beim Swiss Downhill Cup 2011 in Bellwald.  Foto: Thomas DietzeZum traditionellen Saisonabschluss des Swiss Downhill Cups 2011 in Bellwald kamen 345 Fahrer aus acht Nationen und einmal mehr wurde bestätigt, dass Anfang Oktober dort beste Bedingungen herrschen. Beim staubtrockenen fünften Rennen der Serie konnten Florent Payet und Miriam Ruchti den Sieg für sich verbuchen.

Alljährlich trifft sich zum Ende der Rennsaison die Downhillgemeinschaft im schweizerischen Bellwald und lässt es dort noch einmal richtig krachen. Der Walliser Ort ist nämlich nicht nur für eine der beliebtesten Downhillstrecken bekannt, sondern auch für die standesgemäßen Konzerte am Abend. Somit wurde beim letzten Swiss Downhill Cup der Saison 2011 nicht nur auf der Strecke ordentlich Gas gegeben, sondern auch an der Bar sah man alles, was Rang und Namen in der Schweizer Downhillszene hat.

Aber natürlich stand der Sport im Vordergrund, schließlich ging es für viele noch um die letzten wichtigen Punkte für die Gesamtwertung. In allen Klassen war die Serienwertung noch völlig offen und so galt es noch einmal die letzten Reserven zu mobilisieren. Die Fahrer mussten sich auf eine extrem trockene und deshalb sehr rutschige Strecke einstellen.

Das Niveau der gemeldeten Fahrer war sehr hoch und versprach allein schon wegen den vielen hochkarätigen Namen in der Starterliste ein sehr spannendes und sehenswertes Rennen. Die Wetterprognosen waren perfekt und bei diesen sommerlichen Bedingungen kamen wieder unzählige Zuschauer. Diese konnten bereits am Samstag zum Seeding Run extrem schnelle Zeitläufe verfolgen, denn schon da machten einige ihre Ambitionen auf das Podest deutlich. Tagesbester war Nick Beer aus der Schweiz mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung vor dem Schweden Oscar Härnström. Schnellste Frau des Seeding Runs war die Schweizerin Emilie Siegenthaler.

Die Bedingungen am Sonntag waren unverändert, teilweise musste der Zielbereich sogar gewässert werden, um die Staubentwicklung erträglich zu machen. Wie immer waren als erste lizenzierte Kategorie die Elite Women an der Reihe. Noemi Derron aus der Schweiz, die bis dahin Führende in der Gesamtwertung, hätte aufgrund eines Sturzes im Seeding Run bereits als Zweite an den Start gehen müssen. Allerdings sichtlich enttäuscht ließ sie den Lauf wegen anhaltender Schmerzen aus, da ihrer Meinung nach nur das schlechteste Saisonergebnis drin gewesen wäre. Dieses würde aufgrund der Streichresultatregelung nicht gewertet.

Trotzdem konnte sie sich mit dem dritten Gesamtrang über ihr bestes Saisonergebnis freuen. Diana Marggraff aus Ecuador erreichte den dritten Platz, konnte aber bei der Gesamtwertung nicht mitreden. Als letztes gingen Miriam Ruchti aus der Schweiz und Emilie Siegenthaler auf den 2,2 Kilometer langen Kurs. Ruchti konnte mit 3:52 Minuten die Bestzeit vom Vortag unterbieten und so warteten alle auf das Ergebnis von Siegenthaler.

Diese platzierte sich aber mit nur sieben Hundertstelsekunden dahinter und somit reichte der Tagessieg von Ruchti sogar noch für den zweiten Gesamtrang. Seriengewinnerin wurde mit dem fünften Platz der Tageswertung die Schweizerin Carina Cappellari.

In der Masters Kategorie des Swiss Downhill Cups 2011 in Bellwald wurden die ersten drei Plätze wieder genau gleich wie im Seeding Run vergeben. Auf den dritten Platz fuhr Bruno Ryser aus der Schweiz, der sich damit den Gesamtsieg sicherte. Zweiter wurde Samuel Aklin und verdrängte damit Marcel Waldmann vom dritten Platz der Serienwertung.

Schnellster war Thomas Ryser mit 3:33 Minuten und machte damit den Erfolg für das Bruderpaar perfekt. Den zweiten Platz der Gesamtwertung verteidigte Christian Greub, obwohl er mit dem zehnten Platz der Tageswertung weit hinter seinen Möglichkeiten zurück blieb.

Schnellster der U 17 Kategorie war wie bereits im Seeding Run Noel Niederberger. Dahinter reihten sich Gianluca Vernassa aus Italien und der Franzose Benjamin Claudin ein. Die Gesamtwertung wurde allerdings von ganz anderen Namen beherrscht, nämlich Philippe Frey auf eins, Jérome Caroli auf zwei und Nicola Friedli auf drei.

Als letztes ging in Bellwald die Elite Men Kategorie mit etwa 80 Fahrern an den Start. Die Bestzeiten wurden ständig aufs Neue unterboten und als nur noch zehn Fahrer am Start standen war klar, dass Nick Beers Zeit vom Samstag schon eine ordentliche Ansage war.

Als erster der Top 10 des Vortags ging Florent Rayet aus Frankreich auf den Kurs. Mit 3:24 Minuten kam der Gewinner des iXS European Downhill Cups in Pila der Hausmarke vom Seeding Run mächtig nah und nahm somit erst mal Platz im Red Bull Hot Seat.

Kurz darauf kam der Italiener Marco Milivinti ins Ziel, verpasste aber um fünf Zehntelsekunden Payets Vorgabe. Alle weiteren Fahrer konnten sich nicht diesen Zeiten nähern, erst der vorletzte Starter Oscar Härnström schrammte ganz knapp vorbei. Nun blickten alle nach oben.

Nick Beer beim Swiss Downhill Cup 2011 in Bellwald.  Foto: Thomas DietzeWas macht Nick Beer? Als er aus dem Wald rauskam, sah es noch aus, als könnte er es schaffen, aber dann ließen die Fahrmanöver in den letzten beiden Wiesenkurven schon erahnen, dass der hintere Reifen platt war. Somit reichte es immerhin noch für den achten Platz, knapp vor seinem Teamchef Claudio Caluori.

Der Tagessieg ging also an Payet, vor Milivinti und Härnström. Auch hier gingen die Podestplätze der Gesamtwertung an andere Fahrer. Ludovic May, Gewinner des Downhill Cups in Disentis, kann sich mit 360 Punkten Gesamtsieger nennen. Auf den zweiten Platz reihte sich Fabian Bieli ein, gefolgt vom Schweizer Vizemeister Lutz Weber.

veröffentlicht am 04.10.2011

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