Sam Pilgrim holt die Krone beim Vienna Air King 2010:

Die höchsten Tricks, die extremsten Tricks und mehr als 50 Rider aus 14 Länder. So startete die Freeride Mountainbike Saison 2010 beim Vienna Air King in der österreichischen Hauptstadt.

Pricegiving beim Vienna Air King 2010.  Foto: David UlrichÜber 50 Fahrer aus 14 Ländern kamen auf dem Rathausplatz in Wien zusammen, um den Vienna Air King 2010 zu zelebrieren. Dem Contest kam gleichzeitig die Ehre zu Teil auch der Kick Off Event der Freeride Mountain Bike World Tour zu sein.

Die Fahrer zeigten, dass sie über den Winter alles andere als geschlafen haben. Sie belohnten die zigtausend Besucher vor dem historischen Gebäude mit Tricks wie 360 Double-Whips, Flip Kombination am Step Down, Flairs, Super-Flips oder Flip-Whips.

Den extremsten Trick zog jedoch der deutsche Giant-Fahrer Andi Wittmann aus der Hüfte: einen Cork 720. Damit gewann er den Best Trick. Das Programm komplettierte eine ausgelassene After Show Party, bei der die Jungs aus der ganzen Welt zeigten, dass sie selbst nach einem harten Tag mit erschwerten Wetterbedingungen noch vor Energie sprühen. Ein in der Gesamtheit erfolgreicher und gelungener Startschuss in die Mountainbike Saison 2010.

Nach vielen Jahren mit optimalen Wetterbedingungen zeigte sich jedoch der Wettergott in diesem Jahr nicht von seiner besten Seite. Regenunterbrechungen forderten den Fahrern wie auch Organisatoren einige Geduld ab. Aber wie sagt man so schön: Der April macht, was er will.

Das spürten die Fahrer auch, als ihre Bikes geschüttelt vom Wind in der Luft nicht mehr ganz ihren Anweisungen gehorchen wollten. Im Finale, in dem der beste Lauf von drei zählte, waren die Fahrer gezwungen, alles auf eine Karte zu setzen.

Fahrer wie Darren Berrecloth aus Kanada und sein Landsmann Graham Agassiz oder der deutsche Amir Kabbani und Benny Korthaus, ebenfalls aus Deutschland, hatten mit einer Extraportion Gegenwind zu kämpfen und konnten leider nicht das zeigen, was sie im Gepäck hatten.

Für eine besondere Überraschung sorgte der Wiener Andi Brewi. Er zeigte in seinem Run einen X-Up am Drop In, gefolgt von einem Superman-Indian, einem Barspin, einem sauberen Backflip Turndown und einem Flatspin 540 als gelungenen Abschluss an der Quarterpipe. Der fünfte Platz war die wohlverdiente Belohnung. Nicht nur für die fahrerische Leistung, sondern auch für seine sehr gute Arbeit in Bezug auf den Kursbau.

Sam Pilgrim: Flair.  Foto: AleDiLulloIm Vergleich zum letzten Jahr konnte der Wiener hinsichtlich Kursdesign und auch Größe der Hügel nochmal einen drauf legen, was zu glücklichen und zufriedenen Gesichtern im Fahrerlager führte. Jamie Goldman zeigte einen technisch sauberen und durchgestylten Run: Backflip am Step Down, Superman-Seatgrab am nächsten Sprung, einem 360 gefolgt von einem Opposite 360 und ein X Up waren für seinen vierten Platz ausschlaggebend.

Auf Platz 3 landete John Alm Högman. Die Schweden zeigten, dass die kalten skandinavischen Winter einer gelungenen Trainingsvorbereitung nicht im Weg stehen. Als einer von drei Fahrern zog er am drei Meter Step Down einen Tailwhip, gefolgt von einem fetten Superman Can Can, einem 360, einem 360 Tailwhip und einem anschließenden Whip an der Quarter.

NS Bikes Fahrer Martin Söderström aus Schweden und der Brite Sam Pilgrim lieferten sich dann einen strategischen Battle um die ersten beiden Podiumsplätze. Der Sieger aus 2009 und der Sieger 2008 gaben alles, um im Duell ein 2:1 zu erzielen. Söderström zeigte in seinem zweiten Lauf aus drei Finalläufen einen 360 am Drop, einen Double Tailwhip am nächsten Sprung, 360 One Hand, einen sauberen und stylischen 360 Double und einen Tail Tab to Foot Jam an der Quarter.

Dieser Lauf machte ihn so glücklich und zufrieden, dass er entschied, hauptsächlich wegen der schlechten Wetterbedingungen seinen letzten Run auszusetzen. Er gab somit die Entscheidung an seinen Kollegen Pilgrim ab, der es nach zwei mittelmäßigen Runs nur noch mit seinem letzten Run schaffen konnte, den Schweden von obersten Platz des Siegertreppchens zu verweisen.

Beim professionellen Briten war jedoch nur wenig Nervosität zu spüren. Ganz abgeklärt zog er einen Run durch, der den Zuschauern noch einmal das Adrenalin durch den Körper schießen ließ: Backflip-Table am Step Down, Backflip X-Up One Foot, 360 Table Top, 360 Double Whip und Flair an der Quarter! Die Judges waren gefragt.

Es war eine sehr knappe Entscheidung, jedoch war letztendlich die Vielfalt der Tricks von Pilgrim ausschlaggebend für seinen Sieg. Er sicherte sich somit den größten Anteil am Gesamtpreisgeld von 10.000 EUR und ist der neue Vienna Air King.

Benny Korthaus: No Foot Can Can.  Foto: AleDiLulloAber nicht nur die Top Fünf Fahrer verdrehten den Zuschauern die Köpfe: Blake Samson (GBR/6. Platz) zeigte extrem hohe Flipwhips, Andi Wittmann (GER/8. Platz) zog seine super sauberen Flatspin 360s und Syzmon Godziek (POL/ 9. Platz) sorgte mit seinen Superflips für Begeisterung.

Der Vienna Air King 2010, der wie jedes Jahr im Rahmen des Argus Bike Festival ausgetragen wurde, war erneut ein voller Erfolg. Die folgenden Ergebnisse spiegeln die dargebotene Leistung wieder:

1. Sam Pilgrim (GBR/DiamondBack)
2. Martin Söderström (SWE/NS Bikes)
3. John Alm Högman (SWE/Scott)
4. Jamie Goldman (USA/Santa Cruz)
5. Andi Brewi (AUT/KTM)
6. Blake Samson (GBR/Diamond Back)
7. Thomas Zejda (CZE/Dartmoor)
8. Andi Wittman (GER/Giant)
9. Symon Godziek (POL/Dartmoor)
10. Marek Maro (CZE/Dartmoor)
11. Benny Korthaus (GER/Red Bull)
12. Bartek Obukovicz (POL/NS Bikes)
13. Amir Kabbani (GER/Mongoose)
14. Darren Berrecloth (CAN/Specialized)
15. Jakub Vencl (CZE/Author)

John Alm Höhmann: 360 Tailwhip Foto: David UlrichNachdem Qualifying und Finals aus Sicherheitsgründen in Bezug auf die Wettervorhersage komplett am Samstag ausgetragen wurden, stand für Sonntag noch ein besonderes Schmankerl auf dem Programm. Pünktlich zur Mittagszeit, als der Rathausplatz wieder aus allen Nähten zu platzen drohte, stand die Best Trick Competition auf dem Programm.

Es war für die Zuschauer nicht zu übersehen, dass die Fahrer eine gute Zeit hatten. Gegenseitig pushten sie sich in der 40-minütigen Jam-Session an ihre Grenzen. Söderström setzte als einziger Fahrer mit einem Double Tailwhip am Step Down alles auf eine Karte. Dawid Godziek aus Polen überraschte die Crowd mit einem 360 Triple Barspin. Der Brite Danny Pace landete am letzten Sprung einen Frontflip Tuck No Hand und sein Landsmann, der neue Vienna Air King 2010, Sam Pilgrim einen Frontflip X Up, einen 360 Down Side Whip und einen 360 Superman Seatgrab.

Aber letztendlich war es der Münchner Andi Wittmann, der kurz vor Ende des Jams einen super sauberen Cork 720 stand und somit mit 500 Euro in Cash und einem Panasonic HD Camcorder nach Hause ging.

veröffentlicht am 12.04.2010
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