UCI Downhill World Cup 2010: Greg Minaar holt sich den Sieg
Greg Minnaar aus Südafrika holte sich beim UCI Mountainbike Downhill World Cup in Leogang 2010 den Sieg. Sabrina Jonnier aus Frankreich gewann bei den Ladies.
Der UCI Dowhill World Cup 2010 in Leogang wurde von Greg Minnaar und Sabrina Jonnier dominiert. Die folgenden Podiumsplätze im Herrenfinale belegten die Fahrer Gee Atherton und Aaron Gwin. Bei den Damen konnten zwei weitere Französinnen überzeugen: Emmeline Ragot auf Platz zwei, gefolgt von Floriane Pugin auf dem dritten Platz.
Der Kurs der UCI Downhill World Cup Premiere in Leogang zeichnete sich im Besonderen durch seine anspruchsvollen Passagen aus, die den Fahrern ein hohes Maß an Konzentration und Können abverlangten. Besonders die letzte, mit Wurzeln gespickte und durch den Regen sehr rutschige Passage der Strecke erwies sich als Herausforderung für die Athleten.
Unter den Zurufen der Zuschauer zeigten diese ein Maximum an Leistung. Über 8.000 Besucher kamen am verlängerten World Cup Wochenende nach Leogang, um bei diesem internationalen Radsportevent live dabei zu sein.
Den angereisten Fahrern standen im Vorfeld nur zwei Trainingstage zur Verfügung, um sich auf den 2600 Meter langen und über 836 Höhenmeter erstreckenden Kurs vorzubereiten.
Keine leichte Aufgabe für die 231 teilnehmenden Fahrer aus 31 Nationen, denn viele kannten die Downhillstrecke bisher nicht. Im Seeding Run am gestrigen Samstag fand sich der Neuseeländer Samuel Blenkinsop am besten zurecht. Er entschied die Qualifkation vor Südafrikaner Greg Minnaar and dem US-Amerikaner Aaron Gwin für sich. Bei der Damen-Qualifikation konnte sich Rachel Atherton vor Emmeline Ragot and Tracy Moseley durchsetzen.
Der Sonntagnachmittag wurde um 13.15 Uhr mit dem großen Downhill-Finale der Damen eingeleitet. Die Siegerin Jonnier gab hierbei eine zu unterbietende Bestzeit von 4:52.70 Minuten vor. Die Britin Moseley startete stark im ersten Teil ihres Laufes, verlor jedoch am Anfang der letzten Waldsektion aufgrund eines Fahrfehlers wertvolle Sekunden und landete schlussendlich bei einer Zeit von 5:02.39 Minuten (vierter Platz).
Ragot nutzte ihre Chance und legte in der mittleren Sektion enorm an Geschwindigkeit zu. Jedoch schien die Französin am Ende die Kraft zu verlassen: mit 3.54 Sekunden Abstand zu Jonnier landete sie auf dem überaus respektablen, zweiten Platz.
Die Favoritin und Qualifikationsschnellste, Rachel Atherton, konnte aufgrund eines Sturzes und einer daraus resultierenden Schulterblessur ihren Lauf nicht beenden und schied aus. Petra Bernhard sicherte sich als beste Österreichern den neunten Platz.
Die Top 10 Ergebnisse in der Übersicht:
1st Sabrina Jonnier (FRA/4:52.70)
2nd Emmeline Ragot (FRA/4:56.24)
3rd Floriane Pugin (FRA/4:58.05)
4th Tracy Moseley (GBR/5:02.39)
5th Myriam Nicole (FRA/5:05.48)
6th Céline Gros (FRA/5:10.91)
7th Claire Buchar (CAN/5:12.72)
8th Manon Carpenter (GBR/5:13.20)
9th Petra Bernhard (AUT/5:13.62)
10th Micayla Gatto (CAN/5:28.69)
Direkt im Anschluss folgte das Downhill-Finale der Herren. Der amtierende Weltmeister Steve Peat startete nach einem weniger gelungenem Qualifikationslauf am Vortag im Mittelfeld. Hier setzte er mit 4:11.82 Minuten bereits früh eine Bestzeit, die im Rennverlauf längere Zeit nicht geschlagen werden sollte.
In einem packenden Lauf schaffte es erst der Neuseeländer Cameron Cole die Zeit um gerade einmal 0.05 Sekunden zu untertreffen. Dies war ein Vorgeschmack auf die anstehenden, spannenden letzten Läufe: Brendan Fairclough sollte zwar in der ersten Hälfte der Strecke die Zeiten von Peat und Cole unterbieten, verlor aber in der letzten Sektion die Ideallinie und fiel auf Position drei zurück.
Erst Gee Atherton konnte mit seinem extrem leichtfüßigem Fahrstil eine neue Bestmarke setzen: Der Brite nahm Cole im ersten Drittel bereits über zwei Sekunden ab, um im letzten Drittel wie auch im Ziel über fünf Sekunden gegenüber seinen Konkurrenten Cole und Peat gut gemacht zu haben.
Die erbrachte Leistung wie auch seine Zeit sprach für einen klaren Sieg. Jedoch warteten am Start noch die drei Bestqualifizierten des Vortages: Aaron Gwin (USA), Greg Minnaar (RSA) und Samuel Blenkinsop (NZL). Gwin konnte eine hohe Geschwindigkeit aufbauen und diese auch in technisch schwierigen Passagen optimal nutzen, jedoch schaffte er es mit einer Zeit von 4:10.09 Minuten nicht an die von Atherton heran.
Minnaar bewies sich vielmehr als der Fahrer mit dem besten Gefühl für den Kurs inklusive der matschigen Abschnitte: mit 0.74 Sekunden Abstand schoss er direkt auf Platz 1. Der erstqualifizierte Samuel Blenkinsop (NZL), hätte beinahe noch an Minnaars Thron gerüttelt, rutsche jedoch 600 Meter vor dem Ziel innerhalb kurzer Zeit zwei mal von seinem Pedal ab und verspielte damit eine Platzierung unter den Top drei.
UCI Downhill World Cup Leogang - Die Plätze eins bis zehn in der Übersicht:
1st Greg Minnaar (RSA/4:05.65)
2nd Gee Atherton (GBR/4:06.39)
3rd Aaron Gwin (USA/4:10.09)
4th Samuel Blenkinsop (NZL/4:11.17)
5th Cameron Cole (NZL/4:11.77)
6th Steve Peat (GBR/4:11.82)
7th Brendan Fairclough (GBR/4:12.61)
8th Justin Leov (NZL/4:12.93)
9th Matti Lehikoinen (FIN/4:13.25)
10th Mathew Simmonds (GBR/4:13.82)
Auch im nächsten Jahr findet der UCI Mountain Bike World Cup wieder in Leogang vom 10. bis 12. Juni statt. Leogang Saalfelden und der Bikepark Leogang freuen sich darauf, alle Mountainbike Fans im SalzburgerLand begrüßen zu dürfen.
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