X Games München 2013:
Ryan Nyquist und sein peinlichster Unfall

Ryan Nyquist ist einer der erfolgreichsten BMX-Rider der letzten Jahre. FUNSPORTING erreichte ihn auf der ISPO in München. Im Interview erfuhren wir, warum er eher ungern in Unterwäsche zu Contests antritt.

Ryan Nyquist bei den X Games.  Foto: Christian Van Hanja / ESPN ImagesFUNSPORTING erreichte den mehrmaligen X Games Medaillengewinner und BMX-Pro Ryan Nyquist auf der ISPO für ein Email-Interview. Dabei sprach der US-Amerikaner über die Zukunft des BMX und den ärgerlichsten Unfall, der ihm je mitten im Sprung widerfahren ist.

Wann hast du mit dem BMX-Fahren angefangen und wann waren deine ersten X Games?

Ich hab mit sieben Jahren mit dem BMX-Fahren angefangen. Das ist jetzt 23 Jahre her. Meine ersten X Games waren 1997 in San Diego. Ich glaube ich habe es nicht unter die ersten Zwei geschafft, aber ich bin jetzt seit 15 Jahren bei den X Games dabei. Das ist schon cool.

Ist eine Goldmedaille bei den X Games die größte Auszeichnung für einen Action Sport Athleten oder gibt es noch vergleichbare Veranstaltungen?

Eine Goldmedaille bei den X Games ist riesig. Wenn du eine gewinnst, bedeutet das so unglaublich viel. Es gibt auch andere bedeutende Events und es ist alles persönliches Empfinden, aber für mich sind die X Games am größten. Ich meine ich habe schon einige Medaillen, aber die meisten davon sind nicht vom goldenen Typ. Ich würde extrem gerne noch ein paar zu meiner Sammlung hinzufügen und hoffe, dass ich das in diesem Jahr schaffen kann.

Ryan Nyquist bei den X Games.  Foto: Gabriel Christus / ESPN ImagesWie hat sich der Sport in den letzten Jahren entwickelt, ganz speziell in Contests?

Die Weiterentwicklung des Sportes kennt kein Limit. Es gibt immer wieder neue Tricks und es kommen immer wieder neue Fahrer. Unser Sport entwickelt sich einfach immer weiter und das ist wirklich aufregend zu beobachten. Aber ich glaube wenn der Sport jemals aufhört sich weiterzuentwickeln würde mir das wirklich Angst einjagen. Dann wäre nämlich das Limit erreicht oder die Leute würden sich einfach nicht mehr dafür interessieren.

Also ja, das BMX fahren hat sich enorm weiterentwickelt und ganz besonders in Wettbewerben. Umso höher die Einsätze sind, desto mehr wollen die Leute zeigen was in ihnen steckt und ihre besten Tricks auspacken. Wenn man so große Wettkämpfe die X Games in diesem Sommer hat und es internationaler wird mit Stopps auf der ganzen Welt, werden die Rider noch mehr probieren. In diesem Jahr hat man dann vier Mal die Chance eine Medaille zu gewinnen und nicht nur einmal wie in den letzten Jahren. Aber X Games Medaillen zu gewinnen ist nicht einfach.

Glaubst du, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt für die X Games ist, um internationaler zu werden oder hätte das schon früher geschehen sollen?

Das ist schwer zu sagen. Ich glaube da sitzen einige intelligente Leute bei den X Games, die lange darüber geredet haben. Ich weiß nicht, ob es vielleicht vor zwei Jahren schon hätte geschehen sollen, oder ob es dann schief gegangen wäre. Ich bin einfach nur glücklich, dass es jetzt passiert. Wir sind schon früher international mit anderen Contests unterwegs gewesen.

Vielleicht muss Sport einfach wachsen und die Leute müssen sich wünschen, dass es auch außerhalb der USA Contests gibt. Ich bin sehr gespannt zu sehen, was daraus wird. Ich denke, es werden faszinierende Zuschauermengen bei den Events zuschauen. Bei mir kribbelt es schon. Ich will jetzt loslegen.

Die europäischen Contests an denen ich bisher teilgenommen habe, waren einfach großartig. Die Zuschauer waren fantastisch. Die Zuschauer freuen sich immer einfach da zu sein. Also erwarte ich das auch von der globalen Tour.

Ryan Nyquist bei den X Games.  Foto: Matt Moring/ESPNHast du schon an Contest in Deutschland teilgenommen? Was denkst du von den deutschen Fans?

Ich bin schon oft in Deutschland angetreten. Meistens in Köln. Da gibt es einen Contest der Masters oder Worlds heißt. Da fühlt es sich einfach immer an, als wäre man auf einem Festival. Es ist wie eine riesige Party und die Leute spielen völlig verrückt.

Über München hab ich bisher nur gute Sachen gehört und ich erwarte, dass die Zuschauer auch hier durchdrehen werden. Nicht nur, dass die X Games in ihrem Hinterhof ausgetragen werden, sondern es kämpfen auch einige der besten Athleten um Gold. Wenn es um solche Einsätze geht, dann ist eine gute Show quasi schon garantiert.

Wo siehst du den BMX-Sport und dich selbst in zehn Jahren?

Ich denke, dass der BMX-Sport in zehn Jahren immer noch da sein wird. Die Dinge werden sich weiter entwickeln. Die Tricks und Kurse werden einfach immer verrückter werden. Vor zehn Jahren war die Hälfte der Tricks die heute gestanden werden noch völlig ausgeschlossen. Also denke ich, dass es so weiter geht. Es wird zwar eine ganz neue Generation von BMXern sein, aber man wird die wildesten Sprünge auf einem konstanten Level sehen.

Ich glaube ich wäre dann auch gerne noch dabei. Ich weiß nicht ob ich noch Competitions fahren werde, aber BMX war so lange mein Leben, dass ich mir nicht vorstellen kann damit aufzuhören. Ich bin sicher, dass ich irgendwie noch meine Hände im Spiel haben werden.

Was ist das peinlichste was dir je geschehen ist?

Naja, wenn ich es erzähle, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein. Aber was solls. Ich war bei einem Dirt-Jump-Contest
in Denver. Da gab es insgesamt vier Jumps und auf dem zweiten passierte dann das Unglück. Mitten in der Luft musste ich pupsen und dabei kam Land mit.

Aber nicht nur, dass ich gerade in der Luft war, ich musste auch noch zwei weitere Jumps hinter mich bringen, während ich wusste, dass ich einen Unfall gehabt hatte. Also bin ich auf die Toilette gegangen und habe mir das Unglück angesehen. Den Rest des Contests bin ich dann ohne Unterwäsche weitergefahren. Am Ende habe ich erstaunlicherweise sogar gewonnen.

Das Problem war nur, dass es danach noch einen Teamcontest gab. Wir waren immer in dreier Teams. Die anderen fanden es wäre eine super Idee, wenn wir den Contest in unsere Unterwäsche fahren würden. Da musste ich sagen, dass ich das leider nicht machen kann. Natürlich haben sie mich gefragt warum und ich musste zugeben, dass ich mich angekackt hatte und deshalb keine Unterwäsche trug. So das war meine peinlichste Geschichte.

Vor dem Unterwäsche Contest hatte kein g,emerkt was passiert war?
Nee, ich glaube ich hatte es ein paar Leuten erzählt, aber nicht wirklich.

Was bedeutet das Wort Luxus für dich?

Luxus bedeutet für mich nicht viel Geld zu haben oder ähnliches. Luxus ist einfach die Freiheit zu haben, mit seinem Leben zu machen was man möchte. Zum Beispiel um die Welt zu reisen oder so wie ich BMX-Profi zu sein. Die Freiheit das zu tun was man liebt und dafür auch noch Geld zu bekommen. Das bedeutet Luxus für mich. Ich brauche keine schicken Autos oder ähnliches. Ich will einfach ein erfülltes und freies Leben leben.

Mit wem würdest du gerne Mal für einen Tag tauschen?

Hmmm…eigentlich bin ich sehr glücklich damit, ich selbst zu sein. Hmm…Ich wäre gerne mal für einen Tag Präsident der Vereinigten Staaten. Aber an einem Urlaubstag. So dass ich immer noch dieser krasse Typ sein kann, aber ohne die ganze Verantwortung. Einfach nur chillen.

Drei Dinge ohne die du nie das Haus verlässt?

Mein Handy, man kann einfach ohne nicht mehr aus dem Haus gehen. Allein schon wegen der Sozialen Netzwerke. Übrigens ist mein Twittername @ryannyquist. Oder ihr könnte mich auf Facebook verfolgen (Ryan Nyquist BMX).
Außerdem nehme ich immer mein Portemonnaie mit. Zusätzlich habe ich immer einen Lippenbalsam in der Tasche.

FUNSPORTING bedankt sich bei Ryan Nyquist für das Interview!

veröffentlicht am 08.02.2013

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