Flatland in Paris:
Circle Cow 11 in Servon

FUNSPORTING-Redakteur Rayk Hahne berichtet aus der Stadt der Liebe. Zusammen mit seiner schwarzen 20 Zoll Geliebten erkundete er die Pariser Flatlandspots, bevor es am 13. Februar mit einigen Pariser Locals weiter nach Servon zum Circle Cow 11 ging.

Taka Nishikawa beim Circle Cow 11.  Foto: Benoit LinardDer Circle Cow 11 ist jährlich stattfindender BMX-Flatlandcontest, der stets die besten Fahrer der Welt zusammentreibt um sich in der Winterzeit ein "Stelldichein" zu liefern. Am 11.02.2009 habe ich mich nach Paris aufgemacht, um von dort aus zum Contest weiterzureisen.

Meine  treuen Begleiter waren natürlich meine kleine schwarze 20 Zoll-Lady und noch zwei weitere Damen. Für Extremsportler ist es immer etwas Natürliches mit vielen Frauen unterwegs zu sein, daher ist die Freude umso größer gewesen, dass eine der Damen meine Mutter war und die andere ihre Freundin. Mir war es vergönnt Hotelpartner zu haben und gleich noch mentalen Bestand.

Meine Anreise hat sich schon bei den Vorbereitungen angefühlt wie ein Szenario aus dem Indiana Jones-Streifen. Das Bike musste ja bestmöglich aber dennoch portabel verpackt werden. Ich erntete viel erstaunte Blicke für meine Kreation, die den Flughafenanforderungen genüge leistete und es dennoch zuließ, das Gefährt rollend fortzubewegen.

Doch mein Meister fand ich mit der Metro in Paris. Fahrräder sind hier unerwünscht und die Eingangsschranken machen eine Mitnahme fast unmöglich. Eben! "Fast". Mit gekonnten Peitschenhieben und Hechtsprüngen brachte ich mich durch das Todestal der Metro.

Für Freitag hatte ich mich mit einem Fahrer aus Paris verabredet. Michael "Mika" Machard hat mich unterstützt nicht nur ihn zu finden, sondern auch den französischen Way of Life kennen zu lernen. Wer von euch die Chance hat, sollte sich definitiv mal mit dem französischen Völkchen auseinandersetzen. Nicht nur die außergewöhnliche Zuvorkommenheit und Hilfsbereitschaft, sondern auch die ruhige und sonnige Ausstrahlung der Menschen dort ist sehr angenehm. Danke Frankreich für diese Eindrücke.

Rayk Hahne Foto: Linard BenoitWieder zum BMX-Fahren, dem eigentlichen Grund für meinen Ausflug. Auf unseren bremsenlosen Höllenmaschinen sind Mika und ich quer durch Paris zum Riderspot gefahren, um noch weitere französische Fahrer für unsere Warmup-Session zu gewinnen. Bei sonnigen und schneefreien Plusgraden ließ es sich wirklich gut aushalten.
Wenn die Sonne in diesen tristen Zeiten scheint verliert man schnell das Zeitgefühl, ähnlich wie Astronauten im Orbit. Um so schneller trieb es uns dann aus der Dämmerung zum Opera-Spot.

Dieser wirklich angesagte und vollbeleuchtete Spot ist für jeden Zweiradler ein Mekka in Paris. Auch mein platter Reifen und meine gerissene Kette konnten mich dank großzügigem Ersatzteillager in meinem Rucksack nicht vom Radeln abhalten.

Am Samstagvormittag habe ich mich mit Matthias Dandois (aktuell weltbester Flatlander), Adam Kun (Weltranglisten Zweiter bei den Flatlandern) und Alex Jumelin (Flatlandlegende seit über 15 Jahren) getroffen, um in Alexs Pickup nach Servon zu fahren.

Servon ist ein kleines verschlafenes Nest, das nichts birgt außer einmal im Jahr eine brodelnde Turnhalle. Kenner des Films "Sleepy Hollow" haben eine Vorstellung, nur ohne Reiter.

Das sehr großzügige Platzangebot auf der Fläche, die geräumigen Zuschauerreihen und der sparsame Verbrauch an Geld für Essen und Getränke erweckten auch in jedem nicht Renaultfahrer ein geborgenes Gefühl. In fünf Klassen gingen insgesamt über 90 Starter ins Rennen.

Am Samstag wurden die Qualifikationsläufe abgehalten. Die besten Acht jeder Klasse hatten am Sonntag den Finalplatz sicher. Der eisfreie dennoch etwas rutschige Boden machte vielen Fahrern zu schaffen, daher konnten nicht alle ihr volles Potential entfalten. Dafür haben die Finalisten es am Sonntag richtig krachen lassen.

In der Proklasse hat sich mir besonders John Krämer eingebrannt, der mit knallharten und abwechslungsreichen Combos Platz Fünf nach Deutschland holte. Sehr beachtlich waren auch die Steigerungen bei den Nachwuchsfahrern, bei denen viele ihren ersten Wettkampf mitgefahren sind. Die Jury hatte am Sonntag ein ausgesprochen harten Job.

Viele sehr verschiedene Fahrerkonstellationen brachten sehr überraschende Ergebnisse zum Vorschein. So setzte sich Dénes Katona mit seinen schweren und gradlinigen Rolltricks gegen Spinmaschinen und Hinterradkönige durch. In der Proklasse bedeutete das für ihn den Weg aufs Treppchen.

Platz eins und zwei wurden unter Matthias und Adam ausgemacht. Leider hat sich Adam während seiner zweiten Combo am Bein verletzt und musste vorzeitig Matthias den Sieg zugestehen. Nach der Siegerehrung machten sich alle wieder auf den Heimweg.

Ich hingegen habe noch den Montag genutzt, um mich erneut von den Eindrücken und der Abwechslung der französischen Hauptstadt faszinieren zu lassen.

Dienstag endete dann mein Frühlingsintermezzo und ich musste mich wieder durch den Schnee kämpfen, umso ärgerlicher war es, dass die Gepäckarbeiter mein Fahrrad verschlampt hatten und ich meinen Schatz erst einige Tage später vor meiner Haustür wieder fand.

Merke: Auf alle Gepäckstücke stets Namen, Adresse und Flugziel schreiben, dass beschleunigt zumindest das Wiederfinden.

Vielen Dank an Mika, Alex, Matthias (der mir noch einen neuen Reifen gab, als sich meiner bei der Qualifikation verabschiedete) und natürlich an die Organisatoren Pascal und Ismael, alle Fotografen und Pascal Nanko und Thore Saggau für das Filmen meiner Runs.

Cheers

Rayk

veröffentlicht am 24.02.2010
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