Schlammschlacht in Châtel:
Der iXS Europacup

Die vorletzte Runde des iXS European Downhill Cups brachte 230 Fahrer aus 19 Nationen nach Châtel in Frankreich. Dort färbten sich aufgrund des anhaltenden Regens alle Trikots braun.

Ruaridh Cunningham beim iXS Europacup in Chatel. Foto: Thomas DietzeRuaridh Cunningham und Zarja Cernilogar sind die Sieger des iXS Europacups in Châtel. Neben dem prestigeträchtigen Tagessieg konnten sie auch wichtige Punkte für die Gesamtwertung einfahren.

Das Renn-Wochenende startete mit dem Training am Freitag. Am späten Nachmittag setzte dann Regen ein, der die Nacht über anhielt und somit die Strecke noch anspruchsvoller machte. Einige Abschnitte wurden aufgeweicht, andere waren dann aufgrund der Nässe noch schwerer zu fahren, insbesondere die felsigen Passagen im Mittelteil.

Auch das zunächst gute Wetter am Samstag konnte die Strecke bis zum Seeding Run nicht vollständig trocknen. In der Kategorie Elite Women konnte Miriam Ruchti (SUI - SC-Intense) die Bestzeit einfahren und somit schon einmal etwas für ihr Selbstvertrauen tun, schließlich konnte sie in den vergangenen 5 Jahren das Rennen noch nie für sich entscheiden.

In der Elite Men Klasse setzte sich ziemlich früh der momentan Führende der Gesamtwertung Joel Connell (GBR - SC-Intense) an die Spitze und konnte dann zusehen, wie einer nach dem anderen an seiner Zeit vorbeischrammte. Am dichtesten dran lag am Ende Ziga Pandur (SLO - Unior Tools Team) mit nur knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand.

Am nächsten Morgen war der Kurs durch den nächtlichen Regen erneut kräftig durcvhgeweicht. Während der Trainingsläufe kam es dann noch icker Starkregen setze ein. Nach und nach färbten sich alle Trikots der Teilnehmer einheitlich braun. Die einheitliche Farbe der Trikots war braun. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch, denn schließlich machte es großen Spaß,  auf der schlammigen Strecke zu fahren. Es war zwar nass, aber nicht unangenehm kalt.

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Das Finale wurde dann wieder von der Masters Kategorie eröffnet und der bis dato Führende Stencel Rostislav (CZE - Bikeplac Racing) konnte durch die schnellste Zeit sowohl im Seeding Run als auch im Finallauf sein Punktekonto weiter füllen, so dass er den Seriensieg bereits vorzeitig einfahren konnte. Den zweiten Platz der Tageswertung sicherte sich Paolo Alleva (ITA - Team Scout/Nukeproof) vor Neil White (GBR - Fanatik Bike Co. USA).

In der U17 Klasse deutete sich bereits vor dem Rennen ein Zweikampf um den Titel der Gesamtwertung an. Silas Grandy (GER - Moto Club Faro) reiste mit einem kleinen Vorsprung an, der allerdings bereits im Seeding Run schrumpfte. Grund dafür war ein dominierender Lauf von Loris Revelli (ITA - Argentina Bikes), der mit knapp drei Sekunden Vorsprung die beste Zeit einfahren konnte, während Grandy sich nur auf dem fünften Rang wieder fand.

Und auch am Sonntag musste der in Portugal wohnende Deutsche dem Kurs Tribut zollen und konnte wieder nicht bei der Verteilung der Podestplätze mitreden. Anders als sein direkter Kontrahent, der nichts anbrennen ließ und mit einer Zeit von 2:53.631 Minuten den Sieg für sich verbuchte. Mit dieser Platzierung konnte sich der Italiener in die bessere Ausgangslage für die Gesamtwertung beim letzten Rennen bringen. Die restlichen Podestplätze besetzten zwei Franzosen, Thibault Laly (Cycleworks GT bicycle) und Bryan Pfeiffer (Valloire Galibier Vtt).

Schnellste der Elite Women Kategorie war Zarja Cernilogar (SLO - Blackthorn GT). Miriam Ruchti kam zwar knapp an ihre Zeit von 3:38.509 Minuten heran, musste sich aber mit 6 Zehntelsekunden Rückstand geschlagen geben. Die Slowenin konnte damit den Abstand im Gesamtklassement zur zweitplatzierten Jana Bártová (CZE - Bikeplac Racing) so weit vergrößern, dass ihr der Seriensieg schon vorzeitig sicher ist. Jana Bártová schien mit den Bedingungen gar nicht zu Recht zu kommen und hat in den letzten beiden Rennen richtig Federn lassen müssen. Hinter Ruchti platzierte sich Carina Cappellari (SUI - Suspension Center) auf dem dritten Podestplatz.

In der Elite Men Klasse änderten sich die Bedingungen höchsten in der Intensität des Regens und den damit verbundenen Sichtverhältnissen. Eine halbwegs gängige Situation hatte Jack Moir (AUS - Yeti Fox Shox), der aufgrund eines Plattens im Seeding Run ziemlich am Anfang auf den Kurs ging. Wie zu erwarten war, setzte er sich erst mal für eine lange Zeit in den Red Bull Hot Seat. Wie lange dies sein würde, konnte zu der Zeit noch keiner ahnen und auch keiner hätte es ihm übel genommen, wenn er zwischenzeitlich diesen nicht ganz trockenen Platz mal verlassen hätte.

Pflichtbewusst und sicherlich auch etwas glücklich über diese Situation wartete er Fahrer um Fahrer ab und sah zu, wie allein schon an der Zwischenzeit keiner eine schnellere Zeit vorlegen konnte. Erst der letztjährige Schweizer Meister Lars Peyer (SUI - SC-Intense) knackte die Zeit, konnte aber den hauchdünnen Vorsprung nicht bis ins Ziel retten. Als Drittletzter gestartet war Ruaridh Cunningham der nächste, bei dem ein Minus bei der Zwischenzeit auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Bis ins Ziel konnte dieser sogar noch mehr Zeit rausfahren und damit setzte er sich mit einer Zeit von 2:47.763 min und 1,5 Sekunden Vorsprung an die Spitze.

Jetzt waren nur noch zwei weitere Fahrer auf dem Kurs. Cunninghams Teamkollege Ziga Pandur hatte bereits auf der Hälfte der Strecke einen kaum aufzuholenden Rückstand und somit gab es nur noch den Vortagesschnellste. Joel Connell legte 2 Hundertstelsekunden Vorsprung an der Zwischenzeit vor, doch auch er blieb nicht fehlerfrei und überquerte die Ziellinie mit knapp 10 Sekunden Rückstand, was für ihn am Ende den 9. Platz bedeutete. So gewann also Cunningham vor Jack Moir und Lars Peyer. Damit liegen nach Berücksichtigung der momentanen Streichergebnisse Joe Connell (369), Miran Vauh (366) und Ziga Pandur (360) nur wenige Punkte auseinander, dicht gefolgt von Marcus Klausmann (316) und Manuel Gruber (313).

Châtel ist ein kleiner Ort an der Schweizer Grenze und liegt in einem der größten Mountainbike Gebiete Europas. Portes du Soleil zählt seit vielen Jahren ungebrochen zur Nummer eins hinsichtlich Anzahl und Vielfalt der Strecken und Trails. Bereits 2008 gastierte der iXS Europacup erstmalig im Bikepark Châtel und seitdem war die Strecke „Bike Patrol“ fester Bestandteil des jährlichen Programms. Der Kurs gehört mit 1500 Metern Länge zwar eher zu den kürzeren, aber seine 300 Höhenmeter und der variierende Untergrund sorgen für den nötigen Anspruch.

Das letzte Rennen wird also ein weiteres Saisonhighlight mit einem spannenden Kampf um die letzten möglichen Punkte. Am 28. und 29. September gastiert dafür der iXS European Downhill Cup erstmalig in Maribor/Slowenien und bringt damit wieder ein hochkarätiges internationales Rennen auf eine der beliebtesten Strecken im Rennzirkus.

veröffentlicht am 09.09.2013

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