Sam Pilgrim gewinnt den adidas Slopestyle 2008:

Der adidas Slopestyle eroberte vom 31. Juli bis zum 3. August die Pisten von Saalbach Hinterglemm im One Big Park SalzburgerLand mit einer Flut von massiven Tricks. Die besten Läufe legte der junge Sam Pilgrim hin und sicherte sich damit den Titelgewinn.

 Foto: Markus Greber/ adidas slopestyleDie Fahrer hatten die ganze Woche mit dem Wetter zu kämpfen, bis der Himmel endlich aufriss und die Sonne auf den Big Mountain Kurs schien. Die Strecke trocknete schnell ab und die Trainingsession, die direkt in die Qualifikation überleitete, konnte beginnen. Höhepunkt des Tages waren die Finalläufe.

Tausende begeisterte Zuschauer säumten die Strecke und verwandelten den Hang am Schattberg in eine natürliche Arena. Und sie wurden nicht enttäuscht - die besten Slopestyle Fahrer der Welt präsentierten ihnen eine Rock Show auf zwei Rädern. Die Fahrer hatten zwei Läufe um sich für das Finale zu qualifizieren. Dabei wurde das Feld von 50 Fahrern auf die Top 15 Rider des Tages geschrumpft. Jeder Fahrer gab sein bestes, um seine Läufe mit möglichst vielen stylishen Tricks und fetten Sprüngen zu spicken.

Nachdem die Jury die 15 Rider bestimmt hatte, die eine Runde weiter kommen sollten, knisterte die Luft vor Spannung, denn jeder erwartete, dass die nominierten Fahrer noch ein paar Joker aus dem Ärmel ziehen und neue Linien und Tricks zeigen würden. Und jeder Fahrer, der von der Startrampe rollte, tat genau das: er legte die Latte wieder ein Stückchen höher, so dass sich die nachfolgenden Rider überlegen mussten, was sie noch drauf setzen konnten, um die Führung zu übernehmen.

Flip vom Macho drop von Timo Pritzel (16 m).  Foto: Markus Greber/ adidas slopestyleTimo Pritzel (GER) war einer der Jungs, die im Final herausstachen, als er einen gigantischen Backflip vom „Macho“ Kicker sprang, der bis dahin nur für gerade Airs oder ein paar X-ups genutzt worden. Er landete den 16 Meter langen Flip, war aber nicht in der Lage die Spur auf dem Kurs zu halten – bei seinem ersten Versuch. Denn Timo probierte es gleich noch einmal in seinem zweiten Lauf und diesmal landete er noch besser und konnte weiterfahren. Leider stürzte er wenig später und konnte auch seinen zweiten Lauf nicht beenden, doch der begeisterten Menge, die ihn frenetisch feierte, hatte er mit seinem massiven Flip Step-Down den Trick des Tages präsentiert.

Alle Finalteilnehmer zeigten eine große Vielfalt an Tricks und mit ihren unterschiedlichen Fahrstilen interpretierten jeder den Kurs auf seine Weise. Fahrer wie Pierre-Edouard Ferry (FRA) wählten die großen Hindernisse und zeigten tollen Style und perfekt ausgeführte Tricks. In seinem letzten Lauf wählte Ferry ebenfalls die Macho Linie und übersprang den sechs Meter Gap mit einem stylishen Tuck No-Hander. Andere Jungs, wie Christopher Hatton (FRA) oder Jakub Vencl (CZE) gliederten den Kurs mit ihrem technischen Fahrstil neu und fanden viele Möglichkeiten zusätzliche Tricks einzubauen, an Stellen, die andere Fahrer bei der Planung ihrer Line gar nicht in Betracht gezogen hatten.

Zu Beginn der zweiten Finalrunde war ein so hohes Niveau erreicht, dass man den Druck, der auf den Top Fahrern lastete, förmlich spüren konnte. Nachdem Pierre-Edouard Ferry seinen bisher besten Lauf souverän ins Ziel gebracht hatte und den Hot Seat bestieg, lag es an Newcomer Martin Söderström (SWE), ihn vom Thron zu stoßen. Er landete einen supersauberen Lauf gespickt mit Tailwhips und 360s und mixte seinen technischen Stil mit einem Maximum an Flow um dann an den letzten beiden Dirt Jumps noch einmal voll aufzudrehen. Söderström landete einen perfekten Superwhip, seine langen Beine kerzengerade ausgestreckt. Am Schluss toppte seinen perfekten Lauf noch mit einem 360 Tailwhip wie aus dem Lehrbuch und die Massen am Hang flippten aus.

Sam Pilgrim (GBR) war der letzte Fahrer, der die Chance hatte, das Blatt noch einmal zu wenden, nachdem er sich fast die gesamte zweite Finalrunde vom Hotseat aus angeschaut hatte. Er schob sein Bike durch die tobende Menge, die gespannt war, ob es der junge Engländer mit Zahnspange schaffen würde den erstklassigen Lauf von Söderström zu übertrumpfen.

Pilgrim rollte an und starte bereits mit einem Backflip 1-foot X-up am Rollercoaster. Er landete ihn perfekt und verließ das erste Hindernis mit einem 360. Sam setzte seinen Lauf flüssig fort mit einem Tailwhip vom „Nacho“ Step-down, gefolgt von beeindruckendem Style an der Alm Hip und in der One Big Park Sektion. Als er einem weiteren 360 von der großen Twister Step-up/Step-down Box perfekt landete waren die Zuschauer schon aus dem Häuschen. Doch Sam setzte noch einen drauf: Backflip am ersten Dirt Jump gefolgt von einem absolut fehlerfreien Double Tailwhip.

Die Jury hatte es nicht leicht und nahm sich viel Zeit, um Sam Pilgrims Lauf zu bewerten und mit dem Lauf, den Martin Söderström zuvor präsentiert hatte, zu vergleichen. Sam wartete nervös vor der Interviewwand während sich Martin vor Spannung kaum noch auf dem Hot Seat halten konnte. Auch die Zuschauer hielten gespannt den Atem an und starrten gebannt auf die Vidiwall, wo endlich die TV Grafik erschien: 1st Place! Sofort stürmten Martin und Pierre auf den überwältigten Sam zu und ließen ihn hochleben. Der Hang bebte unter dem tosenden Applaus der Zuschauer.

Nach der Siegerehrung des adidas slopestyle ging die Rock Show weiter – der österreichische Rapper Mek MC und die deutsche Rockband Orange But Green feierten mit den Ridern und den Zuschauern das großartige Freeridespektakel und ereignisreichen Tag, der sich trotz Wetterkapriolen am Ende als perfekter Eventtag entpuppte. Alle Teilnehmer des adidas Slopestyle in Saalbach Hinterglemm trugen an diesem Woche dazu bei, dass die Latte im Freeridesport wieder ein wenig höher gesetzt wurde und der Kultevent ein weiteres Mal Mountainbikegeschichte schrieb.

2008 adidas Slopestyle Ergebnisse:

1. Sam Pilgrim (GBR) 23.00
2. Martin Söderström (SWE) 22.30
3. Pierre-Edouard Ferry (GER) 21.80
4. Lance McDermott (GBR) 19.90
5. Christopher Hatton (FRA) 19.10
6. Jakub Vencl (CZE) 18.90
7. Amir Kabbani (GER) 18.20
8. Niki Leitner (AUT) 18.10
9. Marius Hoppensack (GER) 17.70
10. Phil Sundbaum (USA) 16.80
11. Tomas Zejda (CZE) 15.90
12. Jan Toth (CZE) 11.00

 

veröffentlicht am 07.08.2008

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